Oberschule Korla Awgust Kocor Wittichenau 

Berlinbesuch

 

Wittichenauer Oberschüler im politischen Berlin

 

Bereits vor den Oktoberferien nahmen wir, 15 Schülerinnen und Schüler unserer Oberschule “Korla Awgust Kocor”, an einer Exkursion nach Berlin teil. Alle Teilnehmer lernen Sorbisch und gehen in die 9. und 10. Klasse der Wittichenauer Oberschule. Begleitet wurden wir nach Berlin von Frau Lesche, Sorbischlehrerin und Schulleiterin sowie von Herrn Schwabe, unserem Schulsozialarbeiter.

Schon im Vorfeld hatten wir uns vor allem mit der Funktion und der Arbeitsweise des Bundesrates beschäftigt. Und das war auch gut so, denn im Rahmen der Besichtigung dieses beeindruckenden Gebäudes in der Nähe des Potsdamer Platzes fand ein Planspiel statt. Dabei konnten wir feststellen, dass das Reden und Argumentieren in solch einem Rahmen gar nicht so einfach ist.

Vom Bundesrat aus ging es entlang der “Berliner Mauer” zur Topographie des Terrors, über den Potsdamer Platz in das “Futurium”, einem Mit-Mach-Museum direkt neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Hier hatten wir eine Führung in die Zukunft. Die Frage “Wie wollen wir leben?” stand im Raum und eröffnete neue Horizonte.

Vor einer spektakulären Lichtershow am “Brandenburger Tor” nutzen wir die Möglichkeit, die Reichstagskuppel zu besuchen. Beeindruckt von der Architektur hatten wir einen tollen Blick über das abendliche Berlin.

S- und U-Bahn-Fahren in der Großstadt setzt Orientierungssinn voraus. Das mussten wir jedenfalls feststellen, als wir von der Station “Warschauer Straße” - in der Nähe lag unser Hostel - ins Regierungsviertel fahren wollten. Treffpunkt war vor dem Bundeskanzleramt, das wir am 2. Tag unseres Berlinaufenthaltes besuchten. Nach einer strengen Sicherheitskontrolle und einer Belehrung begann eine Führung durch eines der berühmtesten Häuser Deutschlands und Berlins. Vieles kennt man ja aus dem Fernsehen – live ist alles noch einmal anders. Am Kabinettstisch konnten wir die Plätze der Bundesminister und Staatssekretäre sehen, zum Glück kannten wir auch einige Namen... Das tollste war der Ausblick vom Balkon bzw. der oberen Terasse des Bundeskanzleramtes.

Wenn man in Berlin ist, braucht man aber auch Freizeit. Die verbrachten wir auf dem Alexanderplatz. Zuvor ging es allerdings in die Höhe bzw. auf eine Zeitreise. Im Berliner Fernsehturm konnten wir eine Virtual-Reality-Reise durch 9 Jahrhunderte unternehmen, mit einer VR-Brille tauchten wir in die Geschichte der Stadt, unter dem Titel “Odyssey Berlin”, ein. Und dann ging es nach oben, wir fuhren mit einem schnellen Aufzug auf 203 m und hatten vom Fernsehturm aus eine phantastische Fernsicht über Berlin und Brandenburg.

Als ob das nicht genug wäre: neben unserem Hostel besichtigten wir am frühen Abend noch die East-Side-Gallery.

Am 3. und letzten Tag unserer Exkursion starteten wir morgens wieder mit der S-Bahn, diesmal ging es zum Humboldtforum. Hier bot sich uns ein toller Rundblick von der Dachterasse mitten im Stadtzentrum. Zu Fuß war es nur noch ein kurzer Weg bis in die Sächsische Landesvertretung. Dort konnten wir das Gebäude besichtigen, den derzeitigen Bevollmächtigten des Freistaates Sachsen beim Bund, Staatssekretär Conrad Clemens kennenlernen, an einem Quiz teilnehmen und Fragen zu politischen Abläufen stellen. Nach einem leckeren sächsischen Mittagsimbiss ging es dann voller Eindrücke zurück ins Hostel und von dort aus wieder nach Hause.

 

 

Schüler und Schülerinnen der Klasse 10a