Exkursion nach London (01. 2020)

Stammzellenprojekt (12. 2019)

Exkursion nach Larissa (11. 2019)

Midissage im Rathaus (07. 11. 2019)

Frankreich-Sprachreise (10. 2019)

Auszeichnungs-veranstaltung (5. 7. 2019)

Sportfest (4. 7. 2019)

Was tun bei einer Fahrradpanne? (07. 2019)

White Horse Theatre am WHG (28. 03. 2019)

Exkursion nach Vilnius (03. 2019)

Exkursion nach Luxemburg (03. 2019)

Tag offenen Justiz (10. 2018)

Nordsee-Exkursion (09. 2018)

Spende für den Sonnenstrahl e.V. (19. 6. 2018)

White Horse Theatre am WHG (20. 03. 2018)

Traditions-Volleyballturnier (23. 09. 2017)

Sportfest 2017

Tag der Naturwissenschaften - 01. 12. 2016

Traditions-Volleyballturnier (24. 09. 2016)

Show ohne Grenzen (18. 05. 2016)

Studienfahrt nach Paris (10. 2015)

Festtage 50 Jahre vertiefte Ausbildung

Erster Schultag 2015/16

Sportfest 2015

Fächerverbindender Unterricht 2015

Tag der offenen Tür - 30. 01. 2015

Stammzellenprojekt (12. 2019)

Zweite Chance auf Leben - Wir retten Leben!

Wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten ist es an unserer Schule bereits Tradition, ein Stammzellspenderforum zu veranstalten. Gehalten wurde der sehr informative Vortrag von Frau Fischer, Mitglied der DSD (Deutsche Stammzellspenderdatei). Die DSD ist eine der über 50 Stammzellspenderdateien deutschlandweit. Die erste Spenderdatei ist die „Stephan Morsch – Stiftung“, welche 1986 gegründet wurde, um für den an Leukämie erkrankten Jugendlichen Stephan Morsch einen passenden Spender zu finden.


Solche Informationsveranstaltungen haben das Ziel, Jugendliche für das Thema Stammzellspende zu sensibilisieren, sie zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich ohne großen Aufwand typisieren zu lassen, um Kranken eine zweite Chance auf Leben zu geben. Ein zentrales Register in Ulm, das ZKRD, verwaltet die Daten möglicher Spender. Deutschlandweit ließen sich bisher ca. 24 000 Personen typisieren. Auch am WHG Riesa ist es für Freiwillige langjährige Tradition, sich bei diesen Informationsveranstaltungen typisieren lassen zu können, wobei es in Riesa die Besonderheit gibt, dass sich tendenziell mehr Jungen typisieren lassen.


Prinzipiell ist es für jeden möglich, Spender für an Leukämie Erkrankte zu werden. Die einzigen Voraussetzungen sind, dass man zwischen 17 und 50 Jahre alt ist und an keinen schwereren Krankheiten, wie Hepatitis, HIV oder Epilepsie leidet.

 

Zahlreiche Schüler*innen ließen sich sofort typisieren.

Doch was ist eigentlich Leukämie?

Im Volksmund wird Leukämie auch Blutkrebs genannt und beschreibt eine schwere Erkrankung des blutbildenden Systems unseres Körpers. Es kommt zu einer vermehrten Bildung weißer Blutzellen, welche sich im Knochenmark ausbreiten und zur Beeinträchtigung organischer Funktionen führen, etwa an Leber, Milz oder den Lymphknoten. Bei Kindern und Jugendlichen ist dies die häufigste Krebserkrankung. Eine akute Leukämie (AML) kann innerhalb weniger Wochen zum Tod führen und oft kann nur durch eine Stammzellspende geholfen werden, wo Chemo- und/oder Strahlentherapie nicht mehr helfen können.

 

Warum ist es so schwer, einen passenden Spender zu finden?

Nur 30% der Erkrankten finden einen geeigneten Spender in der Familie, somit ist die große Mehrheit auf einen Fremdspender angewiesen. Die Humane Leukozyten-Antigene (HLA) von Spender und Empfänger müssen nahezu vollständig übereinstimmen, da ansonsten Abstoßungsreaktionen des Immunsystems verursacht werden können. Also gilt: Je höher die Anzahl der typisierten Menschen, desto höher ist die Chance einen passenden Spender zu finden. Denn jeder 5. Erkrankte in Deutschland findet keinen passenden Spender!

 

Wie kann man sich typisieren lassen?

Sobald man volljährig ist, kann man sich Blut entnehmen und dieses dann im Labor typisieren lassen. Schon mit 17 kann man sich mit dem bekannten Wattestab typisieren lassen – man reibt den Stab in der Mundhöhle und kann so Proben der Mundschleimhaut entnehmen, welche dann im Labor genauer untersucht werden kann.

 

Entnahme der Stammzellen


Die Daten der typisierten Proben werden nach der Untersuchung im Labor in eine umfangreiche Datenbank eingepflegt. Wird man irgendwann von der Zentrale selbst oder der entsprechenden Stammzellenspendedatei kontaktiert, wird man erneut vor die Wahl gestellt – Spender bleiben oder nicht. Entscheidet man sich dafür, gibt es zwei Möglichkeiten der Stammzellentnahme.    


In 80% aller Fälle erfolgt eine „periphere Stammzellentnahme“ nach einer gründlichen ärztlichen Untersuchung. Im Zeitraum von 4-5 Tagen vor der Entnahme spritzt sich der Spender zweimal täglich den G-CSF Wachstumsfaktor, was die Bildung von Granulozyten anregt. Die Stammzellentnahme erfolgt ca. 3-4 Stunden in ambulantem Umfeld.


Die andere Möglichkeit beinhaltet eine Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenknochen, ebenfalls natürlich nach gründlicher ärztlicher Untersuchung. Die Knochenmarkentnahme erfolgt unter Vollnarkose stationär. Nach dem 2-3 tägigen Klinikaufenthalt erfolgt eine Krankschreibung über etwa den gleichen Zeitraum.


Egal welche Methode man nutzt, der Effekt bleibt der gleiche: Sollte der Körper des Empfängers die Spende nicht abstoßen, sondern annehmen, hat man selbst einem anderen Menschen das Leben gerettet! Und wer kann das von sich schon behaupten?

 

Lucas Heinrich (Kl. 12)