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E19 und die Detektive

Eigentlich wollten wir am 3. November 2021 das Erich-Kästner- Museum in Dresden besuchen, um uns Anregungen für die Gestaltung eines interaktiven Traditionsraumes in unserer Schule zu holen. Aber dann gerieten wir mitten in einen Kriminalfall…

Bereits am Eingang empfingen uns zwei einsatzbereite Polizisten, die uns den Eintritt ins Museum verwehrten. Die Polizisten gaben uns bereitwillig Auskunft... wir befanden uns an einem Tatort. In der Nacht waren dreiste Diebe ins Museum eingestiegen, um die Eintrittsgelder zu stehlen. Da die Spurensicherung noch in vollem Gange war, durften wir nur den Garten der Villa Augustin betreten. Hier gab uns die Museumspädagogin einen umfangreichen Einblick in das Konzept und die Gestaltung des Museums. Auch Kästners Biographie, besonders seine Kindheit in Dresden und sein Bezug zur Villa, wurden eindrücklich und spannend geschildert. Einen kleinen, verstohlenen Blick ins Museum konnten wir dann doch durch den gläsernen Wintergarten erhaschen. Besonders begeistert waren wir von der Umsetzung des „mobilen Mikromuseums“ (weitere Einblicke auf der Website des Museums). Um doch noch ein Museum von innen zu sehen, befragten wir Google und entschlossen uns dann, das gegenüberliegende DDR-Museum zu besuchen. So bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Lebenswelt der DDR-Bürger. Besonderes Interesse weckten die zahlreich ausgestellten Kinderspielzeuge und -fahrzeuge. Für die Lehrerinnen war es eine Zeitreise in die Vergangenheit. Wir stellten fest, dass viele Produkte der DDR in Bezug auf Design und Nachhaltigkeit durchaus ein Revival verdient haben. Unsere Spurensuche hat sich (wenn auch anders als gedacht) letztendlich gelohnt.

Ein herzliches Dankeschön geht an unseren Förderverein für die finanzielle Unterstützung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.

9. November - Stolpersteine der Familien Hinrichsen und Frankenthal geputzt

Vor etwas mehr als 80 Jahren, am 9. auf den 10. November 1938, brannten im damaligen Deutschen Reich die Synagogen. Es brannte auch in Leipzig…
„Leipzig, am Morgen des 10. November 1938. Synagogen und Kaufhäuser jüdischer Eigentümer brennen. Friedhöfe, Schulen, Geschäfte und Wohnhäuser werden geplündert. 15.000 Juden leben damals in der Stadt und erfahren brutale Gewalt und offenen Hass von SA und SS, aber auch von einstigen Nachbarn und Kollegen. Nicht nur in Leipzig, im ganzen Reich werden Synagogen zerstört, Juden verhaftet, es gibt Hunderte Tote.“1
Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule unserer Henriette-Goldschmidt-Schule waren heute anlässlich des Gedenkens an die schrecklichen Geschehnisse der Reichspogromnacht in Begleitung von Herrn Conrad unterwegs zum Stolpersteine-Putzen. Dabei standen vor allem die Stolpersteine und die damit verbundenen Geschichten der Familien Hinrichsen und Frankenthal im Fokus. In Vorbereitung auf die Exkursion entwarfen unsere Schülerinnen und Schüler Kurzvorträge zu den beiden mit der Geschichte unserer Schule stark verbundenen Familien und hielten diese andächtig an den jeweiligen Stolpersteinen, um diese danach zu reinigen und mit Grablichtern und weißen Rosen zu versehen. Eine emotionale Diskussion über die Empörung gegen Ungerechtigkeiten und den hohen Wert von Zivilcourage zeigt, wo unsere Schule steht.

Weitere Infos zu der Idee der Stolpersteine und konkrete Orte, an denen Stolpersteine lokalisiert sind, sind hier zu finden: https://stolpersteine-guide.de
 

1Quelle: https://www.mdr.de/geschichte/ns-zeit/reichspogromnacht-von-neunzehnhundertachtunddreissig100.html

Das Klima, der Wald und wir

Vom 04.05. – 11.05.21 hatte unser zweites und drittes Ausbildungsjahr der Fachschüler*innen der Erzieherausbildung die Gelegenheit, Spiele, Experimente und Aktivitäten zum Thema Wald & Klima im Clara-Zetkin-Park zu erleben.
Begleitet wurden sie an diesen Tagen von dem staatlich zertifizierten Waldpädagogen und Nationalparkführer Christian Kubat und der Referentin für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung, Theresa van Aken von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Ebenso waren die Organisatoren und waldbegeisterten Fachlehrerinnen Frau Walther, Frau Nitschke und Frau Kreißig aktiv mit dabei.
Unsere Bildungswerkstatt führte uns auf vielfältige methodische und inhaltliche Weise in die Welt der Zusammenhänge zwischen Wald und Klima und bildete uns zu „Klimakönnern“ aus.
Das Ziel der Veranstaltung war und ist, unseren angehenden Erzieherinnen und Erziehern das Thema Wald und Umwelt näher zu bringen, ihr Umweltbewusstsein zu stärken und sich als Teil der Natur wahrzunehmen. Dadurch sind sie in der Lage, ihr Bewusstsein und die Erfahrungen auf die spätere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu übertragen und einen wichtigen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit zu leisten. Die erlernten Methoden vermitteln spielerisch, warum Naturerfahrung so wichtig ist und was der Wald mit dem Klima zu tun hat. Für viele Kinder sind Naturerfahrungen keine Selbstverständlichkeit mehr. Naturräume wie das Wäldchen am Rande der Siedlung, Brachflächen oder Wiesen und Weiden sind insbesondere in den Städten weniger geworden. Es wird sogar von einer „Natur-Defizit-Störung“ gesprochen. Dabei sind Naturerfahrungen und Naturbildung für Kinder sehr wichtig. Sie ermöglichen das ganzheitliche Lernen mit „Kopf, Herz und Hand.“
Wir bedanken uns und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Die Verantwortung im Bereich Naturbildung ist uns bewusst und wir hoffen, diese zukünftig stärker an unserem Schulzentrum verankern zu können.
Romy Kreißig (Fachlehrerin)

Osterkarten für Leipziger Seniorenheime

Am 22.03.2021 erreichte unsere Henriette-Goldschmidt-Schule eine Anfrage der europäischen Vereinigung von Medizinstudenten (EMSA Leipzig), ob wir dabei helfen wollen, die Feiertage für Senior*innen in Leipziger Altenheimen ein bisschen bunter zu machen. Die Klasse HEP19 gestaltete mit Frau Albrecht und Frau Langbein einige Osterkarten, zum Teil mit Gedichten. Zu Ostern wurden diese durch die Student*innen überreicht. Da aufgrund der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen nur noch wenig Besuch in den Pflege- und Altenheimen möglich ist, konnten unsere Fachschüler*innen der Heilerziehungspflege im zweiten Ausbildungsjahr ihren Teil dazu beitragen, einige betagte Menschen ein bisschen glücklicher zu machen. Herzlichen Dank für’s Mitmachen :)