Die Konferenz war der lokalen Geschichte in Niederschlesien in den Jahren 1945-1989 gewidmet, insbesondere jener der Städte Świdnica, Dzierżoniów, Bielawa und Wałbrzych. Ähnlich wie Zgorzelec und Görlitz stehen diese Städte vor der Herausforderung, den im Zuge des Endes des Zweiten Weltkrieges abrupt veränderten Lauf ihrer Geschichte in ihre Narration der Lokalgeschichte zu integrieren. Ein Prozess, der hohe Anforderungen an die Bildungspolitik, die Lehrkräfte, an Regionalpolitiker und kommunale Verwaltungen stellt, um der demografischen Entwicklung und der Abwanderung junger Menschen aus der Grenzregion entgegenzuwirken.

Aufgrund der bereits durchgeführten regionalgeschichtlichen deutsch-polnischen Bildungsprojekte konnte das Koordinierungsbüro Sachsen – Polen der SBA seine Erfahrungen mit den Teilnehmern aus anderen Städten austauschen und dabei auch auf die bereits entstandenen Publikationen verweisen, die sich großen Interesses erfreuten. Zudem fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Regionalgeschichte in Schule und Verwaltung“ unter Leitung von Kinga Hartmann-Wóycicka, der Leiterin des Koordinierungsbüros, statt.

Das Koordinierungsbüro möchte sich bei allen Teilnehmern für die gewonnenen Eindrücke und bei der Europäischen Akademie Kreisau für die Ausrichtung der Konferenz bedanken.
