2011

22.03.2013

Rechtsanwaltskammer Sachsen ehrt Schüler des HEG mit der Dr. Wilhelm-Schaffrath-Medaille


Sachsens Rechtsanwälte trafen sich am Montag, dem 25. März 2013, zu ihrer jährlichen Kammerversammlung in Dresden. Dabei wurden Schüler des Hans-Erlwein-Gymnasiums Dresden für ihren Film „Der Dresdner Juristenprozess 1947 – Ein Skandal?“ mit der Dr. Wilhelm-Schaffrath-Medaille ausgezeichnet. Damit ehrt die Rechtsanwaltskammer Sachsen besondere Verdienste in der Rechtspflege.

Als Beitrag für den 22. Geschichtswettbewerb drehten die Schüler der damaligen 10 Klasse den Film „Der Dresdner Juristenprozess 1947 – Ein Skandal?“, der sich u.a. dem Schicksal des Dresdner Rechtsanwalts Fritz Glaser annimmt. Fritz Glaser litt als jüdischer Rechtsanwalt unter der nationalsozialistischen Verfolgung und einem Berufsverbot. Nach 1945 wieder zur Anwaltschaft zugelassen, verteidigte er NS-Justizangehörige in Verfahren wegen Rechtsbeugung. Dies führte dazu, dass Fritz Glaser öffentlich angegriffen und drangsaliert wurde und man ihm den Status als Verfolgter des NS-Regimes aberkannte. Er war damit Opfer zweier totalitärer Staatssysteme.

Vgl.

www.rak-sachsen.de/;focus=1712078_PcgZS2uM_PROD&path=show

18.11.2011

Erster Platz beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten!

„Der Star ist die Mannschaft – so heißt es im Sport. Großer Teamgeist war aber auch das Erfolgsrezept der 16 Schüler verschiedener 10. Klassen.“ So steht es im aktuellen Heft Spurensucher von der Körberstiftung.

Die Schüler der jetzigen elften Klasse haben sich letztes Schuljahr am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit dem Gruppenbeitrag „Der Dresdner Juristenprozess 1947 – Ein Skandal?“ beteiligt. Damit fand ein GTA-Projekt des letzten Schuljahres seinen Abschluss - Und das mit großem Erfolg!

Die Schüler wurden zum einen am 07. Juli als Landessieger von Sachsen ausgezeichnet und haben sich dadurch für das Auswahlverfahren auf Bundesebene qualifiziert.

Und nun sind sie sogar Erstpreisträger auf Bundesebene! Herzlichen Glückwunsch zu diesem Gewinn!

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Das Motto in diesem Jahr war für alle Teilnehmer das gleiche - „Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte“. Die Schülerinnen und Schüler aus unserer Schule haben sich dabei mit dem Dresdner Juristenprozess von 1947 auseinandergesetzt, in welchem es um die Bestrafung von Nazijuristen geht. Je mehr sie aber an dem Fall recherchierten, umso deutlicher wurden die Ausmaße des Skandals. So stellte sich heraus, dass der erste Eindruck oft täuschen kann. Nicht die scheinbar niedrigen Urteile gegen die Richter und Staatsanwälte der Landgerichte waren skandalös, sondern der inszenierte Skandal durch die SED, der sogar den jüdischen Rechtsanwalt Dr. Glaser an den Pranger stellte. Rechtsstaatlichkeit war nicht erwünscht. Als Pflichtverteidiger der Nazijuristen bekam Dr. Glaser sogar seinen Status als Opfer des Faschismus aberkannt und wurde aus der Anwaltskammer ausgeschlossen. Letztendlich verstarb einer der größten Kunstmäzene Dresdens völlig verarmt und gesellschaftlich isoliert.

Insgesamt wurden 1152 Beiträge ein gesendet, die von ca. 3.631 Kindern und Jugendlichen bearbeitet wurden.

Von unserer Schule beteiligten sich.

Maria Beranek

Lisa Beutler

Dahlia Brand

Elisa Fritsche

Jessica Frost

Farid Galal

Doreen Grygar

Franz Hahn

Luise Hoja

Franziska Jahnke

Clemens Kersten

Christian Leithold

Rosanna Rödiger

Nicole Scheinpflug

Andrea Scholz

Pia Steuerlein

Wir danken Frau Kegel als Tutorin für ihre tatkräftige Unterstützung und ihr Engagement.

 

Weitere Infos über: clemens.kersten@gmx.de

oder auf:

http://www.koerber-stiftung.de/index.php?id=833