Chemie

Chemie ist allgegenwärtig - ob moderne Funktionsbekleidung aus Kunststoffen, die Herstellung von Medikamenten, der Einsatz von Tensiden in Waschmitteln oder die Färbung von Smarties. Das sind nur einige Beispiele für alltägliche Produkte, die ohne Chemie undenkbar wären. 

Warum ist eine Zitrone sauer, warum kann Aluminium im Flugzeugbau verwendet werden, wie funktioniert ein Rohrreiniger, was steckt im Backpulver - dies sind Fragestellungen, die die Schüler im Unterricht mit Hilfe von Experimenten selbstständig erforschen.

In der Sekundarstufe I erlernen die Schüler das experimentelle Arbeiten, wichtige Modellvorstellungen und Grundlagen der Fachsprache.

Besonders interressierte Schüler können in der Sekundarstufe II den Leistungskurs Chemie wählen und dort ihr Wissen vertiefen.

Foto:Hieke
Foto: Bordes-Sagner

Schülerkolleg in Freiberg 2019

Im August fand das 28. Schülerkolleg in Freiberg statt. Vier Tage lang durften wir unter Aufsicht in der analytischen, anorganischen, organischen, physikalischen und technischen Chemie experimentieren. 

Nach einer 30 minütigen Zugfahrt wurden wir in Gruppen eingeteilt und einer Unterkunft zugeordnet. Daraufhin begrüßte man uns mit einer Vorlesung, in der auch beeindruckende Experimente vorgeführt wurden.  

Wer sich im Chemieunterricht schon für knallende Experimente oder Experimente mit Farbumschlag faszinieren konnte, findet in der anorganischen Chemie seinen Spaß. Und glaubt uns: die Knallgasprobe ist nichts im Gegensatz zur Herstellung des eigenen kleinen Feuerwerks ;D          Wem lange Wartezeiten nichts ausmachen, denen empfehlen wir die organische Chemie. Zwar haben wir nur 2 Stunden lang unseren Orangensaft gekocht, aber dafür roch man den gesamten Tag besonders gut nach Zitrusfrucht. Hergestellte Produkte durften natürlich auch mitgenommen werden. In der analytischen Chemie konnte man sein Wissen über Nachweisreaktionen auf die Probe stellen. Des weiteren durfte jeder von Zuhause aus eine Wasserprobe mitbringen, die dann auf ihre Wasserhärte untersucht wurde. Und wir können stolz sagen: Dresden hat mit Abstand das weicheste Wasser.
 

In der analytischen Chemie konnte man sein Wissen über Nachweisreaktionen auf die Probe stellen. Des weiteren durfte jeder von Zuhause aus eine Wasserprobe mitbringen, die dann auf ihre Wasserhärte untersucht wurde. Und wir können stolz sagen: Dresden hat mit Abstand das weicheste Wasser.
Neben dem Experimentieren gab es noch zahlreiche Highlights, wie zum Beispiel ein Gespräch mit den Freiberger Chemieabsolventen, einen gemeinsamen Grillabend, sowie einen Besuch im Lehr- und Forschungswerk „Reiche Zeche“. Da durfte man übrigens das Gold behalten, vorausgesetzt man konnte welches finden...
 

Das Beste allerdings waren die Bekanntschaften, die man schließen konnte. Die Menschen waren dort unheimlich nett und sympathisch. Am Nachmittag und am Abend hatte man viel Zeit, um die Stadt gemeinsam zu besichtigen. Freiberg hat einen sehr ruhigen Flair. 
"Wir hatten nie das Gefühl, dass wir dort waren um zu lernen. Viel mehr tat man dies unbewusst, während man gefühlt vier Tage lang in einem Feriencamp mit Chemikalien spielen durfte." 
Die Begeisterung für Chemie ist keineswegs Voraussetzung gewesen, viel mehr wird sie durch das Schülerkolleg geweckt oder zumindest verstärkt. 
Es war ein sehr schönes Erlebnis und auch eine großartige Erfahrung ohne Lehrer und Eltern unterwegs zu sein. Und es war eine tolle Möglichkeit das Studentenleben bisschen näher kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Und vielleicht werden ja auch nächstes mal 2 Schüler aus unserer Schule an dem Ereignis teilnehmen.
 

Bericht und Fotos: Ye Z. (Leistungskurs Chemie)