Geschichte

Unser Steinzeitprojekt – ein Erlebnisbericht der Schüler aus Klasse 5

homo sapiens sapiens oder homo neandertalensis?
beim Behauen von Feuerstein
Herstellung von Bandkeramik
das Mammut an der Höhlen(Keller)wand

Das Steinzeitprojekt im Keller des Gymnasiums Dresden- Cotta half uns allen, in die frühere Welt einzutauchen und zu sehen, wie die Menschen damals gelebt haben.

Stationen waren: Kochen, Höhlenmalerei, Schmuckherstellung, Feuersteinschlagen und Töpfern.

Beim Kochen haben wir aus kleinen Apfelstücken, Nüssen, Honig und Rosinen Hirsebrei hergestellt. Einigen schmeckte dieser sehr gut, andere fanden ihn einfach nur eklig.

Höhlenmalerei hat sehr viel Spaß gemacht. Mit zermahlenen Pigmenten ging es dann an die „Sauerei“. Nachdem das Farbpulver mit ein wenig Wasser vermischt wurde, konnte man damit wunderbar auf Papier malen. Am Ende sind wunderschöne Gemälde entstanden.

Die Schmuckherstellung war ganz schön anstrengend. Mit einem Holzbohrer mussten wir in einen kleinen Speckstein ein Loch bohren, was am Anfang ganz schön schwierig war. Aber je tiefer das Loch wurde, um so einfacher ging es. Durch das Loch wurde später ein Band gefädelt, so dass man den Stein dann als Kettenanhänger tragen konnte.

Beim Feuersteinschlagen ging es ganz schön zur Sache. Mit einer Schutzbrille, Handschuhen und einem Schlagstein  wurde dann so doll es ging auf einen Feuerstein geschlagen und gehämmert. Den so gewonnenen Abschlag durfte sich dann jeder zur Erinnerung an diesen tollen Tag mit nach Hause nehmen.

Beim Töpfern wurden die Hände ganz schön klebrig. Mit Ton und Wasser wurden Teller, Tassen und auch Kannen hergestellt. Mit kleinen Verzierungen wurden die entstandenen Kunstwerke noch verschönert.

Es war ein interessantes Projekt, bei dem wir auf spielerische Art und Weise nacherleben konnten, wie die Menschen damals lebten und auch, wie anstrengend der damalige Alltag war.

Von uns Schülern noch ein dickes Danke an die Eltern und Lehrer, die das alles organisiert haben, um uns so eine Freude zu machen. DANKE. 

Die Klasse 6e war auf die Burg des Herzogs von Franken geladen. Kämmerer, Ritter, Knappen und Musikanten berichten von dem rauschenden Fest:

Kämmerer David:

Wir trafen uns 7.30 Uhr. Der eigentliche Beginn war 9.00 Uhr. Jedoch mussten wir noch einiges vorbereiten. Die Jungfern, Knappen und Pagen kochten eine Suppe und dekorierten den Saal. Währenddessen durften die Gaukler und Musiker noch eine Weile üben. 9.00 Uhr wurde es dann endlich feierlich. Die Kämmerer, Hannah und David, kündigten alle Edelleute inklusive Adelige an. Als alle am Tisch saßen und das Gesinde in der Küche alles vorbereitete, hielt der Burgherr Laurentius von Franken eine Begrüßungsrede. Danach kosteten Mundschenk (Anne) und Truchsess (Lisbeth) alles vor. Kurz bevor wir aßen, stand das Waschen der Hände an. 2 Jungfern kamen mit einer Schüssel und einem Wasserkrug. Der Mönch (Luis) sagte vor dem Essen noch ein Gebet. Während der gesamten Aktionen spielten Brit und Nele mit ihren Querflöten einige Lieder.  Es war sehr angenehm. Dann begannen wir mit dem Essen. In dieser Zeit trugen die Gaukler ein Spiel vor. Wir amüsierten uns alle sehr. Die Speisen waren sehr lecker. Die Pagen, Knappen und Jungfern hatten gute Arbeit geleistet. Nach dem Essen trug Baron Timbert von Dreistein einen Minnesang vor. Darauf folgten die Gaukler. Wir konnten alle viel lachen. Knappe Joachim wurde von Laurentius von Gauda zum Ritter geschlagen. Somit war er nun ein Edelmann und erhielt den Namen: Joachim von Gaudasson.                                                  

Zu dem Fest hatte der Burgherr auch zwei Gesandte von Sultan Saladin eingeladen.  Diese berichteten viel Interessantes. Sie überreichten uns einen Friedensvertrag und erklärten das Schachspiel.   Die Musikanten "Die fantastischen Zwei" beglückten uns mit vielen musikalischen Beiträgen. Daraufhin sangen Elisa und Tanja von Schinkhorn „Leise zieht durch mein Gemüt“. Wegen des Gesanges stritten sich dann die jungen Edelleute Leon und Erik, ob nun die Melodie gut oder schlecht war. Zum Schluss trugen die Gaukler noch einmal das Spiel Blindekuh auf ihre Art und Weise vor. Es bereitete noch einmal viel Spaß.

