Exkursionen und Projekte

Exkursionsbericht zum Stasi-Gefängnis Bautzner Straße 112a

Am Donnerstag, dem 7. November, war unsere Klasse in der Gedenkstätte des Stasi-Gefängnisses auf der Bautzner Straße 112a. Wir bekamen eine Führung von einem Zeitzeugen/ ehemaligem Häftling. Er erklärte uns wieso er in dieses Gefängnis kam. Er wollte mit einem großen Schriftzug auf dem Blauen Wunder seine politische Unzufriedenheit ausdrücken, wobei er erwischt wurde. Nachdem er uns seine Geschichte erzählt hatte, gingen wir in den russischen Haftkeller und er zeigte uns eine der Zellen und erklärte, wie die Menschen dort behandelt wurden.

Nachdem wir im russischen Haftkeller waren, führte er uns zu dem Ort, wo man als Gefangener in das Gefängnis kam. Dort standen Autos zum Gefangenentransport, in denen sich mehrere kleine Zellen befinden. Außerdem stand dort auch ein kleines Flugzeug, welches von einem anderen Zeitzeugen gebaut wurde, um aus der DDR zu fliehen.

Danach gingen wir in einen Raum, in dem es einen Tisch und ein Waschbecken gab. In diesem Raum wurde man durchsucht bevor man seine Häftlingskleidung bekam und in seine Zelle kam. Die Durchsuchung diente gleichzeitig der Einschüchterung des Inhaftierten, da man sich komplett ausziehen musste und man angeschrien, bedroht und geschlagen wurde.

Nachdem wir diesem Raum verließen gingen wir in den deutschen Teil des Gefängnisses. Er zeigte uns die deutschen Zellen und den Außenbereich, welcher zwar nur aus Betonwänden und einem kaltem und grauen Betonboden bestand, doch man hatte ein wenig mehr Platz als in der Zelle und man bekam etwas frische Luft. Es gab auch einen Raum mit einem festgeschraubten Hocker wo man mit einer Wasserflasche für einen Tag und eine Nacht eingeschlossen wurde. Die Flasche musste man so schnell wie möglich austrinken musste und es gab keine Toilette.

Weiter oben gab es eine Zelle, die sehr viel besser eingerichtet war. Sie hatte ein Sofa, ein Radio und eine kleine Küche, außerdem gab es ein Badezimmer, Stühle, und einen Tisch. Dort befanden sich beispielsweise Frauen, die das Gefängnisessen kochten oder andere Dinge machten, die wichtig für die Menschen dort waren.

Gegenüber war der Verhörraum in diesem wurde man dazu gebracht seine Taten zu gestehen. Meist wurden einem Dinge unterstellt die man nicht getan hatte, doch man musste trotzdem gestehen, dass man diese getan hätte.  Dort musste man außerdem seinen Schweiß mit einem Tuch abtupfen und in ein Glas tuen, damit man im falle eines Ausbruchs von den Gefängnishunden aufgespürt werden konnte.

Danach haben wir noch einen Film gesehen, der von 3 Zeitzeugen der anderen Seite des Geschehens handelt, und ihn ausgewertet.

Das war unser Bericht über die Gedenkstätte auf der Bautzner Straße. Uns hat die Exkursion sehr gefallen, wir fanden sie sehr interessant und informativ.

Das Verhör

Anfangs waren die Vernehmer noch freundlich und versuchten den Gefangenen zu einem Geständnis zu bringen. Sie meinten, dass sich eine Aussage strafmindernd auswirken würde.

Jedoch gab es auch noch andere Möglichkeiten den Gefangenen zu einem „Geständnis“ zu bringen.

Schlafentzug war eine der Methoden das psychischen Drucks, außerdem konnten die Verhöre mehrere Stunden dauern.

Es wurde auch angedroht Ehepartner oder andere Verwandte zu verhaften.

So wurden die Gefangenen dazu gezwungen meist Dinge zu gestehen, die sie nicht einmal getan haben.

Es gab auch „Zellinformanten“. Diese waren meist auch Häftlinge denen gedroht wurde, oder die erpresst wurden. Die Zellinformanten waren die Zellmitbewohner der Gefangenen, auf die sie angesetzt sind. Sie sollten für das Verhör wichtige Informationen bekommen.

Zellenvergleich Stasi Gefängnis Bautzner Straße 112a

Zelle im sowjetischen Haftkeller:

5 Personen

Nur eine Holzbank und eine dünne Decke zum unterlegen und jeweils noch eine pro Person.

Es gab keine Toilette, sondern nur einen Eimer in der Ecke, der nur alle paar Tage geleert wurde

Es gab außerdem nur sehr schlechtes Essen, und man war die ganze Zeit in der Zelle.

Der Haftkeller wurde bis 1954 genutzt.

In den sowjetischen Zellen sind Menschen unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt worden. Sie wurden von Anfang an eingeschüchtert uns misshandelt.

Es gab auch eine Wasserzelle, in der ein Gefangener stundenlang in kaltem Wasser herumlaufen musste.

2 Frauen, die in dieser Zelle waren, mussten sogar die Füße amputiert werden.

 

Deutsche Zelle:

2 Personen

Es gab Holzrahmen mit dünnen Matratzen und Bettzeug.

Jede Zelle hatte eine Toilette und ein Waschbecken.

Es gab anständiges Essen, und man bekam Ausgang, bei dem man etwas frische Luft und Sonnenlicht bekommt.

In den deutschen Zellen hat man es viel besser als in den sowjetischen Zellen. Es gibt bessere Hygiene und besseres Essen. Trotzdem war des den Häftlingen strengstens untersagt mit anderen Häftlingen zu kommunizieren.

Autoren: Fabian Pinzka, Tatjana Nippgen, 9b

In der 9.Klasse findet im November der Demokratietag statt.
Es werden der Landtag und eine Gerichtsverhandlung besucht.
In der 11. Klasse kommt oft der Bundeswehrjugendoffizier und erzählt über UNO bzw. NATO als auch seinen eigenen Auslandseinsatz.