Konzeption

 

1. Vorwort

 

Kinder sind die Zukunft unseres Landes. Deshalb sind alle Bereiche, die Kinder betreffen, von besonderer Bedeutung. Gute Kinderbetreuungseinrichtungen sind für die soziale Prägung der Kinder entscheidend. Eine kindgerechte Umwelt ist Voraussetzung für eine positive Entwicklung.

Mit unserem Konzept wollen wir der Öffentlichkeit unsere Arbeit vorstellen. Im Vordergrund steht die Entwicklung der uns anvertrauten Kinder. Sie sollen in den Alltagssituationen lernen, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen besser bewältigen zu können. Kinder brauchen vor allem Zeit zum Spielen, Zeit für sich, Zeit, die sie sich selbst einteilen können. Wir wollen, dass die Kinder, Mitarbeiter und Eltern unseren Hort als Ort zum Wohl- und sich Geborgenfühlen erleben.

 

2. Auftrag des Hortes

 

Grundlage für die Umsetzung und Gestaltung des Bildungs-und Erziehungsauftrages sind das Sozialgesetzbuch (KJHG), der Sächsische Bildungsplan und das Leitbild unseres Trägers, der Stadtverwaltung Bautzen. Der Sächsische Bildungsplan ist für uns eine wichtige thematisch-methodische Orientierungshilfe. Wir sehen das Kind als Akteur seiner eigenen Entwicklung im sozialen Miteinander. Der Hort ergänzt und unterstützt als sozialpädagogische Einrichtung die Erziehung der Kinder in der Familie durch eine alters- und entwicklungsgemäße Förderung, dieses umfasst die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder.

Der Hort ist eine Stätte für Spaß und Spiel, Ruhe und Geborgenheit, bietet aber auch die Möglichkeit zum Vertiefen und Wiederholen des in der Schule Gelernten.

 

3. Vorstellung unserer Einrichtung

 

3.1 Geschichte der Einrichtung

Unser Hort befindet sich im Schulgebäude der Dr.-Gregor-Mättig-Grundschule.

Grundsteinlegung für unser Schulgebäude war am 04.Juni 1908. Die feierliche Einweihung der Schule erfolgte am 22. September 1909.Zunächst hieß die als Bürgerschule gebaute Einrichtung „Domschule“. Später wurde sie schlicht und einfach „Ostschule“ genannt, weil die Schüler aus dem Ostteil der Stadt kamen.

Vor dem Kriegsende wurde in der Schule ein Lazarett eingerichtet. Nach 1945

lief der Schulbetrieb wieder an.1958 wurde die Ostschule zur Tagesheimschule

in Bautzen umorganisiert.

Am 12.Oktober 1974 verlieh der damalige Bürgermeister der Stadt Bautzen der Schule den Namen „Wilhelm Pieck“.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Schule zu einer angesehenen Bildungseinrichtung.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und der Umgestaltung des Sächsischen Bildungswesens wurde aus der Polytechnischen Oberschule, der Einheitsschule, das gegliederte Schulsystem.

Es entstand am 1.August die 3.Grundschule/Ostschule.

Anlässlich des 90-jährigen Schuljubiläums wurde unserer Schule der Name

                                      „Dr.-Gregor-Mättig

verliehen.

Im September 2009 feierte unsere Schule ihr 100-jähriges Bestehen.   

 

3.2. Rahmenbedingungen

Unsere Schule ist eine zweizügige Grundschule und liegt im so genannten Villenviertel der Stadt Bautzen. In unserer Nähe befinden sich das Gericht,

die Berufsschule für Ernährung, ein Altenheim und der Busbahnhof.

Träger unserer Einrichtung ist die Stadtverwaltung Bautzen.

 

Unsere Anschrift:           Hort der Dr.-G.-Mättig-Grundschule 

                                         Mättig-Str. 29

                                         02625 Bautzen

                                         Tel.: 03591/5347280

                                         hortmaettig-gs@bautzen.de

 

 

Aufnahmekriterien

Die Aufnahmebedingungen regelt die Satzung der Stadt Bautzen für Kindertagesstätten. Im Aufnahmegespräch werden die Eltern über deren

Inhalt informiert und erhalten gleichzeitig ein Exemplar.

