Schule im Mülsengrund 

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Konzeption der Schule im Mülsengrund (Auszug)

Wenn ein Kind…
Wenn ein Kind kritisiert wird, lernt es zu verurteilen.
Wenn ein Kind angefeindet wird, lernt es zu kämpfen. 
Wenn ein Kind verspottet wird, lernt es, schüchtern zu sein. 
Wenn ein Kind beschämt wird, lernt es, sich schuldig zu fühlen.


Wenn ein Kind verstanden und toleriert wird, lernt es, geduldig zu sein. 
Wenn ein Kind ermutigt wird, lernt es, sich selbst zu vertrauen. 
Wenn ein Kind gelobt wird, lernt es, sich selbst zu schätzen. 
Wenn ein Kind gerecht behandelt wird, lernt es, gerecht zu sein. 
Wenn ein Kind geborgen lebt, lernt es zu vertrauen. 
Wenn ein Kind anerkannt wird, lernt es, sich selbst zu mögen. 
Wenn ein Kind in Freundschaft angenommen wird, lernt es, in der Welt Liebe zu finden.

(tibetische Weisheit)

 

Dieser Text ist über dem Eingang einer Schule in Tibet zu finden. Zunächst wird uns verdeutlicht, was dazu führt, Kinder in ihrer Entwicklung negativ zu beeinträchtigen, gar grundlegend zu verstören. In klaren Worten werden jedoch anschließend die Bedürfnisse eines jeden Kindes benannt, welche zur ganzheitlichen Entfaltung seiner sozialen Kompetenzen grundlegend erfüllt sein müssen.

Unsere Schule wird von Kindern besucht, die aufgrund verschiedener Ursachen in ihrem emotionalen Erleben und sozialen Handeln grundlegend beeinträchtigt sind und dies nicht selbst kompensieren können. Eine inklusive Unterrichtung dieser Mädchen und Jungen ist erstrebenswert, aber nicht in jedem Fall zu erreichen.

Da wir dennoch die bestmögliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler, vor allem im sozial-emotionalen Bereich, aber auch in allen anderen Entwicklungsbereichen anstreben, betrachten wir oben stehenden Text als Leitspruch für unsere tägliche Arbeit.

 

Im Mittelpunkt stehen:

  • Verständnis für die Lebenssituation des Kindes
  • Ermutigung und Anerkennung des Kindes zur Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Schaffung eines stabilen und liebevollen Vertrauensverhältnisses zum Kind, damit es sich selbst und andere Menschen schätzen lernt
  • Gerechtigkeit, damit das Kind lernen kann, dass auf jede Handlung eine Konsequenz erfolgt
  • Respekt und Wertschätzung in der Gemeinschaft, denn nur, wer diese Werte erfährt, kann sie verinnerlichen, entsprechend handeln und weitergeben..... 

  • weitere Details zu unserer Arbeit finden Sie in unserer ausführlichen Konzeption (Download).

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Verhaltensmodifikation

Gemäß unserem speziellen Bildungs- und Erziehungsauftrag möchten wir Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen und Freude am Lernen vermitteln, sondern vor allem noch nicht entwickelte soziale Kompetenzen aufbauen oder unangemessen ausgebildete soziale Handlungsmuster abbauen. Damit Kinder dazu befähigt werden, diese zu entwickeln, sind klare Regeln, Normen und Werte sowie feste Strukturen nötig. Diese bestimmen das Zusammenleben sowohl in jeder Klasse als auch an der gesamten Schule, so dass für alle Kinder innerhalb ihres individuellen Bezugsrahmens gleiche Freiräume und Grenzen gelten.

Um die Schülerinnen und Schüler zu positivem Verhalten zu animieren, wird gemäß der geltenden Regeln nach jeder Pause und jeder Unterrichtsstunde das Verhalten ausgewertet und entsprechend lobend hervorgehoben. Diese Auswertung im Sinne der positiven Verstärkung erfolgt zur Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung durch die Kinder selbst, wird von den Pädagogen begleitet und orientiert sich an einem allgemeingültigen Punktesystem. So erfahren die Kinder grundlegend, dass jegliche Handlung, ob positiv oder negativ, entsprechende Konsequenzen hat und dass sie selbst ihr Verhalten steuern können. Die Verhaltensauswertung wird visuell dargestellt und ist so für die Kinder und Pädagogen jederzeit sichtbar.

Die im Laufe des Tages gesammelten Punkte werden zusammengefasst und dokumentiert, so dass sowohl Kinder als auch Eltern u.a. Bezugspersonen einen Überblick über Fort- oder Rückschritte des Kindes erhalten. Zusätzlich findet in einigen Klassen auch eine Wochen- und Monatsauswertung statt, in welcher die „Sieger“ mit dem vorbildlichsten Verhalten geehrt werden.

Bewertungskriterien zur Notenvergabe

Wie im Abschnitt Verhaltensmodifikation bereits beschrieben, schätzen die Schülerinnen und Schüler regelmäßig ihr Verhalten selbst ein. Die dabei gesammelten Punkte - Werte von 2 bis 0 - werden am Ende des Schultages in eine Tagesnote umgerechnet. Sollte es zu besonders schweren Verstößen gegen die geltenden Regeln kommen, erhalten die Kinder ein "Minus". Dies führt dazu, dass die Tagesnote sich um einen Grad verschlechtert.

Zur Berechnung der Tagesnoten nutzen wir folgende Prozentwerte:     

 

ab 95% der maximalen Punktzahl Note 1
ab 80% der maximalen Punktzahl Note 2
ab 65% der maximalen Punktzahl Note 3
ab 46% der maximalen Punktzahl Note 4
ab 25% der maximalen Punktzahl Note 5
unter 25% der maximalen Punktzahl Note 6

 

Diese Prozentwerte kommen ebenfalls bei der Ermittlung von Zensuren innerhalb der Leistungsbewertung zur Anwendung. Bei der Einschätzung durch Worturteile gelten folgende Formulierungen als Orientierung:

 

sehr gut (1), wenn die Leistung den Anforderungen in besonderem Maße entspricht;
gut (2), wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht;
befriedigend (3), wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht;
ausreichend (4), wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht;
mangelhaft (5), wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können;
ungenügend (6), wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.

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