Schulhort

Kinderwünsche

 

Nach erlebnisreichen Winterferien hatte die „Süßegruppe“ des Schulhortes Hartha einen sehr emotionalen Start ins zweite Schulhalbjahr. Dieser war geprägt von den Eindrücken des Kriegsgeschehens, Ängsten und Sorgen bei den Kindern.

Auch ich als Erzieherin wusste nicht, auf welchem Kenntnis-und Meinungsstand begegnen mir die Kinder am ersten Schultag. Wie kann ich den Kindern eventuelle Ängste nehmen? Wie kann ich Ängste gar nicht erst entstehen lassen? Wie antworte ich kindgerecht auf Fragen?

Die Frage der Kinder:“ Was kann man da machen?“ stand im Mittelpunkt. Wir haben uns entschieden, zur Faschingsfeier unsere Luftballons nicht nur zum Spielen und Tanzen zu verwenden, sondern ein paar Ballons mit Wünschen für die ukrainischen Kinder in den Himmel steigen zu lassen.

Am Faschingstag brachten die Kinder ihre Wünsche und Gefühle zu Papier und jeder, der wollte, konnte seinen Ballon steigen lassen.

Gebannt schauten die Kinder in den Himmel und verfolgten den Flug der Ballons.       Max wurde nach seinem Ausruf: “Oh, ich glaube die fliegen nicht in Richtung Ukraine“ durch die Kinder getröstet: “Doch, der Wind macht das schon!“                        

Luisa meinte: „Hoffentlich schafft es mein Brief bis zu den Kindern dort.“ Nele schmiegte sich an mich, schaute weiter den Luftballons hinterher und meinte:“ Was wir gerade gemacht haben, ist richtig toll!“

 

Iris Süße, Schulhort Hartha