Pinnwand

Stifte recyceln – Müll vermeiden

Füller, Tintenroller, Kuli - Stifte aller Art sind fester Bestandteil unseres Schulalltags. Und sind die Patronen oder Mienen leer, entsteht leider auch jede Menge Müll. Warum also nicht recyceln?

Wir machen mit beim BiC Stifte – Recyclingprogramm.

Was kann recycelt werden?

Kugelschreiber, Gelroller, Marker, Filzstifte, Druckbleistifte, Korrekturmittel, Füllfederhalter und natürlich auch Füllerpatronen.

Wo wird gesammelt?

Die Sammelkisten findet ihr im Hauptgebäude links neben dem Lehrerzimmer und im Orientierungsstufenhaus neben der Bücherbox in der ersten Etage.

Was bringt das?

Eure alten Stifte werden zunächst zerkleinert, Tinte und andere Flüssigkeiten entfernt und dann eingeschmolzen, um Plastikkügelchen herzustellen, welche für die Produktion neuer Plastikprodukte verwendet werden können.

Für jede Einsendung, die mindestens als 20kg wiegt, bekommen wir TerraCycle-Punkte. 20 kg Schreibgeräte sind ungefähr 2000 TerraCycle-Punkte wert. 100 TerraCycle-Punkte haben einen Wert von 1 Euro und werden an eine gemeinnützige Organisation gespendet.

Engagiere dich und mach mit.

 

Lebensräume schaffen für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten

Nach aktuellen Studien des Krefelder Entomologischen Vereins sind mehr als 75% der Fluginsekten aus vielen Teilen Deutschlands verschwunden. Ein Drittel aller Insektenarten sind danach vom Aussterben bedroht. Die Ursachen für diesen Rückgang sind vielfältig. Neben Umweltbelastungen durch Pestizide und intensive Landwirtschaft in Monokulturen spielen dabei auch die Ausbreitung von Siedlungen und Städten und die damit einhergehende Verbauung von Landschaften eine wichtige Rolle. Auch unser Schulgelände ist von dieser zunehmenden Verbauung nicht ausgenommen, viele Bereiche im Schulgelände sind  zweckmäßig betoniert, denn immerhin gehen hier täglich mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler ein und aus.

Um diese faszinierenden Lebewesen zu schützen, gilt es also Lebensraum für die kleinen Krabbler zu schaffen – dass so etwas auch auf einem Schulgelände möglich ist, zeigen die nachfolgenden Beispiele:

Auch unseren Schulhof ziert der klassische Rasen – raspelkurzes Gras und kaum Blütenpflanzen. Das ist zwar toll zum Fußball spielen, bietet aber keinen Raum für Artenvielfalt. Daher wurde ein Teil dieser „grünen Wüste“ 2018 in eine Schmetterlingswiese mit Futterpflanzen für Raupen und Insekten umgewandelt. Im Sommer kann man nun in der Pause Schmetterlinge bei der Nahrungssuche von Blüte zu Blüte schweben sehen.

Auf unserer Dachterrasse gibt es ein grünes Klassenzimmer, dass bisher seinen Namen leider nicht gerecht wurde. Die Blumenkästen sind zwar bepflanzt,  bieten aber kaum pollen- und nektarreiche Blüten.

Unsere Dachterrasse 2020 - bisher noch wenig grün.

Die Kästen wurden jetzt im Herbst 2020 mit mehreren Setzlingen von  Wildem Wein und Waldrebe bepflanzt. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Obi-Markt Weißig für die Pflanzenspende bedanken. Die Pflanzen sollen nun hoch ranken und ein üppiges Blätterdach bilden, welches in Zukunft zahlreiche Versteck- und Brutmöglichkeiten bietet. Gleichzeitig stellen die zwar unscheinbaren aber reichlichen Blüten ein reiches Nahrungsangebot für viele Insektenarten dar. Verschiedene Vögel können im Winter von den Beeren naschen.

Auch in Zukunft möchten wir weitere Teile des Schulhofes zu einem Lebensraum für Insekten umgestalten und uns so für den Schutz und Erhalt der Artenvielfalt einsetzen – das Klimaschulteam arbeitet derzeit schon an neuen Ideen.

Stadtradeln 2020

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 11 beschäftigen sich in einem Seminar mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels:

Ein Artikel von Leonora Simmgen:

Ich schütze das Klima, indem ich kein Auto fahre. Und nicht mit dem Flugzeug fliege. Und mich möglichst vegetarisch ernähre. Und… Moment, warum eigentlich vegetarisch? Was hat Fleischkonsum mit dem Klimawandel zu tun? Und warum sollte man weniger Plastik verwenden?