 

Aufnahmekapazität

Unser Hort bietet Platz für 180 Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren.

 

Öffnungszeiten

Wir öffnen täglich von 6.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

 

Personelle Besetzung

1 Leiterin

11 staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher

Alle Erzieher/innen absolvierten erfolgreich das „Curriculum zur Umsetzung des Bildungsplanes in Kindereinrichtungen im Freistaat Sachsen“.

 

Räumliche Gegebenheiten

4 Gruppenräume im Erdgeschoss

4 Gruppenräume gleichzeitig Klassenzimmer

1 Kinder- und Teeküche

1 Erzieherzimmer

1 Leiterzimmer

2  kleine Speiseräume

Turnhalle zur Mitnutzung

Aula zur Nutzung als Ruheraum

 

Außengelände

Unser Außengelände besteht aus einem großen Hartplatz für Bewegungsspiele, einem Spielplatz mit Holzklettergerüst und einer Sandgrube mit Weitsprunganlage. Gern nutzen wir den in unserer Nähe liegenden Spielplatz. Unser Außengelände wurde bei der Schulsanierung von einer Bau- und Gartenfirma gestaltet. Die neu angelegte Freifläche wurde von unseren Kindern gut angenommen.

 

Mittagsverpflegung

 Jedes Kind hat die Möglichkeit eine warme Hauptmahlzeit einzunehmen, welche durch eine Firma geliefert wird. Zu den Zielen unserer Schulspeisung gehört es, zu einer vollwertigen und ausgewogenen Nahrungsversorgung beizutragen.

 

Unser Tagesablauf

 6.00 Uhr  -   7.15 Uhr              Frühhort 

7.15  Uhr –  8.15 Uhr               nach Bedarf 1. Stunde Betreuung bei 

                                                   Freistunde

nach dem Unterricht                gemeinsames Mittagessen                      

                                                   Erholung und Spiel 

13.00 Uhr – 14.00 Uhr             Mittagsruhe in Klasse 1

14.00 Uhr – 15.00 Uhr             Hausaufgabenzeit, Vesper für Klasse 1 und 2

13.45 Uhr – 15.00 Uhr             Hausaufgabenzeit, Vesper für Klasse 3 und 4

14.30 Uhr  - 16.00 Uhr              GTA – Angebote, Montag bis Donnerstag

15.00 Uhr – 16.00 Uhr              Freizeit, Zeit für Angebote, Spiel,     Gruppenvorhaben

16.00 Uhr – 17.00 Uhr             Späthort

 

4. Leitziel 

Das Kind ist für uns Erzieherinnen Mittelpunkt und gleichwertiger Partner der pädagogischen Arbeit. Mit Geduld, Ausdauer, Wärme und Freundlichkeit gestalten wir den Hortalltag bunt und reichhaltig, schaffen Phasen der Anspannung - Entspannung. Wir leiten die Kinder zur sinnvollen und abwechslungsreichen Freizeitgestaltung an, indem Wünsche und Bedürfnisse der Kinder in die Gestaltung unserer Nachmittage und Ferienaktivitäten einfließen. Kinder finden Freiräume um zu konstruieren, experimentieren, ihre Phantasie ausleben, kreativ und kommunikativ zu sein, aber auch Unterstützung bei schulischen Anforderungen.

 

4.1. Was bedeutet das für uns Erzieherinnen?!

 Akzeptanz der Bedürfnisse der Kinder

  • Partner, Begleiter und Vorbild sein
  • neue Möglichkeiten der Bildung schaffen, anregen
  • Planung und Dokumentation der Arbeit
  • Quast ( Qualität unserer Arbeit )
  • Durchführung von Fachgesprächen und Erfahrungsaustausch

 

