Nach der Eröffnung der Feierlichkeiten im Kleinen Saal des Rathauses Görlitz durch Oberbürgermeister Siegfried Deinege und die Leiterin des Koordinierungsbüros der Ziel3-Projekte Kinga Hartmann-Wóycicka betonte Thomas Rechentin, Leiter der Abteilung Grundsatzangelegenheiten des Bildungswesens, Internationales und Schulsport im Sächsischen Ministerium für Kultus, in Hinblick auf die Entwicklung des Freistaats Sachsen die Notwendigkeit, die Kenntnisse der Sprache und das Wissen um die Kultur des Nachbarn jenseits der Lausitzer Neiße bei sächsischen Lehrern/-innen und Schülern/-innen deutlich zu erweitern. In Zusammenarbeit mit ihren polnischen Partnern baue die Sächsische Bildungsagentur zu diesem Zwecke Schritt für Schritt nachhaltige Strukturen auf, indem sie mit ihren Projekten gezielt an den Stellen ansetze, die in Zukunft das Fundament der sächsisch-polnischen Bildungszusammenarbeit bilden werden, erklärte Béla Bélafi.
So absolvierten von November 2011 bis Mai 2013 im Rahmen des Ziel3-Projektes „Lehrerfachnetzwerk: Sprache, Landeskunde und interkulturelle Kompetenz in Sachsen, Niederschlesien und Woiwodschaft Lubuskie“ 16 sächsische Lehrer/-innen den durch das Koordinierungsbüro der Ziel3-Projekte der Sächsischen Bildungsagentur in Zusammenarbeit mit der Universität Breslau (Schule für Polnische Sprache und Kultur für Ausländer) initiierten Sprachkurs „Polnisch als Fremdsprache für sächsische Lehrer“. Mit sehr guten und guten Ergebnissen legten nach mehr als 400 Unterrichtsstunden die Teilnehmer/-innen der Niveaustufen B1 und B2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen ihre Prüfungen vor der Staatlichen Prüfungskommission ab. Sie sind von nun an berechtigt, an sächsischen Schulen im Rahmen von AGs Polnisch zu unterrichten – den unbedingten Willen hierzu bekräftigte im Namen aller Lehrer/-innen Katja Hoheit vom BSZ Meißen. Die letzten beiden Jahre hätten allen Beteiligten Mut gegeben, keine Herausforderung zu scheuen.
Für ihr großes persönliches Engagement bedankte sich im Namen der Leiterin der Schule für Polnische Sprache und Kultur für Ausländer der Universität Breslau, Prof. Dr. Anna Dąbrowska, ihre Stellvertreterin Urszula Dobesz. Jetzt liege es an den sächsischen und niederschlesischen Verwaltungsbehörden, so Beata Pawłowicz, den nächsten Schritt zu gehen und ihren Mitarbeitern/-innen die Sprache ihres Nachbarn näher zu bringen. Eben dies sächsischen Lehrer/-innen in den letzten zwei Jahren ermöglicht zu haben und damit einen weiteren Schritt in Richtung europäischer Integration gegangen zu sein, ist der Verdienst der Sächsischen Bildungsagentur und ihrer Projektpartner – und der Europäischen Union, die das Ziel3-Projekt „Lehrerfachnetzwerk: Sprache, Landeskunde und interkulturelle Kompetenz in Sachsen, Niederschlesien und Woiwodschaft Lubuskie“ im Rahmen des Operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Sachsen-Polen 2007-2013 fördert.