Am 10.07.2013 sprach der Generaldirektor für Bildung und Kultur, Herr Jan Truszczynski, zum Thema „Europäische Bildungskooperation in Grenzgebieten“, im Anschluss referierte Frau Staatsministerin Cornelia Pieper zur deutsch-polnischen Bildungskooperation. Danach stellten Frau Dr. Dorit Stenke, Direktorin des Sächsischen Bildungsinstituts, sowie Herr Bartłomiej Ostrowski, Direktor der Abteilung für Internationale Zusammenarbeit des Marschallamts Niederschlesien, die durch das Koordinierungsbüro in Görlitz durchgeführten grenzübergreifenden Projekte der Sächsischen Bildungsagentur vor, woraufhin der Kurator der Ausstellung, Herr Dr. Kazimierz Wóycicki von der Universität Warschau, das Konzept der Ausstellung erläuterte. An der anschließenden Podiumsdiskussion zur Entwicklung der grenzübergreifenden Bildungskooperation und ihren Chancen nahmen teil: Frau Kinga Hartmann-Wóycicka, Leiterin des Koordinierungsbüros der Ziel3-Projekte der Sächsischen Bildungsagentur; Herr Guus Muijzers, Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung sowie Herr Jacek Piława, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Beziehungen des niederschlesischen Parlaments.
Die Erfahrungen im Projekt „Bürger für die Freiheit. Zivilcourage in totalitären Regimen. Sachsen und Niederschlesien 1945–1989“ zeigen deutlich, dass diejenigen, die die Entwicklung der Beziehungen im deutsch-polnischen Grenzgebiet in der schwierigen Zeit 1945–1989 gleichgültig durchlebten, z.T. bewusst der Thematik ausweichen. Stattdessen haben Schüler und Studenten, nicht selten zum ersten Mal, die Gelegenheit, Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit menschlichen, vom politischen System bestimmten Schicksalen zu sammeln. Einem politischen System, welches Handlungsfreiheit, individuelles Denken sowie offene Kontakte zwischen den beiden Gesellschaften einschränkte oder sehr oft unmöglich machte.
Wir freuen uns daher sehr, dass die Ergebnisse unseres Projekts, in erster Linie die Ausstellung „Sie bewiesen Zivilcourage” und die Begleitpublikation „Zuhause an der Neiße”, ein so breites öffentliches Interesse entfachten. Zugleich wünschen wir uns, dass die Präsentation der Ausstellung in Brüssel weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit eröffnet und sich positiv auf die Entwicklung neuer Ideen auswirkt – denn wir sind überzeugt, dass die hieraus entstehenden Konzepte unsere Projektarbeit bereichern und deren Verlauf entscheidend prägen werden.