Alle hatten viel zu lachen und der versammelten Gemeinde hat es gut gefallen, wie die folgenden Aufzeichnungen der Beteiligten am Feste beweisen:

Ritter Laurentius von Gauda: 

Der Tag, an dem das Mittelalterfest stattfinden sollte, begann damit, dass wir erst mal alles einrichten sollten z.B. Stroh und Kräuter verstreuen oder Tische aufstellen. Dann hatten wir alle Zeit unsere Rollenspiele vorzubereiten. Ich als Ritter musste den Ritterschlag üben zusammen mit Joachim (als Knappe, der zum Ritter geschlagen wird), Luis (Der Priester, der für Gottes Segen sorgt.) und Leon und Erik (Die Wächter waren). Wir übten es drei Mal durch, bis wir es sicher konnten. Während dessen wurde in der Küche das Essen schon vorbereitet. Als das Essen fertig war, ging es los. Alle Edelleute standen vor dem Essenssaal und warteten bis sie von den Kämmerern reingerufen werden. Und dann ging es los. Als erstes wurden die Veranstalter reingerufen. Der Burgherr (Herr Franke) und seine Gattin (Frau Loitzsch). Ich, Ritter Laurenz von Gauda, kam als vorletzter in den Raum. Als alle an ihren Plätzen saßen, gab es endlich Essen. Mein derzeitiger Knappe Joachim brachte mir mein Getränk und Suppe. Dann waren die Gaukler dran und spielten mit uns Blinde Kuh. Dann kam unser lang geübter Ritterschlag dran, doch es gab ein Problem für mich: Wenn Joachim kein Knappe mehr ist, wer bringt mir dann mein Essen?

 

Knappe Joachim von Gaudasson: Der Ritterschlag

Heute findet ein Fest auf unserer Burg statt. Ich muss die Edelleute bedienen. Als erstes wurden die Edelleute von den Kämmerern begrüßt. Ich hatte sofort den Auftrag den Edelleuten zu trinken zu bringen. In der Küche gab es alle Hände voll zu tun. Jetzt bereiteten wir die Suppe für die Edelleute zu. Nach langer Zeit war die Suppe fertig und wir servierten den Edelleuten die Suppe, sie schmeckte ihnen gut. Im Anschluss verlangten die Edelleute nach der Hauptspeise. In der Küche lief alles nach Plan und somit konnten die Hähnchenkeulen schnell serviert werden. Auch die Hauptspeise schmeckte den Gästen hervorragend. Sie wollten immer einen vollen Becher haben. Die Edelleute sprachen mich an mit: „Würde er mir noch etwas Wein einschenken“. Aber jetzt musste ich zu meinem Herrn denn ich wurde zum Ritter geschlagen. Mein Herr Laurenz von Gauda bereitete mich für die Zeremonie vor. Als die Musik lief, ging ich mit dem Schwert meines Herrn und er in die Kirche. Alle Leute schauten nur auf mich. Der Priester betete mit der Gemeinde das Vaterunser. Nach dem Gebet sagte er mit lauter Stimme, dass der Knappe Joachim von Gaudasson heute zum Ritter geschlagen wird. Mein Herr legte mir sein kaltes Schwert auf meinen Nacken. Nun musste ich meine Schwüre leisten. Jetzt war ich ein Ritter und durfte mich an die herzogliche Tafel setzten.

Musikanten: Tanja von Schinkhorn und Cornelia von Meta 

Guten Tag werte Damen und Herren!

Wir sind die Musiker. Beim Fest sangen wir Lieder wie „Leise zieht durch mein Gemüt“ oder „Hatikva“, wenn die Adligen und Edelleute es wünschten. Zu unserer Überraschung bekamen wir auch ein Mahl aufgetischt. Zum Teil wurden wir von den Edelleuten mit Brot beworfen. Es war kaum zu glauben, dass die Edelleute uns überhaupt bemerkt hatten, denn sie hörten uns nicht immer zu, wenn wir spielten. Deshalb waren wir nicht so aufgeregt. In der Zeit, wo wir frei hatten, ließen wir uns vom lieblichen Duft der Kräuter im Raum verzaubern. Außerdem wurde ein Knappe zum Ritter geschlagen. Dazu spielten wir ein Lied, das die Spannung noch verstärkte. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag. Dieses schrieben Tanja von Schinkhorn und Cornelia von Meta nieder.

 

Am 24. November hatten einige Schüler unseres Gymnasiums die Ehre mit Hardy Krüger, einem
berühmten deutschen Filmschauspieler und Schriftsteller, zu sprechen.
Zunächst erzählte er uns von seinen Erlebnissen zur Zeit der NS-Diktatur. Er selbst wuchs unter Eltern auf, die vom Regime überzeugt waren und wurde erst in seiner Jugend durch Hans Söhnker und Albert Florath, welche er in den UFA-Studios in Babelsberg kennenlernte, über die Lügen des Regimes aufgeklärt, wobei ihm eigentlich verbotene Filme von jüdischen Produzenten gezeigt worden waren, welche er für nicht schlecht
gemacht hielt und worauf er schlussfolgerte, dass die Nationalsozialisten unrecht hatten.
Er unterstützte auch die Flucht von Juden aus Deutschland in die Schweiz. Dabei nutzte er seine Stellung als Hitlerjunge, um unkontrolliert als Bote reisen zu können.
Im Anschluss erzählte er uns von seinen Ängsten, dass Deutschland durch Organisationen wie PEGIDA erneut auf die "rechte Schiene" geraten könne. Dabei betonte er immer wieder, dass seine Erlebnisse über das NS-Regime zum Nachdenken anregen sollen und es wichtig sei über die Gräueltaten des NS-Regimes zu reden.
Ich fand seine Taten bewundernswert und die sich anschließende, kontroverse Diskussion interessant.