4.2. Was bedeutet das für unsere Kinder?!

  • Wechsel von Anspannung und Entspannung
  • Ausleben ihrer Individualität
  • Regeln aufstellen und einhalten
  • Mitspracherecht bei Gestaltung der Hortnachmittage
  • die Kinder werden in die Organisation von Festen und Feiern einbezogen
  • Konflikte mit Kindern und Erwachsenen angemessen austragen und  verschiedene Lösungsstrategien entwickeln
  • erforschen und auseinandersetzen mit ihrer Umwelt
  • eigene Bedürfnisse erkennen und mitteilen
  • Freundschaften schließen und pflegen
  • eigene Grenzen erkennen, Misserfolge akzeptieren lernen
  • lernen Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen
  • sich selbst und andere annehmen, mit allen Schwächen und   Stärken  

 

5.  Pädagogische Arbeit im Hort

 Grundlage unserer Arbeit ist der Sächsische Bildungsplan und dessen

Bildungsbereiche:

1.  Somatische Bildung

     Leitbegriff:       Wohlbefinden

     Inhalte:             Körper, Bewegung, Gesundheit

2.  Soziale Bildung

     Leitbegriff:       Beteiligung

     Inhalte:             Soziales Lernen, Differenzerfahrungen, Werte und  

                            Weltanschauung

3.  Kommunikative Bildung

     Leitbegriff:       Dialog

     Inhalte:             nonverbale Kommunikation, Sprache, Schrift und Medien

4.  Ästhetische Bildung

     Leitbegriff:       Wahrnehmung

     Inhalte:             Musik, Tanz und Theater, bildnerisches Gestalten

5.   Naturwissenschaftliche Bildung

      Leitbegriff:      Entdecken

      Inhalte:           Natur, Ökologie, Technik

6.  Mathematische Bildung

     Leitbegriff:        Ordnen

     Inhalte:             Entdecken von Regelmäßigkeiten und Entwicklung des                               Zahlenverständnisses; Messen, Wiegen und Vergleichen

                            Vorstellungen über Geometrie

 

5.1. Pädagogischer Ansatz

 Unsere Kinder sind die Akteure ihrer eigenen Entwicklung. Wir sprechen dabei von einem sich selbst bildenden Kind. Um dies zu verwirklichen, arbeiten wir nach dem situationsorientierten Ansatz. Unseren Mädchen und Jungen werden neue Interaktionsfelder, Lebens- und Bildungsräume eröffnet. Sie können diese aktiv mitgestalten, individuell nutzen und für sich neu entdecken. Durch die Sozialräume finden die Kinder ihre Identität. Das situationsorientierte Handeln bestimmt unsere pädagogischen Ziele und die Planung.

 

5.2.Pädagogische Umsetzung/Qualitätssicherung

Der Sächsische Bildungsplan ist in der Einrichtung die Grundlage unserer Arbeit.

 

Wir nehmen jedes Kind mit seinen Bedürfnissen, Wünschen, Stärken und Schwächen an. Unsere pädagogische Arbeit beinhaltet den Grundgedanken, das Kind ganzheitlich, das heißt emotional, sozial, intellektuell und körperlich in verschiedenen Bereichen zu fördern. Durch Beobachtung und Dokumentation erkennen wir den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse des Kindes. Diese Erkenntnisse fließen bei der Gestaltung des Tagesablaufes ein und spiegeln sich in Angeboten wieder, die die Weiterentwicklung fördern und die Bedürfnisse des Kindes befriedigen.

 

Um eine Qualitätssicherung leisten zu können, verwenden wir zur Evaluation und Verbesserung unserer pädagogischen Arbeit das Feststellungsverfahren QUAST. Quast setzt sich mit Fragen der Qualitätsbestimmung bei außerschulischen Angeboten für Kinder im Schulalter auseinander. Die Reflektion unserer Arbeit nutzen wir, um den bisherigen Stand der Qualität zu erkennen und weiter zu entwickeln. Um diese Arbeit qualitativ hochwertig umsetzen zu können, wird in unserer Einrichtung in regelmäßigen Abständen (mindestens 1x jährlich) ein Handlungsfeld bearbeitet. Schlüsselkompetenzen wie personale und soziale Kompetenzen, die Wissenskompetenzen und instrumenteller bzw. methodischer Kompetenzen werden evaluiert. Um eine ganzheitliche Förderung zu erzielen, werden weitere Kompetenzen wie interkulturelle Kompetenz, Sprachkompetenz, Kompetenz zur gewalt- und diskriminierungsfreien Konfliktbewältigung, Kompetenz zur Partizipation und Verantwortungsübernahme, Kompetenz zur geschlechterbezogenen Sichtweise, Umweltkompetenz und Medienkompetenz bearbeitet.

