Am 11.06.20 kam es auf der Karl-Liebknecht-Straße 103 zu einer Stolpersteinverlegung zum Gedenken an die Leipziger Jüdin Marie Hamel. Mit den im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.
Schüler*innen unseres Gymnasiums waren im Rahmen der GTA „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ als Paten in das Projekt mit eingebunden. So leisteten sie im Sächsischen Staatsarchiv Recherchearbeit, um mehr über die Biografie von Marie Hamel herauszufinden. Die gewonnen Ergebnisse waren Voraussetzung für die Verlegung und ein wichtiger Beitrag, um den NS-Opfern, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen und Biografien zurückzugeben.
Letztendlich konnte die Stolpersteinverlegung in Kooperation mit dem „Archiv-Bürgerbewegung Leipzig e.v.“ in der Südvorstadt trotz der aktuell geltenden Einschränkungen realisiert werden. Zur Überraschung aller Anwesenden war auch der Enkel von Marie Hamel anwesend, der im Anschluss den Schüler*innen Rede und Antwort stand und von seinen Erinnerungen berichtete.
Biografie von Marie Hamel nachzulesen auf der Webseite Stolpersteine Leipzig