Roma nova

   

   

Basilica Sancti Petri in Vaticano

 

Der Petersdom ist die drittgrößte Kirche der Welt und überwältigt jeden, der eintritt, mit seinen enormen Ausmaßen an Größe und Verzierungen der Decken und Wände. Auf einer Fläche von 15.160m² befinden sich an jeder Wand unzählige Fresken und Bilder. Ebenso das Deckengewölbe, es ist kunstvoll geschmückt und größtenteils vergoldet. Selbst wenn jeder der Besucher es versuchte, es wäre sehr schwierig, dieses Werk von Michelangelo, dem offiziellen Bauherrn, auf ein Foto zu bannen.

Genau aus diesem Grund konnte man wohl auch beobachten, wie einige der Besucher versuchten, alles mit einem Video festzuhalten. Sie hatten nur noch Augen für ihre Kamera statt den Prunk mit eigenen Augen zu genießen.

Man sollte viel Zeit mitbringen, um sich das Bauwerk ausführlich genug ansehen zu können und um das Anstehen vor dem Eingang stresslos zu überstehen.

Foto: J. Dachsel

   

   

Ein Riese wirft Schatten

 

Es ist nicht zu übersehen, bewegt man sich im Zentrum des alten Roms. Ob vom Kolosseum, vom Forum, oder vom Palatin aus – immer erkennt man die weiß strahlenden riesigen Mauern des Denkmals für Vittorio Emanuele den Zweiten, das zugleich Denkmal der italienischen Einheit und Grabmal für den unbekannten Soldaten ist.

Es ist ein Koloss, ein Riese. Doch dieser ist vielen Italienern ein Dorn im Auge, denn er beeindruckt zwar auf den ersten Blick mit seiner eindrucksvollen Größe, die sogar das Kolosseum zu übertreffen scheint, er überschattet aber auch ein wenig die so fast schon zierlich wirkende Piazza Venezia.

Er passt für viele nicht in die Kulisse der romantisch verwinkelten Stadtteile um ihn herum. Über den altehrwürdigen Riesen wird gespaßt, „Schreibmaschine“ und „großes Gebiss“ nennt man ihn. Doch das schert ihn wenig. Stolz und ungebrochen steht er auf dem Kapitol und präsentiert allen, auch den kritischen Seelen, seine glänzende und seine unerbittliche Macht und seine gänzlich prachtvolle Vorderansicht. Und auch, wenn das Vittoriano nicht unbedingt zu den klassischen Monumenten der Ewigen Stadt gehört, sind die blank geputzten Marmorstufen, das Museum im Inneren und vor allem der grandiose Ausblick von oben allemal einen Besuch wert.

   

   

Wie eine Münze dafür sorgt, dass Wünsche in Erfüllung gehen

 

Kommst du nach Rom und besichtigst dort den weltbekannten Brunnen „Fontana di Trevi“, dann denkst du sicherlich zunächst an eine blonde Schönheit, die dort im Abendkleid ein Bad nimmt. So hat es Federico Fellini 1960 mit der Schauspielerin Anita Ekberg für den Film „La Dolce Vita“ inszeniert.

Noch älter als der Film ist die Legende, wonach eine oder mehrere in den Brunnen geworfene Münzen dein weiteres Leben bestimmen oder verändern. Wirfst du eine Münze, rückwärts zum Brunnen stehend, über deine rechte Schulter, so wirst du nach Rom zurückkehren. Wirfst du versehentlich oder mit Absicht zwei Münzen in der gleichen Art über deine rechte Schulter, dann verliebst Du Dich in einen Italiener oder eine Italienerin. Wirfst du drei Münzen, dann heiratest du deinen Liebsten oder deine Liebste.

Leider war das Münzenwerfen während unseres Romaufenthaltes ein wenig eingeschränkt, denn die Fontana di Trevi ist zurzeit eine große Baustelle und kaum zugänglich. Die Verantwortlichen haben aber eine kleine Münzwerfstelle offen gelassen, denn immerhin verdient die Stadt Rom im Jahr ca. 600.000 Euro mit den geworfenen Münzen.

   

   

Scalinata di Trinità dei Monti

 

Unter diesem Namen kennen ihn die italienischen Bürger: den uns eher als „Spanische Treppe“ bekannten Aufstieg. Er liegt direkt an der heute mit distinguierten Läden bestückten „Piazza di Spagna“, dem Spanischen Platz.

Mit insgesamt 138 Stufen sichert die Treppe den unzähligen Besuchern und der in Rom ansässigen Bevölkerung einen bequemen Aufstieg zu der gleichnamigen Kirche Trinità dei Monti und der Via Sistina.

Hat man die unzähligen Stufen einmal überwunden, erwartet einen ein einzigartiger, unvergesslicher Ausblick. Bei Nacht wird dieser durch die zahllosen, imponierenden Lichter der Stadt fast noch verfeinert.

Dies macht die Treppe zu einem bedeutenden Ort für Hobbyfotographen, die auf der Suche nach dem perfekten Ort für ihr Bild von Rom sind.

Doch egal ob bei Tag oder auch bei Nacht, diese Sehenswürdigkeit ist vor allem durch ihre Einmaligkeit, ihre Kostbarkeit und ihre Pracht einen Besuch wert, schnell zu erreichen und einfach zu finden.

Und – sie ist noch frei von jeglicher Eintrittsgebühr.