Das ist Voraussetzung für einen hohen Wiedererkennungswert in unserer Einrichtung.

„Qualitätsentwicklung in sächsischen Kindertageseinrichtungen ist ein fortlaufender, immer wieder an den aktuellen Herausforderungen gespiegelter Prozess.“ (Kita-Bildung Sachsen)

 

5.3. Pädagogische Schwerpunkte

Bewegung

Der Drang der Kinder nach Bewegung ist ein elementares Grundbedürfnis aller

Schulkinder und für die kindliche Entwicklung unverzichtbar.

Das Lernen am Vormittag ist überwiegend eine sitzende Tätigkeit, die den

Bedürfnissen der Kinder nach Bewegung nicht ausreichend gerecht wird. Umso wichtiger ist es für die Kinder, dass sie sich in ihrer Freizeit nach eigenem Ermessen möglichst viel bewegen können. Wir legen in unserer Einrichtung sehr viel Wert darauf, dass die Kinder sich ausreichend an der frischen Luft aufhalten. Die Freiflächen werden für Ballspiele genutzt. Den Kindern stehen vielfältige Spielgeräte und Fahrzeuge zur Verfügung, die sie für ihre Bewegungsspiele frei wählen können.

In den vergangenen Jahren errangen wir in der Zusammenarbeit mit der Schule den Titel „Bewegte Schule“, in den nächsten Jahren werden wir diesen Titel weiter verteidigen.

 

Ferien

Hurra!!! Was kann es Schöneres geben?

Deshalb soll die Feriengestaltung in unseren Hort etwas Besonderes sein!

So planen und gestalten wir gemeinsam mit den Kindern spannende und abwechslungsreiche Ferientage.

Mit Neugier stürzen wir uns auf abenteuerliche Ausfahrten und Wanderungen.

Natürlich stehen auch Baden, Sport, Spiel mit Freunden und Bastelangebote auf

dem Programm. Auch verschiedene Projekte, die gesunde Ernährung und Erlebnispädagogik spielen dabei eine Rolle.

Jedes Kind erhält zur Information einen Ferienplan.

Da wir immer für unsere Kinder da sein möchten, öffnen wir unseren Hort von

6 Uhr - 17 Uhr.

 

Hausaufgaben

Unser Ziel ist es, allen Kindern von Klasse 1 bis 4 kontinuierlich zu befähigen die Hausaufgaben als selbstverständliche Pflicht zu verstehen, ordentlich, gewissenhaft, selbständig und eigenverantwortlich zu erarbeiten.

Die Erledigung der Hausaufgaben erfolgt in der je nach Tagesablauf festgelegten Hausaufgabenzeit.

Richtlinien für Hausaufgabenzeiten:   Klasse 1  =  30 min  (maximal)

                                                             Klasse 2  =  35 min  (maximal)

                                                             Klasse 3  =  45 min  (maximal)

                                                             Klasse 4  =  60 min  (maximal)

Bei Bedarf geben wir dem Kind Hilfestellung, aber keine Nachhilfe. Im Hort angefertigte Hausaufgaben werden der Erzieherin vorgelegt und signiert. Spezielle Hausaufgaben wie; Englisch- und Musikhausaufgaben, Gedichte und Lieder lernen, lesen, Plakate und andere Hausarbeiten bleiben in der Eigenverantwortung der Eltern.

Der Freitag ist in unserem Hort hausaufgabenfrei und dient zur freien Nachmittagsgestaltung in den Gruppen.

Wir erledigen mit den Kindern die Hausaufgaben, aber nicht für sie.

 

Freizeitgestaltung/Spiel

 Von großer Bedeutung sind für die Kinder und Erzieherinnen die Freizeitgestaltung und das Spiel.