Sebastian Stolp


Sebastian Stolp, Klasse 10d

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24.06.2015

Zeitzeugengespräch mit Dresdner Juden

Der gebürtige Dresdner Jude Ralph Samuel erzählte am 24. Juni 2015 Schülern der 10. und 11. Klassen von seinem ereignisreichen Leben. Geboren 1931, verbrachte er seine Kindheit in Dresden. Er wohnte im Stadtteil Plauen (Regensburger Straße) und in der Nähe des Großen Gartens (Henzestraße), wo sich heute auch Stolpersteine von ermordeten Familienangehörigen befinden. Viele Erinnerungen an seine Zeit in Dresden hat er nicht mehr. Im Jahr 1939 wurde er mit gerade einmal siebeneinhalb Jahren, allein, wie 10000 weiter jüdische Kinder, nach England gebracht, um der Judenverfolgung zu entkommen.  Es war reines Glück, wie der heute 83-Jährige immer wieder betonte, dass er in London von Familie Epstein aufgenommen wurde und somit überlebte. Während Ralph Samuel seine Geschichte, unterstützt mit zahlreichen Bildern, vortrug, herrschte absolute Stille in dem Raum. Jeder folgte gespannt seiner Biografie – die er sogar auf Deutsch erzählte. Denn angekommen  in London lernte er binnen weniger Monate die englische Sprache. Als seine Mutter dank einer Anstellung bei Familie Epstein als Dienstmädchen nachkommen konnte, redete er  ausschließlich Englisch. Viele kleine, berührende Details aus Ralph Samuels Leben machten das Zeitzeugengespräch unvergesslich. Zum Beispiel erzählte er auf Nachfrage von jenem Tag, als seine Mutter ihm einen Brief vorlas, in dem geschrieben stand, dass sein Vater in Auschwitz ermordet wurde. „Ich durfte nicht weinen…“, sagte er ohne dabei das Gesicht zu verziehen. Dass Herr Samuel ein starker Mann ist, daran zweifelte nach den 90 Minuten keiner mehr in dem Raum. Heute lebt er in Oakland, Kalifornien. Schon mit 27 Jahren war er nach Amerika ausgewandert, kehrte erst ab 1992 einige Male nach Deutschland und seit 2007 regelmäßig nach Dresden zurück. Seine Vergangenheit kann er hier am besten aufarbeiten und mittlerweile fühlt er sich auch in Dresden sehr wohl. Sehr wichtig ist es ihm, den Nachfolgegenerationen von dem Geschehenen zu erzählen. Das macht er sowohl in den USA sowie in Deutschland. Es ist seine eigene Art „die Klappe nicht zu halten“ und von seinem Leben zu erzählen. Sich mit  Schicksalen der Nazizeit mittels Zeitzeugen auseinander zu setzen, wird in naher Zukunft kaum noch möglich sein. Umso schöner war es, dass wir die Gelegenheit hatten, Ralph Samuel zuzuhören und ihm in Ruhe jegliche Fragen stellen konnten. 

Pauline Müller, Grundkurs Geschichte 11

01.12.2014

Zeitreise in die Steinzeit

Geschichte einmal praktisch erleben konnten die Kinder der 5. Klassen in der Woche vom 1. bis 5. Dezember 2014. Mit Hilfe nachgebauter steinzeitlicher Werkzeuge und Materialien, die uns das "Museum unterwegs Meißen e.V." zur Verfügung stellte, konnten die Schüler typische Verrichtungen der Steinzeitmenschen ausprobieren. So wurden Feuersteinabschläge hergestellt, mit denen man Leder schneiden konnte, mit Bohrern aus Holz wurden Specksteinscheiben zu Schmuck verarbeitet, Farben wurden aus Naturmaterial gewonnen und Höhlenmalereien gestaltet. Auch wenn es sehr mühselig war, aus Getreidekörnern mittels Mahlsteinen Mehl herzustellen, die selbstgebackenen Fladenbrote schmeckten dann um so besser. Und auch beim Töpfern fanden sich einige kleine Meister, die die Bandkeramik der Vorzeit wieder lebendig werden ließen. 

Am Ende des Steinzeittages wussten alle: Auch wenn die Ur-Menschen sehr einfach lebten, so waren sie doch äußerst geschickt und erfindungsreich beim Bewältigen des oft sehr anstrengenden Alltags. 

Besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch noch mal den Eltern bzw. Großeltern sowie Frau Wolff, die uns bei dieser „Zeitreise“ unterstützten. 

L. Franke