Antiquior omnibus veritas. - Älter als alles ist die Wahrheit.

   

   

Im Dienste der Wahrheit

 

Obwohl uns nach dem Besuch des Circus Maximus entweder die Füße wehtaten oder wegen des stürmischen Wetters kalt war, haben wir uns am Donnerstag dazu entschieden, noch einen kurzen Abstecher zur Bocca della Verità zu machen. Auf Deutsch heißt Bocca della Verità „Mund der Wahrheit“. Nach einer mittelalterlichen Legende soll jedem, der beim Hineinstecken der eigenen Hand in diesen Mund nicht die Wahrheit sagt, die Hand abgehackt werden.

Nach kurzem Warten in einer Schlange aus gespannt wartenden Touristen waren wir schließlich an der Reihe. Nacheinander legten wir unsere Hände in den Mund. Dabei trauten sich viele allein, aber einige von uns bevorzugten es, zu zweit gleichzeitig ihre Hand in den Rachen des Gesichtes zu stecken. Fotos von jedem von uns als Beweis und für Erinnerungen wurden geschossen.

Nach der „Mutprobe“ gelangt man in die römische Kirche Santa Maria in Cosmedin. Dort hielten wir uns nur kurz auf, um dann mit dem Bus den Rückweg zum Hotel anzutreten.

Dabei dachten ein paar von uns vielleicht darüber nach, wann sie das letzte Mal gelogen haben. Zum Glück sind alle von uns heil geblieben.

 

   

   

Die letzte Ruhestätte

Als wir bei den San Callisto-Katakomben ankamen, beschäftigten wir uns weniger mit Fragen über die wohl bekanntesten Katakomben Roms. Uns beschäftigte vor allem Folgendes: „Wo gibt es das nächste Essen?“ 
Wir wollten uns nicht mit leerem Magen in die Katakomben wagen. Wer wusste schon, ob wir da je wieder herauskommen würden? Bei einem insgesamt 20km langen, unterirdischen Netz verschiedener Gänge konnte man sich da nicht sicher sein…

Nach langer Suche kam es endlich in Sicht! Ein kleines Restaurant inmitten von Orangenbäumen. Wir kauften uns  alle Panini und gingen glücklich und satt zu den Katakomben zurück.
Nun waren wir bereit, unter die Erde zu gehen. Zuerst hörten wir einen Vortrag über die Katakomben, die Ruhestätte tausender Christen. Danach führte uns eine Frau in einen der zahlreichen Gänge, die sehr schmal waren. Es war sehr kalt (ca. 13°C) und feucht. Zum Vergleich: Über der Erde waren es fast 20°C und die Sonne schien!
Nachdem wir uns langsam an die Temperatur gewöhnt hatten, sahen wir uns um. Hunderte Grabstätten befanden sich um uns herum, die in den Katakomben aber oft sehr einfach gehalten waren.
Es war in den Gängen sehr dunkel und wir waren froh, dass wir eine Führung gebucht hatten, sonst hätten wir uns sicher verlaufen!
Nach der ca. 40-minütigen Führung kamen wir um einige Erfahrungen reicher wieder an die Oberfläche. Wir freuten uns, endlich wieder die Sonne wiederzusehen und darüber, dass wir uns nicht verirrt hatten.
Denn wir wollten nicht, dass dies unsere letzte Ruhestätte wird!