Die Aufgabe des Hortes ist es, den Kindern zu helfen sich selbst zu organisieren. Wir bieten ihnen vielseitige Möglichkeiten zum Ausprobieren, Experimentieren, Musizieren und vieles mehr, ohne ein Überangebot herzustellen. Aus Interessen, Erlebnissen und Spielhandlungen der Kinder entwickeln sich die Themen für Projekte. Dabei werden die Mädchen und Jungen von Anfang an in die Planung und Durchführung eingebunden.

Das Spiel ist neben der Freizeitgestaltung die wichtigste Aufgabe in unserem Hort. Dort können die Kinder ihre Spielhandlungen selber wählen und dann entscheiden, was sie spielen möchten, unbefangen mit Mensch, Materialien und Zeit umgehen.

Im Spiel erlebt und begreift das Kind seine Umwelt, wird angeregt Neues zu entdecken, auszuprobieren und Erlebtes anzuwenden, zu verändern und weiterzuentwickeln. Spielen und Lernen sind eng miteinander verknüpft.

 

6. Zusammenarbeit

 Eltern

 Da wir der unmittelbare Ansprechpartner für die Eltern sind, sehen wir die  Zusammenarbeit mit ihnen als wichtigen Bestandteil unserer Arbeit.

  Die Zusammenarbeit wird geprägt durch:

  • kurze Gespräche  „Tür und Angel“
  • Elternabende
  • Einbeziehung der Eltern bei Vorbereitung und Durchführung von Festen und Feiern
  • Arbeit mit dem Elternrat
  • durch das Anlegen von Portfolios und Wandzeitungen dokumentieren wir Erlebnisse vom Hortalltag
  • Elternabend für die zukünftigen Schulanfänger

 

Team

Ein gut zusammenarbeitendes Team ist die Grundlage für einen reibungslosen Hortalltag (z.B. Vertretung in den Gruppen, Informationsfluss). Nicht nur im täglichen Miteinander sondern auch in Form von :

1. Dienstberatungen

  • wöchentlich Planung von Festen und Feiern
  • Verteilung anstehender Aufgaben
  • Besprechung des Dienstplanes
  • Gespräche über anstehende Probleme
  • Diskussionen über fachliche Themen

2. Weiterbildungen

  • wichtiger Bestandteil unserer Arbeit um Qualität zu sichern und zu steigern
  • Erfahrungsaustausch mit Kollegen anderer Kindereinrichtungen
  • Kennen lernen bzw. Erlernen neuer Gegebenheiten für die Umsetzung in der Praxis

 

Schule

 Uns sind folgende Dinge sehr wichtig:

  • Absprache mit Lehrern
  • gemeinsame Planung von Höhepunkten
  • Hospitationen
  • Gespräche zwischen den Leiter/innen
  • gegenseitige Teilnahme an Elternabenden bzw. Nachmittagen
  • Umsetzung des Kooperationsvertrages

 

Praktikanten

 ... sind bei uns willkommen, sie werden in unsere Hortgruppen integriert mit ihren neuen Ideen und Anregungen. Oft arbeiten wir mit Praktikanten aus der „Fachschule für Sozialpädagogik“ zusammen. Hospitationen seitens der Lehrer aus der Fachschule sind dabei eine große Hilfe.

 

Träger

 Um die Qualität unserer Arbeit zu festigen bzw. zu steigern, legt der Träger viel Wert auf ständige Qualifizierung und Weiterbildung.

 

Institutionen

Kinder sind neugierig und bestrebt immer neue Dinge zu entdecken und zu erfahren. Um diesen Wissensdrang zu sättigen und ihnen abwechslungsreiche Hortnachmittage zu gestalten, arbeiten wir mit verschiedenen Freizeiteinrichtungen zusammen, wie der Bibliothek, dem Steinhaus, Theater, Museum, Schwimmhalle, privaten Anbietern. Auch Besuche beim Gericht und der Feuerwehr unterstützen uns bei der Vermittlung von Lerninhalten.

