Mathematik

360° Spaß

Μαθηματικα -was hat Mathematik mit den Olympischen Spielen zu tun?

 

Die Schüler saßen in drei bis vier Gruppen und quatschten, als ich den Klassenraum betrat. Diese aufgeweckte Stimmung, wurde aber bald zu einer ruhigen Arbeitsatmosphäre. Viele Schüler schauten mich interessiert an, lenkten ihre Konzentration dann aber auf Frau Liebe und den Unterricht. Das griechische Wort "Mathematik", das Frau Liebe an die Tafel schrieb, sorgte für Verwirrung. Die Schüler wussten auch wofür man Mathematik im Sport braucht: "Mathematik wird gebraucht, damit man weiß, in welchem Winkel man den Speer werfen muss", meinte ein Schüler. Ich vermutete, dass es den Kindern viel Freude bereitete, denn es wurde fleißig mitgearbeitet, viele Schüler meldeten sich und einige schnipsten mit dem Finger. Es kamen viele Ideen von den Kindern selbst. Im Mittelpunkt des Unterrichts standen dann Kreisdiagramme. Prozentangaben wurden gemeinsam in Gradzahlen umgerechnet, Kreisdiagramm selbstständige gezeichnet und die Bedeutung von Diagrammen dargelegt.

Nach einer kurzen Pause ging die Gruppe mit Frau Liebe auf den Hof. Im Schatten des Hauses unter den Platanen erklärte Frau Liebe ein altes antikes Spiel, welches die Kinder in Griechenland gerne spielten. Dieses Spiel heißt Ludi Nucum Delta. Es geht darum, aus drei Metern Entfernung in ein Delta, das ist ein Dreieck, mit Nüssen zu treffen. In bestimmten Bereichen des Deltas befinden sich die Punkanzahlen eins, fünf, zehn, zwanzig und fünfzig. Die Schüler fingen nach dem Aufbau des Spielfeldes an fröhlich zusammen zu spielen, selbst die Kinder mit einer Nussallergie. Wärend des Spieles schrieben die Kinder ihre Anzahl der getroffenen Punkte auf. Die Schüler spielten mehrere Runden und sammelten fleißig ihre Werte, um sie dann mit Hilfe eines Kreisdiagramms auszuwerten.

Dass es bei den originalen Olympischen Spielen auf das gleiche Prinzip ankommt, wurde schnell begriffen, so wurde im Unterricht oft der Bezug zu den Olympischen Spielen genutzt.

Nova W.