Unsere Partnerschule in Tansania

Karibu – Willkommen!

Am 25. August 2017 haben die Karalo Primary School im Nordwesten Tansanias und unsere Schule ganz offiziell ihre Partnerschaft begonnen. Wir wollen uns über kulturelle und schulische Themen austauschen und voneinander lernen. Im Laufe der Zeit sollen außerdem Projekte an der Karalo Primary School unterstützt werden.

An unserer Schule gibt es eine Arbeitsgruppe, die plant, wie die Partnerschaft umgesetzt und die Kinder einbezogen werden. Jeder der Lust hat mitzuwirken ist herzlich willkommen.
Kontakt: tansania(at)kms.lernsax.de

 

Post aus Tansania von unseren Kolleginnen der Kurt-Masur-Schule (20.11.2017)

Hallo,
wir kommen von der Kurt-Masur-Schule und besuchen unsere Partnerschule in Karagwe. Jambo Bukoba unterstützt uns freundlicherweise dabei. Nach unserer Ankunft gestern haben wir uns heute im Büro von Jambo Bukoba getroffen. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und haben ein paar Einblicke in die Arbeit von Jambo Bukoba erhalten. Tatkräftige Unterstützung hatten wir beim Kauf eines Laptops und eines Handys für unsere Partnerschule. Vielen Dank für die schöne Zeit! Wir freuen uns auf das gemeinsame Abendessen.
Kwa heri und tschüss!

 

Pressemitteilung zum Antrittsbesuch vom 27.11.2017

Karibu Tansania – Willkommen in Tansania

Vertreterinnen der Kurt-Masur-Schule besuchen Partnerschule in Tansania

Seit Juli dieses Jahres sind die Kurt-Masur-Schule aus Leipzig und die Karalo-Primary-School aus Karagwe in Tansania Partnerschulen. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen das gegenseitige Kennenlernen und die Realisierung von Projekten zur Verbesserung der Lernsituation in der tansanischen Schule.

Auf dem gemeinsamen Weg wurde nun ein erster wichtiger Schritt getan: die Schulleiterin Heike Hentschel, die Lehrerin Katja Wachler, Constanze Meinel als Vertreterin des Fördervereins und Manuela Hübner als Projektkoordinatorin machten sich auf den Weg, um die Schule in Tansania und die Lebensbedingungen vor Ort kennenzulernen und erste Projekte zu planen.

Die Reisegruppe brach am 18.11.2017 auf und flog über Istanbul und Dar es Salaam bis nach Bukoba, wo sie die ersten beiden Tage verbrachte. Am Dienstag, den 21.11.2017 stand die Weiterfahrt in den Karagwe District an, in dem sich auch die Schule befindet. Dort folgten zuerst Besuche bei wichtigen Vertretern der Regierung, die es über die Zusammenarbeit zu informieren galt. Anschließend reisten die vier Frauen endlich weiter zur Karalo-Schule. Nachdem die ersten Kilometer noch auf einer komfortablen Asphaltstraße gefahren werden konnten, bestanden gut 2/3 des Weges aus einer unbefestigten lehmroten Buckelpiste.

„Das Willkommen war grandios: wenn 400 Kinder auf dich zukommen, singen und dich in die Mitte nehmen, dann löst das Gefühle aus, die kaum in Worte zu fassen sind. Wir waren total überwältig und zutiefst berührt“, sagt Heike Hentschel. Mit Gesängen, traditionellen Tänzen und Ansprachen wurden die Gäste aus Deutschland vom Schulleiter, den Lehrern, Schülern, Eltern und Dorfbewohnern begrüßt.

Neben den Bedingungen in der Schule erhielten die vier Frauen auch Einblicke in das Dorfleben und die Lebensbedingungen vor Ort. Karagwe ist ein Distrikt im äußersten Nordwesten Tansanias und überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Karalo liegt weit abgelegen im Hochland Karagwes, die nächste Stadt ist ca. 20 Kilometer entfernt. In Karalo gibt es weder Strom noch eine Wasserstelle.

An der Karalo-Schule lernen fast 600 Kinder, die von 9 Lehrern unterrichtet werden. Es gibt 8 Klassenzimmer, drei Wassertanks und 8 Latrinen, von denen einige bereits voll sind und derzeit nicht genutzt werden können. Die Kinder lernen in Klassen mit bis zu 80 Kindern, 4-5 Kinder sitzen auf einer Schulbank. Durch die Überbelegung sind alle Räume in einem sehr schlechten Zustand, in einigen ist der Fußboden durch das Erdbeben von 2016 vollständig zerstört.

„Viel zu wenig Lehrer, zu wenige Klassenräume, kaputte Toiletten - die Zustände sind so schlecht, dass es für uns unvorstellbar ist, dort überhaupt unterrichten zu können. Und doch war erkennbar, dass die tansanischen Lehrerinnen und Lehrer sehr motiviert sind und vieles möglich machen, um die Situation erträglich und besser zu machen. Dieses Engagement zu sehen war sehr bewegend und wir hoffen, dass wir unsere Partner ein bisschen bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen unterstützen können“, so Katja Wachler.

Gemeinsam mit dem Förderverein und den Partnern in Tansania wird in den nächsten Wochen über das weitere Vorgehen beraten und über die ersten Projekte entschieden. Unter anderem sind der Bau eines neuen Klassenzimmers und der Zukauf von Zucker für Uji, einen Maisporridge, angedacht. Bisher erhalten die Kinder während ihrer Schulzeit weder Essen noch Wasser; die Lehrer und Eltern haben schon gemeinsam geplant, ab Februar Uji anzubieten. Den Mais, das Feuerholz und die Arbeitskraft werden die Eltern organisieren, der Zucker wird dann hoffentlich über die Partnerschaft finanziert werden können.

Inhaltlich werden die beiden Schulen im ersten Jahr der Partnerschaft an den Themen Sport und Spiele arbeiten. Da die Karalo-Grundschule sehr erfolgreich die Methoden von Jambo Bukoba umsetzt, ist das für die tansanischen Kollegen eine Leichtigkeit. Jambo Bukoba e. V. ist ein Verein aus München, der Kinder in Tansania durch Sport stark machen will, dafür kooperative Sportspiele entwickelt hat und dazu entsprechende Lehrerweiterbildungen anbietet. Der Verein hat auch die Schulpartnerschaft vermittelt und steht weiterhin beratend zur Seite.

Der Förderverein der Kurt-Masur-Schule freut sich über Unterstützung für Projekte an der Karalo-Grundschule: Spendenkonto
Förderverein der „Kurt-Masur-Schule – Grundschule und Hort der Stadt Leipzig“
Sparkasse Leipzig
IBAN: DE57 8605 5592 1132 4270 41
BIC: WELADE8LXXX

 

Weitere Informationen: Heike Hentschel, hentschel.heike(at)kms.lernsax.de, Tel.: 0341/22 570 80, Fotos können zur Verfügung gestellt werden.

Jahresprojekte

Im ersten Jahr unserer Partnerschaft wollen wir uns über Sport und Spiele austauschen. Ergebnisse werden wir hier präsentieren.

Fördervorhaben

Im Laufe der Zeit wollen wir regelmäßig Projekte an der Karalo-Primary-School unterstützen. Vorschläge dazu unterbreiten unsere Partner in Tansania. Eine Förderung von uns hängt u. a. von der Selbstbeteiligung der Bevölkerung vor Ort ab.