 

7. Beschwerdemanagement

 Um die Rechte der Kinder, auch das Recht der Beschwerde, umzusetzen, gibt es in unserer Einrichtung ein Beschwerdemanagement.

Beschwerde ist eine Unmuts-Äußerung. Aber sie ist ebenso ein – oftmals versteckter – Hinweis auf Verbesserungsmöglichkeiten. Sie kann auch ein Hilferuf sein. Und manchmal sogar ein Ausdruck von Anerkennung. So gesehen sind auch Lob, Anfragen oder Ideen und Verbesserungsvorschläge nichts anderes als eine Beschwerde. Immer soll eine Änderung bewirkt werden. Beschwerde sollte nicht als Schuldzuweisung verstanden werden, sondern als ein Mittel, um eine Vertrauensbasis zu schaffen, den Kindern ein Mitspracherecht zu geben und unsere tägliche Arbeit zu verbessern.

Aufgabe des Umgangs mit Beschwerden ist es, die Belange ernst zu nehmen, den Beschwerden nachzugehen und diese zeitnah abzustellen. Die Beschwerdeursachen sollen zur Weiterentwicklung (Qualitätsverbesserung) genutzt werden. Die Voraussetzung des Beschwerdemanagements ist ein hohes Vertrauensverhältnis zwischen den Angestellten der Einrichtung und den Kindern, Eltern und Kooperationspartnern.

Unsere Kinder werden je nach Entwicklungsstufe an der Entstehung und Durchsetzung von Entscheidungen mit einbezogen. Hierfür gibt es einen Kinderrat, welcher immer 1x im Monat stattfindet. Es werden 2 Kinder aus jeder Hortgruppe gewählt, welche die Hortgruppe vertreten, um Entscheidungen mitzutragen. Im Kinderrat können Kinder Gehör finden um eigene bzw. fremde Probleme anzusprechen und Lösungen zu bekommen.

Die Zufriedenheit der Kinder ist uns wichtig. Es ist uns wie allen anderen eine Beschwerdekultur bekannt, welche auch eingehalten werden muss, um eine konstruktive und für alle Seiten befriedigende Lösung finden zu können.

 

Kinderrechte:

    Auszüge aus den Kinderrechten nach Janusz Korczak

 

  1. Das Kind hat das Recht auf Liebe.
  2. Das Kind hat das Recht auf Achtung.
  3. Das Kind hat das Recht auf optimale Bedingungen für sein Wachstum und seine Entwicklung.
  4. Das Kind hat das Recht, in der Gegenwart zu leben („Kinder werden nicht erst zu Menschen; sie sind es heute schon“)
  5. Das Kind hat das Recht, es selbst zu sein.
  6. Das Kind hat das Recht auf Fehler.
  7. Das Kind hat das Recht, zu versagen.
  8. Das Kind hat das Recht, ernst genommen zu werden.
  9. Das Kind hat das Recht, für das, was es ist, geschätzt zu werden.
  10. Das Kind hat das Recht, zu wünschen, zu verlangen, zu bitten.
  11. Das Kind hat das Recht auf Geheimnisse. 
  12. Das Kind hat das Recht auf Respektierung seiner Besitztümer und seines Budgets.
  13. Das Kind hat das Recht auf Erziehung. 
  14. Das Kind hat das Recht, sich gegen Ungerechtigkeit zu verwahren.
  15. Das Kind hat das Recht auf Respektierung seines Schmerzes.
  16. Jedes Kind hat das Recht, durch eine Wahl in den Kinderrat aufgenommen zu werden oder durch ihn, seine Meinung, Wünsche und Kritiken vertreten zu lassen.

 

8. Nachwort

Wir haben mit viel Eifer und Sorgfalt im ganzen Team an unserer Konzeption gearbeitet.

Es ist wichtig für uns, dass die Konzeption veränderbar ist und nicht für alle Zeiten als fertig geformtes Teil unserer Arbeit gesehen wird.

   „Lieber auf einem Weg stolpern, als in  

    ausgetretenen Bahnen auf der Stelle  

    treten.“

 

                                                   ( Brigitte Rametsteiner )