Freiburg 2017

02.11.2017

Ein Ausflug in die Universitätsstadt Freiburg

Am Morgen des 25. September 2017 verließen 33 naturwissenschaftlich-interessierte Schüler mit Frau Reiche, Frau Weiser und Herrn Gräfe Dresden und begaben sich somit auf die Studienfahrt nach Freiburg. Dort sollten sie in einer großen, geräumigen und komfortablen Jugendherberge unterkommen. Dazu muss auf jeden Fall gesagt werden, dass das Essen erstaunlich gut war, wesentlich besser als man vorher dachte.

Am Dienstagmorgen sollte es nun das erste Mal wirklich in das Zentrum von Freiburg gehen, denn in der Freiburger Albrechts-Ludwigs-Universität gab es interessante Vorträge über die Universität selbst, studienorientierende Maßnahmen und makromolekulare Chemie zu hören. Auch die Besichtigung verschiedener Labore, eigenhändige Herstellung von Nylonfaden und die Vorführung eines 3D-Druckers wurden ihnen nicht vorenthalten. Und welcher Schüler kann schon behaupten, einen 3D-Druck live erlebt zu haben? Nun, die 33 Teilnehmer der Studienfahrt allemal. Außerdem gab es Röntgenaufnahmen in höchster Auflösung und einige interessante Dinge über Kunststoffe und Werkstoffeigenschaften zu entdecken.

Nach einer kurzen freien Zeit zur eigenständigen Stadterkundung begaben wir uns auf eine ökologische Führung durch Freiburg und den Schwarzwald. Auf den Dächern des Freiburger Fußballstadions, welches wir in diesem Rahmen besichtigten, waren einige Solaranlagen angebracht, was ihm den Ruf eines „grünen Stadions“ einbrachte. Die Besichtigung einer der vielen Windkraftwerke des Schwarzwalds konnte leider nicht zu den Highlights der Woche gezählt werden.

Doch der Besuch des Swiss Science Center in der Schweiz, auch bekannt unter dem Namen Technorama, wurde ein voller Erfolg. In einem riesigen Museumsgebäude, in dem wir eine Masse an naturwissenschaftlichen Experimenten anschaulich dargestellt vorfanden, hatten wir die Chance uns mehrere Stunden lang frei zu bewegen und so viel wie möglich auszuprobieren. Auch von den Mitarbeitern hervorragend präsentierte Vorstellungen über beispielsweise Blitz oder verschiedene Gase waren ein Höhepunkt unserer Woche in Freiburg. Vergleichen kann man das Swiss Science Center mit der Technischen Sammlung in Dresden, wobei das Technorama diese in Größe und Vielfalt um Längen überragt.

Am Donnerstag konnten wir erst mal so richtig die Schönheit der Freiburger Region entdecken. Der Name einer Pflanze, die, obwohl sehr bedroht, noch dort ansässig ist, brachte uns alle zum schmunzeln. Stachelsporiges Brachsenkraut, ein Name der sich garantiert jedem sofort in das Gedächtnis brennt… Doch auch sonst war die Wanderung landschaftlich ein echter Zugewinn.

Am Nachmittag war es dann soweit: bei der örtlichen Winzereigenossenschaft Bischoffingen am Kaiserstuhl erhielten wir eine Führung über die Weinberge, nach welcher eine Hand voll wundervoller Weintrauben weniger an den Weinstocken hingen, sowie einen Einblick in die Kelterei, in der man uns den süßen Geschmack des Mosts erleben ließ.

Der Abreisetag, Freitag, war noch mit einem Zwischenstopp in dem höchst interessanten Museumsbergwerk des Berges Schauinsland versehen, das uns zeigen sollte, wie die Arbeitsbedingungen in einem Bergwerk vor noch gar nicht allzu langer Zeit waren. Nach einer Menge an ungeplanten Staus und einem Busfahrerwechsel erreichten wir schließlich spät abends Dresden.

Ich denke, wir alle können sagen, dass die Studienfahrt sehr gelungen war, weil wir nicht nur viel gelernt, sondern uns auch untereinander besser kennengelernt haben.

Ein großer Dank geht an Frau Weiser, Frau Reiche und Herrn Gräfe, die all das möglich gemacht haben.

Leonore Brumm, Nehemia Schöne