Neuigkeiten

Wir laden ein zur Faschingsparty!

Schuleinführung ab SJ 24/25 bereits vormittags

Liebe Eltern der zukünftigen Schulanfänger,

ab dem Schuljahr 2024/25 wird die Feierstunde zur Schuleinführung bereits am Vormittag (ab 10 Uhr) stattfinden. Wir bitten, sich dies bereits jetzt zu vermerken und diesbezüglich zu planen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen

Das Team der Grundschule Burkau 

 

Das Landratsamt wurde informiert

Die Missstände während der Schülerbeförderungen wurden eingehend geschildert

Nachdem nun mehrere Fehler bzw. Ausfälle seitens der Buslinien in der Gemeinde Burkau aufgetreten sind, habe ich das zuständige Landratsamt über die Missstände informiert. Die MitarbeiterInnen versicherten mir daraufhin, dass die betreffenden Busunternehmen sofort darüber in Kenntnis gesetzt wurden und ihre BusfahrerInnen noch einmal eingewiesen haben. Ein entsprechender Haltestellenplan wurde an alle FahrerInnen weitergeleitet.

Zudem werden eventuell auftretende zukünftige Fehler von mir dokumentiert, so dass ich dem Landratsamt genauere Informationen zu Ort, Zeit und Buslinie geben kann. 

Wir hoffen, dass dadurch eine Verbesserung eintreten wird.

Mit freundlichen Grüßen

N. Dutschmann 

Studienreise nach Łódź und Warschau (Teil II)

Das Koordinierungsbüro hat vom 06. – 10.05.2014 eine Studienfahrt nach Łódź und Warschau ausgerichtet. Unter den über 50 Teilnehmern waren Schüler und Lehrer aus Sachsen und Niederschlesien, die sich regelmäßig in den Projekten „Bürger für die Freiheit“ und „Interkulturmanagement“ engagieren.

Bildergalerie

Wir verließen Łódź mit Bedauern, nur noch ein letzter, morgendlicher Spaziergang auf der Piotrkowska, ohne Menschenmassen und Tumult. Die beeindruckenden Villen der Lodzer Fabrikanten verabschiedeten uns im Schein der aufgehenden Sonne.

 

Gleichzeitig erwarteten wir ungeduldig die Anreise nach Warschau. Die Fahrt verlief schnell. Direkt nach unserer Ankunft begaben wir uns mit dem Stadtführer zu den Gedenkorten, die mit den Ereignissen des 2. Weltkrieges verbunden sind, also zum Umschlagplatz und zum jüdischen Friedhof.

 

Das Denkmal Umschlagplatz, befindet sich an der Ulica Stawki, also an dem Ort, von dem aus in den Jahren 1942-1943 die deutschen Besatzer über 300.000 Juden aus dem Warschauer Ghetto in die Vernichtungslager Treblinka und in andere Lager im Distrikt Lublin deportiert haben. Es wurde am 18. April 1988, dem Vorabend des 45. Jahrestages des Ausbruchs des Aufstandes im Warschauer Ghetto, eingeweiht. Am 05. August 1942 wurde unter anderem Janusz Korczak gemeinsam mit etwa 200 Kindern aus seinem Waisenhaus abtransportiert.

 

Auf dem jüdischen Friedhof in Warschau, dem zweitgrößten jüdischen Friedhof in Polen nach dem Friedhof in Łódź, erinnert ein Denkmal an Janusz Korczak und das Schicksal seiner Schützlinge, der Kinder, die in seinem Kinderheim lebten. Es erfüllt die Rolle eines symbolischen Grabsteins.

 

Auf diesem Friedhof wurde ebenso Marek Edelman begraben, einer der Anführer des Aufstands im Warschauer Ghetto und Träger des Ordens des Weißen Adlers, der höchsten Auszeichnung der Republik Polen.