All das und noch vieles mehr erklärt Kerstin Richter in ihrer liebevoll vorbereiteten Präsentation. Passend zu unserem aktuellen Thema der Ökosysteme in Biologie berichtet die Referentin über die Ursachen und Folgen des globalen Klimawandels, wobei sie sich besonders auf die Auswirkungen in unserer Region bezieht. Das umfangreiche Infomaterial zuzüglich eines selbstgestalteten Flyers, auf dem u.a. Links zu Webseiten als Vorschläge zum tiefgründigeren Informieren abgebildet sind, lässt einen das Thema nicht direkt wieder vergessen, sondern regt zu weiterem Nachdenken an. Durch die anschauliche, mit teilweise selbstgemachten Bildern und Fotos sowie verschiedenen Grafiken gespickte PowerPoint-Präsentation ist es ganz leicht, dem Vortrag zu folgen. Das wird durch das mitgebrachte Anschauungsmaterial noch unterstützt, zu dem unter anderem ein Reagenzglas mit Borkenkäfern und ein von selbigen zerfressenes Stück Baumrinde zählt. Obwohl nach der mit einleuchtenden Fakten belegten Einleitung alles ausreichend erklärt worden ist, besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen. So werden die Schüler mit einbezogen und es bleiben keine ungeklärten Fragen.

U.a. erklärt Fr. Richter, dass der Klimawandel vorrangig durch die gesteigerte Abgabe von Treibhausgasen in die Erdatmosphäre hervorgerufen wird. Als Folge dessen erwärmt sich das Klima, wodurch es zu Veränderungen in Flora und Fauna kommt. Das zeigt sich z.B. in dem Aussterben bestimmter Tierarten wie z.B. dem Eisbären, da sein Lebensraum dadurch beschnitten wird, und in der Veränderung der Vegetation. So leidet in Deutschland z.B. die gemeine Fichte stark unter der Erderwärmung, da sich dadurch die Wetterlage ändert und eine starke Dürre herrscht. In unserer Umgebung kann man daher auch Ernteausfälle und Austrocknung von Teichen beobachten. Die bewusste und nachhaltige Lebensweise des Einzelnen gilt als Hoffnungsträger, der den Klimawandel aufhalten soll. Dazu zählt u.a. die Nutzung grüner Stromanbieter, Müllvermeidung, das Kaufen von Second-Hand-Klamotten und eben auch die Umstellung auf eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise, da bei diesen weniger tierische Produkte konsumiert werden, was sowohl den Wasserverbrauch, als auch den Ausstoß von Treibhausgasen reduziert, da letztere z.B. in der Massentierhaltung in unfassbaren Mengen produziert werden.

Durch Fr. Richters klare Ausdrucksform und der Tatsache, dass man ihr wirklich anmerkt, wie wichtig ihr das Thema ist, wird man in ihre Ausführungen mitgerissen. Da sind dann kurzzeitige Probleme mit der Technik bzw. anfängliche Verzögerung nicht mehr ausschlaggebend. Klimaschutz heißt großflächig denken, nachhaltig leben, Natur erhalten und vor allem: Mitdenken. Das wird nach dem vielschichtig vorbereiteten Vortrag mehr als klar.

 

 

Ein Artikel von Hauke Vorberger:

Sachsen im Klimawandel

Borkenkäfer, geringe Erträge auf Obstplantagen und die niedrigen Wasserstände unserer Flüsse sind alles Probleme, von welchen wir in den letzten Jahren vor allem in den Medien und mit Glück auch mal im Unterricht gehört haben. „Davon hören“ werden wir auch wieder dieses Jahr, wahrscheinlich auch nächstes und übernächstes. Und wenn diese Probleme dann wieder durch die Nachrichten wandern, sollte man ihren Zusammenhang eben doch verstehen und nicht bloß davon hören. Was geht da nun jedes Jahr vor sich? Es sind natürlich Dürren, die dafür sorgen, dass sich der Borkenkäfer über die ausgetrockneten Fichten hermacht, dass Bäume ihre unreifen Früchte zwecks Wassereinsparung abwerfen und dass unsere Flüsse immer weniger Wasser führen. Seinen Ursprung findet das Ganze im globalen Klimawandel. Und diese Beispiele zeigen, dass dieser eben nicht nur weitentfernt in der Arktis oder an den Küsten Panamas zu spüren ist, sondern auch hier bei uns. Was der Klimawandel alles vor unserer eigenen Haustür anrichtet, brachte uns Frau Richter vom „Haus der Kongresse für Umwelt-Bau-Verkehr Dresden e.V.“ in interessanten 75 Minuten näher. Der Vortrag stellt durch seine sensibilisierende Wirkung ein herausragendes Projekt für unsere Schule dar. Um zu begreifen, wie der Klimawandel uns alle, auch hier in Sachsen, beeinflusst und was jeder Einzelne dagegen tun kann, sollte der Vortrag gerade an unserer Klimaschule von allen gehört werden.