Ethik/ Religion

Für diese Seite zeichnet verantwortlich C. Seifert. Letzte Aktualisierung am 22.07.2021

Ethik und Evangelische Religion stellen sich vor

Das Fach Ethik

 

„Es ist nicht genug zu wissen - man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen - man muss auch tun.“   

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

Mit diesem Zitat fordert uns der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe dazu auf unser Wissen zu nutzen und in Taten umzusetzen, es nicht nur bei einem Wollen zu belassen. Wissen auf der einen Seite, danach Handeln auf der anderen. Doch woran kann ich mich orientieren in einer immer komplexeren Welt, die sich durch zunehmende Technologisierung und Globalisierung rasch verändert? In einer Welt, in der es zunehmend mehr Meinungen, Ansichten und Möglichkeiten zur Lebensgestaltung gibt?

In dem Zusammenhang bekommt das Unterrichtsfach Ethik stetig mehr Wichtigkeit.  Schülerinnen und Schüler sollen für diesen Wertepluralismus sensibilisiert werden, sie setzen sich mit Wertekonflikten und ethischen Problemen auseinander. Somit spielt neben der Vermittlung von Wissen, vor allem die Diskussion von Werten, philosophischen Fragestellungen, religiösen Ansätzen und verschiedener Weltanschauungen eine große Rolle. Ziel ist es die Schüler zu einer begründeten Urteilsbildung und daraus resultierend verantwortlichem Handeln zu befähigen. 

Bereits der bekannte deutsche Philosoph Immanuel Kant brachte das Wesen der Philosophie mittels folgender vier Fragen auf den Punkt:

  1. Was ist der Mensch?
  2. Was soll ich tun?
  3. Was darf ich hoffen?
  4. Was kann ich wissen?

Dies sind nicht zuletzt die Fragen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 12 im Ethikunterricht  anhand der verschiedenen Lernbereiche auseinandersetzen.

 

Das Fach Evangelische Religion

 

„Religion ist im weitesten und tiefsten Sinne das, was uns unbedingt angeht.“

(Paul Tillich (1886–1965), evangelischer Theologe und Religionsphilosoph)

 

In einer immer komplexer werdenden Welt, die durch Phänomene wie Individualisierung, Globalisierung, Klimakrise und pandemische Herausforderungen geprägt ist, möchte das Fach Evangelische Religion den Schülerinnen und Schülern helfen, Lebensorientierung zu geben und sich in den verschiedenen Weltdeutungen zurechtzufinden.

Der Religionsunterricht nimmt die Situation der Schülerinnen und  Schüler mit ihren Wünschen und Ängsten auf dem Weg der Sinnsuche auf und begleitet sie bis ins Erwachsenenleben.

Dabei spielen die Auseinandersetzung mit zentralen Inhalten des christlichen Glaubens evangelischer Ausprägung und der Bezug zur Welt als Ganzer eine wichtige Rolle.

Im Blick auf die Zukunftsaufgaben sind soziale Verantwortung, Gemeinsinn und Verständigungsfähigkeit von zentraler Bedeutung. In dieser Hinsicht unterstützt das Kennenlernen der großen Weltreligionen religiösen Dialog und Toleranzfähigkeit.

Die  eigene Urteilsbildung macht bei der Behandlung der Unterrichtsthemen einen wichtigen Teil im Fach Evangelische Religion aus und leistet damit einen bedeutsamen gesellschaftlichen Beitrag im Blick auf Werteerziehung und Demokratiebildung.

Daneben werden die Schülerinnen und Schüler im Verständnis der Welt als Gottes Schöpfung angeregt, die Notwendigkeit nachhaltigen Handelns zu erkennen.

Im Religionsunterricht begleiten folgende vier Lernbereiche die Schülerinnen und Schüler von Klasse 5-12:

  1. Formen des Religiösen
  2. Reden von Gott und Jesus Christus
  3. Der Mensch und sein Handeln
  4. Kirche in der Zeit

In der Oberstufe werden diese Lernbereiche in komplexer und vertiefter Form weitergeführt und das eigenständige wissenschaftspropädeutische Arbeiten gefördert.