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Elternbrief

Stippvisite an unserer zweiten Partnerschule in Kasachstan vom 24. - 28. 09. 2018

Im Zeitraum vom 24. bis 28. September stattete unsere Schule, vertreten durch Fr. Prof. Dr. Mebus, Fr. Gründler, Hr. Scheibe, sowie die beiden Schüler Anton Weinhold und Paul Beurich, unserer neuen Partnerschule in Kasachstan einen Besuch ab. Um die Nazarbajev Intellectual School in Ust-Kamenogorsk zu erreichen, begann die Reise allerdings schon am 23. September. Von Dresden aus flogen wir nach Moskau, dann weiter nach Almaty und von dort nach Ust-Kamenogorsk. Nach etwa neun Flugstunden und fünf Zeitzonen standen wir schließlich am Zielflughafen – aufgeregt, etwas müde, und leider ohne unsere Koffer, welche glücklicherweise am nächsten Tag nachgeliefert wurden.

Nach diesen Komplikationen am Flughafen wurden wir von unseren freundlichen Gastgebern vom Flughafen abgeholt und fuhren durch Ust-Kamenogorsk, eine Stadt mit etwa dreihunderttausend Einwohnern. Die Schule befindet sich im neueren Teil der Stadt und ist ein überaus modernes Gebäude – ein halbkreisförmiges Zentralgebäude, von dem fächerartig einzelne Blocks abstrahlen. Gleich im Eingangsbereich sahen wir ein Drehkreuz, die Schüler brauchen also eine Schlüsselkarte, um den Bau zu betreten. Daneben stand ein für die Sicherheit zuständiger Mann an der Tür. Hier kommt nur herein, wer das auch darf.

Ab diesem Zeitpunkt begann unser durchgeplantes Programm, schließlich hatten wir eine repräsentative Aufgabe zu erfüllen und waren nicht als Touristen dort. Wir wurden durch die Schule geführt, stellten uns vor der Schule vor, wurden mit gutem Essen verpflegt und nahmen aktiv am Unterricht teil. Wir bekamen auch Gelegenheit, mit den Schülern in den Pausen oder bei den Aktivitäten zu sprechen. Außerhalb der Schule besuchten wir unter anderem einen ethnographischen Park, den Fluss Irtysh und ein Museum eines Betriebes, welcher Uran-, Beryllium- und Tantalprodukte herstellte. Wir besuchten außerdem ein Wandergebiet, welches im Winter als Skigebiet dient.

Während der ganzen Zeit, die wir dort waren, wurden wir immer sehr freundlich von allen Beteiligten – Schülern, Lehrern und allen andern – behandelt. Zu jedem Zeitpunkt behandelte man uns mit großer Gastfreundlichkeit, was uns allen sehr positiv im Gedächtnis geblieben ist.

Die Schule ist ein modernes Gebäude mit etwa 670 Schülern, ausgestattet mit aktueller Technologie und viel Ausrüstung. Dort gibt es zahlreiche Clubs, angefangen von 3D-Design über Robotik bis hin zu Sportclubs wie Volleyball und Tanzclubs. Die Klassen sind klein und haben ein großes Lehrer-zu-Schüler-Verhältnis, da oftmals mehrere Lehrer im Team-Teaching unterrichten und die Kurse wenig Schüler besitzen.

Vielleicht ist es angebracht, über den Unterricht zu sprechen, den wir als Schüler mitgemacht haben.

Zum einen haben wir am Mathematik-Unterricht teilgenommen. Dabei haben wir wohl gerade den Anfang des Themengebietes „Geometrie dreidimensionaler Körper“ miterlebt, da der Unterricht nicht sonderlich anspruchsvoll war – für uns natürlich erschwert, da er in Englisch abgehalten wurde, mit Russisch und Kasachisch ergänzt. Eulers Satz und die Namen verschiedener Figuren wie Prismen, Pyramiden und Kegelstümpfe wurden erklärt.

Ein weiterer Unterricht war Chemie. Hier war das Thema gerade die Säure-Base-Titration. Eine der Büretten klemmte leider fortwährend und tropfte, dennoch standen uns die zahlreichen Hilfskräfte im Raum tatkräftig zur Seite und schließlich konnte vernünftig titriert werden. Der Umgang mit graduierten Pipetten, Büretten und die Wahl des richtigen Indikators sollte so gefestigt werden. Das Ausmaß an Ausrüstung war wirklich beeindruckend, da viele Wägelchen mit destilliertem Wasser im Raum vorhanden waren, reichlich Glasgeräte, an der Tafel wieder ein Monitor, Handschuhe für jeden Schüler. Selbst die Tische ließen sich umstellten, wenn man das wollte.