 

Auf dem Gelände der Nekropole findet man auch symbolische Gräber für die Opfer des Holocausts, die Grabstätten jüdischer Soldaten und Offiziere der Polnischen Armee, die bei der Verteidigung Warschaus 1939 gefallen sind und ein Denkmal für die gefallenen jüdischen Soldaten und Offiziere des 2. Weltkrieges. Nach Ende des 2. Weltkrieges fanden hier erneut Begräbnisse statt. Gegenwärtig ist der jüdische Friedhof in Warschau eines der wenigen erhaltenen physischen Zeugnisse der jahrhundertelangen Anwesenheit von Juden in dieser Stadt.

 

Nach dem Besuch des Friedhofs begaben wir uns zum Museum der Geschichte der polnischen Juden. Das Museum ist das erste seiner Art in öffentlich-privater Partnerschaft, gemeinsam ins Leben gerufen von der Regierung, der Stadtverwaltung und einer Nichtregierungsorganisation. Es ist der erste Anlaufpunkt für jeden, der sich für das jüdische Erbe in Polen interessiert.

 

Zugleich ist es Ausdruck des Wandels der gegenseitigen Beziehungen zwischen Polen und Juden. Das Museum sieht sich vor allem als Ort der Begegnung von Menschen, welche die Vergangenheit und die Gegenwart jüdischer Kultur kennenlernen möchten, sich mit Stereotypen auseinandersetzen und die Auswirkungen von Fremdenfeindlichkeit und nationalen Vorurteilen auf die moderne begrenzen möchten.

 

Bevor wir allerdings das Museum betraten, hielten wir vor zwei Denkmälern in unmittelbarer Umgebung des Museums. Da erste, schlichtere, welches an den Aufstand im Warschauer Ghetto erinnert, setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Einer runden Tafel mit einer Inschrift auf Polnisch, Hebräisch und Jiddisch und einem unteren Teil in dem eine Tafel in Form eines Rades eingelassen ist. Auf der Platte befindet sich ein Palmblatt aus Metall, das Symbol des Martyriums, und der hebräische Buchstabe „bet“, also „B“.

Das zweite Denkmal, ein Monument vor dem Haupteingang des Museums, bezieht sich in seiner Komposition auf die Mur des Fédérés (die Mauer der Föderierten) auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris.

 

Das „Denkmal der Helden des Ghettos” hat schon zahlreiche interessante Ereignisse und Situationen erlebt: Am 07. Dezember 1970 kniete der damalige Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Willy Brandt, während eines Staatsbesuches nach der Kranzniederlegung vor dem Denkmal nieder. Sein Niederknien wurde als Zeichen der Reue für die Verbrechen interpretiert, die das deutsche Volk an den Juden begangen hatte. An diese historische Geste wird mit einem Denkmal des des Kanzlers erinnert, das im Jahr 2000 auf dem Willy-Brandt-Platz (Skwer Willy´ego Brandta) enthüllt wurde.

 

Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass Johannes Paul II. während seiner zweiten Reise nach Polen im Juni 1983 am Denkmal der Helden des Ghettos der Opfer des Holocausts gedachte. Am 09. September 2009 wiederum fanden hier die Begräbinsfeierlichkeiten für Marek Edelman statt.

 

Unsere Museumsführer, Freiwillige des Museums der Geschichte der polnischen Juden, erklärten uns die Konzeption des Gebäudes. Es ist ein Projekt des finnischen Architekten Rainer Mahlamäki und hat eine Nutzfläche von 12.800 m². ein Drittel dieser Fläche wird die Dauerausstellung einnehmen, deren Eröffnung in der zweiten Jahreshälfte 2014 geplant ist. Der verbleibende Teil steht für die Wechselausstellung und mehrere Multifunktionssäle zur Verfügung: Einen Hörsaal, einen Kinosaal und einen Konzertsaal. Daneben findet man hier Projekt- und Seminarräume mit einem Restaurant und einem Café.

