Auf dem Weg zum Lehrerdasein

Am 18. Dezember 2019 beschlossen Letitia, Jasmin R., Linda und Lukas aus unseren 10. Klassen eine ganztägige Exkursion mitzumachen, die außerschulisch vom Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) in Dresden angeboten wurde.
Begleitet wurden wir vom Oberstudiendirektor des BSZ Riesa M. Hampsch, dem Schulleiter der OS "Am Merzdorfer Park" und Herrn Käseberg vom BSZ Riesa.
Der Reisebus fuhr um 8:00 Uhr los und sammelte auf seinem Weg nach Dresden Schüler aus Riesa, Zehren, Coswig und Dresden (Neustadt) ein. Insgesamt nahmen interessierte Schüler der 10. Klassen aus sage und schreibe 7 verschiedenen Oberschulen und Schüler der 11. Klassen aus dem BSZ für Technik und Wirtschaft in Riesa teil.
Die erste Station war das Renaissance-Schloss, in welchem wir uns zwei Stunden lang frei bewegen und viele Kunstwerke besichtigen konnten.

Anschließend ging es direkt ins LaSuB Dresden, wo wir vom Leiter des Amtes Herrn Kettner freundlich in Empfang genommen wurden. Er freute sich über jeden einzelnen anwesenden Schüler und erklärte uns, dass diese Exkursion der Auftakt eines umfangreichen Projektes zum Gewinn von Lehrern in Sachsen sei, welches im Gespräch mit dem Kultusministerium entstand.

Außerdem wurde uns einiges über die Tätigkeit eines Lehrers erzählt, so dass bei allen die Ungewissheit um den Beruf verschwand. Des Weiteren schilderte er uns die Situation des Lehrermangels in Sachsen im Oberschulbereich, wie auch im Bereich der berufsbildenden Schulen, da die meisten Lehramtsstudenten in Grundschul- bzw. Gymnasialrichtung studieren. Zu wenige, die von einer Oberschule kommen und den Alltag dort kennen, beginnen ein Lehramtsstudium für die Oberschule, wobei Gymnasiasten ohnehin diesen Studiengang eher nicht beginnen, da die Oberschule für sie zu unbekannt ist. Zudem bleiben die meisten Studenten in den Großstädten wie Leipzig und Dresden, obwohl in ländlichen Gebieten Lehrer gebraucht und gesucht werden.
Nachdem er uns dies alles ans Herz legte, durften wir viele Fragen stellen und es wurde einiges diskutiert.
Ebenfalls stellten uns Herr Kress und Herr Schubert, zwei Mitarbeiter an den Ausbildungsstätten für berufsbildende - und Oberschulen mithilfe einer Power-Point-Präsentation die Ausbildungssysteme und -inhalte für Lehrer vor. Auch mit ihnen diskutierten wir über gute und schlechte Lehrer sowie über guten und schlechten Unterricht.

Auf diejenigen, denen es in Dresden gefallen hat und die sich weiterhin über den Lehrerberuf informieren möchten, warten weitere Seminare, in denen es auch in Sitzungen bzw. Vorlesungen an der TU Dresden und in die Lehrerausbildungsstätten für Ober- sowie Berufsbildende Schulen gehen wird.

Jedem, der es mag im Mittelpunkt zu stehen, der es stundenlang vor einer Gruppe junger Menschen aushält und der anderen Menschen mit hoher kommunikativer Fähigkeit gerne sein Wissen anschaulich vermittelt, kann ich dieses Projekt nur empfehlen.

Wir brauchen neue, junge und gute Lehrer!

Lukas J., Kl. 10 M1

 

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