Dann besuchten wir noch eine Biologie-Stunde, die laut Anton in etwa Leistungskursniveau hatte. Die Schüler hatten zuvor DNA und m-RNA gebastelt, dazu die passenden Ribosomenbestandteile, die t-RNA und die Aminosäuren. Anhand dieser selbstgefertigten Modelle sollten die Schüler uns nun das Prinzip der Transkription und der Translation erklären. Dies schien die Stunde unmittelbar vor einem kommenden Test zu sein.

Ebenso waren wir bei zwei Physikstunden dabei. In der einen war das Thema die Dichte von Stoffen und das Archimedische Prinzip, in der anderem Signalübertragung über AM und FM. Dieses Themengebiet hatten wir noch nicht im Unterricht gehabt, aber es wurde so verständlich erklärt, dass wir als Schüler jetzt ein einigermaßen gutes Verständnis davon besitzen. Auch hier wurde wieder im Team-Teaching gearbeitet.

Englisch-Unterricht bekamen wir auch noch, in welchem gerade Wert auf das Erkennen von formellem und informellem Stil gelegt wurde. Dies war einer der kleinsten Kurse mit nur acht Personen, ebenso wie Mathematik.

Schließlich wohnten wir noch einer Diskussion im Themenbereich „Global Perspectives“ an, wo gerade der Fokus auf das Erkennen von vertrauenswürdigen Quellen gelegt wurde. Das Ganze war als Diskussionsrunde gestaltet, in der die Lehrer die Leitung übernahmen und gut von einem Thema ins nächste überleiteten. Auch hier wurde hervorragend mit Medien gearbeitet.

Mit der Schulleitung und einigen Lehren wurde die weitere Zusammenarbeit besprochen, welche sich vor allem auf den naturwissenschaftlichen Bereich, Wettbewerbe und BELL-artige Arbeiten konzentrieren soll. Brieffreundschaften wurden ja schon gepflegt und mitgebrachte Geschenke ausgetauscht.

Untergebracht waren wir im Internatsteil der Schule mit schönen, sauberen 4er-Zimmern und Badezimmer. Da ein gewisser Anteil der Schüler nicht in der unmittelbaren Umgebung der Schule wohnt, sind diese in diesem Teil der Schule untergebracht und übernachten hier. Der Zugang ist natürlich auch nur mit Schlüsselkarte möglich.

Essen bekommen die Schüler drei Mal am Tag - wobei sie allerdings nicht anstehen müssen. Jede Klasse hat einen eigenen Tisch, und das Essen wird vorher dort hingestellt. Weggeräumt werden muss es auch nicht, denn das wird ebenso vom Küchenpersonal erledigt. Dafür ist die Mittagspause mit etwa zwanzig Minuten und den guten Portionen recht knapp bemessen.

Die Schule besitzt auch eine große Bibliothek in mehreren Sprachen. Aufgrund eines Buchprojektes haben die Schüler eine eigene Lesepause, in der sie dazu angehalten sind, ein Buch zu lesen.

Bei der Rückreise ging es von Ust-Kamenogorsk direkt nach Moskau, in Moskau dann an einen anderen Flughafen und von da zurück nach Dresden.

Nach dieser anstrengenden Reise kann man aber nur sagen, dass es den Besuch wirklich wert war und die Freundlichkeit und alle Aspekte der Schule uns noch eine ganze Weile im Gedächtnis bleiben werden. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit unserer Partnerschule und hoffen, dass daraus etwas Produktives für beide Seiten entstehen wird!


-- Paul Beurich (Kl. 12)

 

 

Haupteingang der Nazarbajev Intellectual School in Ust-Kamenogorsk
Eingangskontrolle
Begrüßung durch die erweiterte Schulleitung
Schülerschaft im Auditorium
Unsere Schüler Paul Beurich und Anton Weinhold stellen sich vor
Chemielehrer M. Scheibe stellt sich vor
Erläuterung zum Lese-Projekt in der Bibliothek
Internatsbereich im Erdgeschoss
Anton und Paul waren gefragt
Aktiv dabei im Physikunterricht
Team Teaching im Physikunterricht
Bei der chemischen Titration in Partnerarbeit
Paul in Aktion
Team Teaching in Englisch Jahrgangssstufe 11 und 12 im Fach Biologie
Chemieunterr.icht in Sekundarstufe I in geteilten Gruppen
Beantworten von Fragen im Schülerrat
Interesse an unserem Bildungssystem
Frau Prof. Dr. Mebus stellt unser Schulprogramm vor
AG Gesang
AG Gitarre lernen
AG Kunst
AG Tanz Klassenstufe 7
Besuch des Heimatmuseums
Besuch im Museum des ULBA Metallurgischen Werkes
Ausflug in das Erholungsgebiet am Fuße des Altaigebirges
Im ethnografischen Freilandmuseum
In einer Jurte
Arbeitstreffen zur weiteren Zusammenarbeit beider Schulen