 

Anschließend besuchten wir die Wechselausstellung „Warszawa, Warsze”, in der man das multikulturelle Antlitz Warschaus von seiner Gründung bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges entdecken kann. Sie zeigt ebenso, wie die jüdische Bevölkerung Warschau gestaltete, wie auch den Einfluss Warschaus auf seine jüdischen Bewohner. Es gibt Filme, Bilder und Kunstwerke genauso wie religiöse Kultgegenstände aus bekannten Warschauer Goldschmieden. Gezeigt werden Werbetafeln und Schilder, oft zweisprachig (Polnisch und Jiddisch), die daran erinnern, wie tief verwurzelt die jüdische Bevölkerung in Warschau war.

 

Nach der Besichtigung der Ausstellung nahmen wir an einem zweistündigen Workshop mit der Museumspädagogin Jagna Kofta teil. Im Laufe des Workshops erlangten die Teilnehmer Wissen über die kulturelle, ethnische, religiöse und gesellschaftliche Vielfalt Warschaus und wir lernten viel Interessantes über die Kultur die Geschichte und die Bräuche der polnischen Juden. Dank der nachfolgenden Diskussion und der Präsentation einmaligen Filmmaterials wurden die Schüler dazu angeregt, die Kultur und Geschichte der polnischen Juden in einem breiteren Kontext zu sehen, wobei ihnen gewiss klar geworden ist, dass das Schicksal und die Erfahrung der polnischen Juden den unseren ähnlich sind.

 

Am letzten Tag unserer Studienfahrt besuchten wir das Museum des Warschauer Aufstandes das am 60. Jahrestag des Ausbruchs des Aufstandes eröffnet worden war. Das Museum ist Ausdruck der Ehrerbietung der Warschauer für jene, die im Kampf für ein freies Polen und ein freies Warschau ums Leben kamen.

 

Die Ausstellung verfügt über ein einzigartiges Konzept und verbindet Bild, Ton und Licht. Es kommen multimediale Effekte, großformatige Grafiken und Fotografien sowie Monitore und Computer zum Einsatz. Im Zuge der Besichtigung folgen die Besucher der Chronologie der Ereignisse.

 

Die Auseinandersetzung mit dem Warschauer Aufstand und dem Kampf mit dem Aggressor fand ihre Fortsetzung in den Workshops mit Dr. Tadeusz Krząstek, Historiker, Dokumentarist, Oberst der polnischen Luftwaffe und Lehrbeauftragter am Institut für Osteuropastudien der Universität Warschau. Dr. Krząstek ist Autor mehrerer Bücher und über 300 wissenschaftlicher Artikel über die Traditionen der polnischen Streitkräfte. Daher erfuhren wir im Zuge der Workshops eine Vielzahl an interessanten Details über militärische Traditionen, die zum Beispiel mit dem Wachwechsel am Grab des Unbekannten Soldaten auf dem Plac Marsz. Józefa Piłsudskiego (Marshall-Józef-Piłsudski-Platz) zusammenhängen.

 

Gemeinsam mit Dr. Krząstek besichtigten wir das Museum der Polnischen Armee, in welchem die Exponate zu den polnischen Nationalsymbolen, zu ihrer Geschichte und ihrer Bedeutung besondere Beachtung verdienen. Wir lernten, was ein Soldat auf dem Kopf trug und wieviel ein Ritterhelm wiegt. An diesem Ort fühlt man sich zeitweise wie ein Ritter Władysław Jagiełłos, ein Husar des Königs Jan III. Sobieski oder wie ein polnischer Ulan!

 

Mit dieser letzten Station war unsere Studienfahrt nach Łódź und Warschau leider auch schon zu Ende. Unsere Mission, über das Kennenlernen und Verstehen der Vergangenheit zu einer besseren, gemeinsamen Zukunft zu kommen, ist mit Sicherheit gelungen.