Sehr geehrte Eltern, liebe Schüler,
zunächst einmal heiße ich Sie herzlich willkommen im neuen Schuljahr verbunden mit allen guten Wünschen an Sie und Ihre Kinder. Sie werden bemerken, dass ich schon wieder alte Traditionen breche, denn genau zum ersten Schultag haben Ihre Kinder noch nie einen Elternbrief in den Jahren meiner Schulleitertätigkeit an der Goetheoberschule mit nach Hause gebracht. Doch da ich transparent arbeiten möchte, ist es in diesem Jahr so.
In der Nachbereitungswoche, als alle Schüler bereits in den Ferien waren, gab es in der Schule einen Vororttermin mit dem Schulträger, einem Vertreter der Sächsischen Bildungsagentur, meinem Vorsitzenden des örtlichen Personalrates und mir. Am Ende dieser Zusammenkunft stand fest, dass unsere Schule ab dem Schuljahr 2016/17 zunächst eine DAZ-Klasse und eine Kleingruppe von acht Analphabeten führen wird. Zur Gesamtlehrerkonferenz, am 3.August 2016, wurden durch den Vertreter der SBAD meinem Lehrerkollegium detaillierte Informationen diesbezüglich vermittelt, mit denen wir uns konstruktiv auseinandergesetzt haben, u.a. damit, dass auch Sie, liebe Eltern, davon gleich durch einen Elternbrief erfahren.
Wir reihen uns damit als Schule in eine Vielzahl von Schulen ein, an denen bereits Schüler Deutsch als Zweitsprache erlernen, konkret in Pirna sind es bereits die Diesterweggrundschule und die Gaußoberschule.
Die beiden Klassen werden Ihre eigenen zwei Lehrer haben und nach und nach werden die Schüler der DAZ-Klasse in unseren Unterricht integriert. Sie werden auch nicht gleich mit dem ersten Schultag da sein. Alles wird sich prozessartig gestalten. Das ist die Gegenwart. Diese Gegenwart ist für uns alle hinsichtlich des bisherigen Ablaufs des Schulalltags, wobei wir uns nie gelangweilt haben, eine Herausforderung. Wenn ich in die nahe Zukunft blicke, wird es, ob an unserer Schule oder an anderen, weitere DAZ-Klassen geben. Wenn ich in die ferne Zukunft schaue, werden die Kinder dieser jetzigen Kinder Deutsch bestens beherrschen und das Bild der Schulanfänger wird sich bunter und vielfältiger gestalten. Dann spätestens ist aus der Herausforderung Normalität geworden.
Was hilft uns gegenwärtig nicht? Ablehnung, Stimmung machen, gegenseitiges Aufwiegeln…
Was hilft uns? Optimismus, Toleranz, Akzeptanz…
Was ich Ihnen bei Interesse noch anbieten möchte, ist ein Elternabend. Für diesen liegt eine Rückmeldung bei. Abgabe zwecks Organisation bitte sofort am 9. August.
Liebe Eltern, wenn ich einmal schreibe, dann mache ich das dahingehend richtig, dass ich Ihnen nach der Gesamtlehrerkonferenz alle anderen Entscheidungen auch mitteilen möchte. Das sind erste Termine:
Die zwei frei beweglichen Unterrichtstage sind geplant für den 1.11.2016, also nach dem offiziellen Feiertag am 31.10., der zweite für den 25.11.2016, das ist der Freitag vor dem 1.Advent. Bitte beachten Sie „sind geplant“, denn die Termine müssen noch der SBAD und dem Schulträger übermittelt werden. Gibt es Änderungen, informiert der Klassenleiter. Die Woche der Auftakt-elternabende beginnt am 22.August, für den 24.August ist 19:30 Uhr der Elternrat geplant, möglicherweise der Elternabend der SBAD, 18:00 Uhr.
Die Woche der Elternsprechstunden ist ab dem 7.11. geplant, der zentrale Elternsprechtag wird der 9.11. sein, an dem von 16:00 bis 18:00 Uhr alle Kollegen im Haus sind und sich 18:00 Uhr die Schulkonferenz trifft.
Für den 14.9.2016 ist langfristig das Sportfest vorgesehen, vom 27.9. bis 30.9. die Woche des Fächer verbinden Unterrichts, für den 21.9. und 24.9. die Altstoffsammlung. Ja, und nach der Projektwoche starten wir bereits in die Herbstferien.
Ganz herzlich konnten wir in diesem Schuljahr eine neue Mitarbeiterin begrüßen. Frau Schulze wird sich besonders unseren Integrationskindern zuwenden und Präventionsarbeit leisten.
Liebe Eltern, bitte denken Sie daran, uns über meldepflichtige Krankheiten zu informieren, Ihr Kind bei Erkrankung täglich bis spätestens 8:15 Uhr telefonisch abzumelden und geplante Freistellungen vorher schriftlich anzuzeigen.
Nach wie vor werden Ihren Kindern die schriftlichen Arbeiten ausgehändigt. Verwahren Sie diese sorgfältig, falls sie eine Zensur anfechten möchten. Und da wir nun bei den Zensuren angelangt sind und somit beim Lernen, wünsche ich Ihren Kindern viele gute Zensuren. Meine Lehrer werden dafür eine niveauvolle Unterrichtsarbeit leisten und Ihre Kinder können durch das Lernen zu Hause, die Erledigung der Hausaufgaben und durch eine gute Vorbereitung auf den Unterricht u.a. durch Vollständigkeit der Arbeitsmittel ihren Beitrag leisten.
Sagen wir mal so, schreiben könnte ich noch viel, weil es immer viel zu sagen gibt und in einer Schule wohl besonders, aber man soll es auch nicht übertreiben. Ich wiederhole meine guten Wünsche und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihre B. Merker
Mittelschulrektorin
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Rückschein (Rückgabe bis 09.08.2016)
Ich/Wir ________________________________
Name
habe/n Interesse an einem Elternabend der SBAD zur Thematik „Einrichtung einer DAZ-Klasse und einer Analphabetengruppe an der Goetheschule“.
Ja Nein *(Nichtzutreffendes streichen)
Datum: _____________________ _____________________________
Unterschrift