Über Paul Robeson

Kurz gesagt

Paul Robeson wurde am 9. April 1898 in Princeton, New Jersey geboren. Er war ein bekannter Football-Spieler, Sänger und Schauspieler. Paul Robeson kämpfte für die Rechte der Farbigen. Am 23.Januar 1976 starb er in Philadelphia.
    

Biographie     

    
1898
Geboren am 9. April in Princeton, New Jersey; Vater: William Robeson - Prediger, Mutter: Maria Louisa Robeson - Lehrerin

1903
Früher Tod der Mutter; danach streng religiöse Erziehung durch den Vater, dieser stirbt 1918

1909-23
Besuch von Rutgers College (AB) und Columbia University (LLB); als erfolgreicher Football-Spieler Mitglied des "All- American Football Team" und der "Phi Beta Kappa", einer Ehrenorganisation der Beststudenten

 1921
Heirat mit Eslanda Cardozo Goode, Chemiestudentin


1925
Erstes überwältigendes Konzert am 19. April, begleitet vom Pianisten Lawrence Brown, mit ausschließlich afroamerikanischen Liedern

1927
Sohn Paul (genannt Paul Jr.) am 2. November geboren


1928-39

Wohnsitz London; Studium afrikanischer und asiatischer Sprachen, "entdeckt" seine Wurzeln. Erste Othello-Premiere 1930. Insgesamt 11 Filmrollen in Schweiz, England und USA: 1930 "Borderland"; 1933 "The Emperor Jones"; 1934 "Sanders of the River"; 1935 "Show Boat"; 1936 "Song of Freedom"; 1937 "Big Fella", "King Salomon's Mines", "Jericho"; 1938 "Proud Valley" u. a.; Konzerte und Schauspiel u. a. in Düsseldorf, Berlin und Dresden. Diverse Plattenveröffentlichungen. Spielt 1933 ohne Gage vor jüdischen Immigranten in London. 1934 Besuch Moskaus auf Einladung Sergej Eisensteins. Gründet 1937 Rat für Afrikanische Angelegenheiten. Gibt 1938 Konzerte zur Unterstützung des spanischen Freiheitskampfes

1930
Erstmalig in Britischer Ausgabe von "Who's Who" verzeichnet (in USA niemals), erste Biographie erscheint (Autorin Eslanda Robeson)

1932
Erhält erste von vielen Ehrendoktorwürden weltweit: "Honorary Master's Degree" der Rutgers University

1939
Rückkehr in die USA. Begeistert Millionen Zuhörer mit seiner Interpretation der "Ballad for Americans" von und mit Earl Robinson. Aktiv im antifaschistischen Kampf und für Freundschaft mit UdSSR

1942-45
Letzter kommerzieller Film: "Tales of Manhattan". Spielt zum zweiten Mal Othello in den USA. Gibt zusammen mit anderen Künstlern Konzerte vor Alliierten Truppen in Frankreich, Deutschland und der Tschechoslowakei

1949

Europatournee. Informiert über verzweifelte Lage seiner schwarzen Landsleute in den USA. In Peekskill bei NY wird Konzert von Rassisten gesprengt, ein zweites findet trotz Angriffen und Polizeiterror mit über 25 000 Besuchern statt. Singt auf dem ersten Weltfriedenskongress in Paris und ruft zur Erhaltung des Weltfriedens auf

1950
Beginn der McCarthy-Ära in den USA. Am 28. Juli öffentlicher Auftritt gegen Koreakrieg. Versuchter Mordanschlag. Wegen Verdachtes, Kommunist zu sein, öffentliches Auftrittsverbot und Entzug des Reisepasses.

1950-58

Weltweite Protestbewegung für das Ende von Robesons Berufsverbot.
    

1952
Erhält Sowjetischen Friedenspreis


1954
Vorsitz bei Konferenz zur Unterstützung der antikolonialen Befreiungsbewegung in NY.

1956

Verhör vor "Ausschuß zur Untersuchung unamerikanischer Tätigkeit"


1957
Britisches "Paul-Robeson-Komitee" organisiert Telefonkonzert zwischen NY und London und gibt US-Regierung der Lächerlichkeit preis

1958-61
60. Geburtstag. Öffentliche Feiern in aller Welt. Autobiographie "Here I stand" erscheint. Rückgabe des Reisepasses. Dreijährige Tournee durch Europa, Australien und Neuseeland.

1959
Spielt ein drittes Mal den "Othello" in England. Singt zu den Weltfestspielen in Wien

1960
Zweimaliger Besuch Berlins, Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität, Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste der DDR

1963
Letzter Besuch in Berlin. Nimmt für immer Abschied von der Bühne.

1965
Eslanda Robeson stirbt, Übersiedlung nach Philadelphia.


1976
Paul Robeson stirbt am 23. Januar in Philadelphia.

 
Bearbeitet von Schülern der Paul Robeson Schule - ursprüngliche Quelle: bearbeitet zur Veröffentlichung im Internet von Thomas Pohle aus dem Paul-Robeson-Archiv der Stiftung Akademie der Künste, Robert-Koch-Platz 10,
D-10117 Berlin