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Ein Autor, ein Buch und „ein Autogramm, bitte“

Ungewohnt still wird es in den Reihen. Alle lauschen. - Klar. Wann gibt es schon mal die Möglichkeit, genau dem Autor zu begegnen, dessen Buch zur wichtigen Schullektüre erklärt wird. Johannes Herwig besuchte am 24. März unsere 82. Oberschule „Am Flughafen“ in Dresden-Klotzsche und las vor mehr als einhundert Neunt- und Zehntklässlern aus seinem Jugendroman „Bis die Sterne zittern“, der in diesem Schuljahr erstmals für alle Realschüler prüfungsrelevant wird. In seinem Debütroman thematisiert Herwig den Widerstand Jugendlicher, der damaligen Leipziger Meuten, im Nationalsozialismus.

 

Bodenständig und unaufgeregt sitzt der Leipziger Autor vor seinem jungen Publikum. Beinah so, als hätte er das schon tausendmal gemacht. Herwig liest nicht nur, er gibt Raum für Fragen, will mit den Oberschülern ins Gespräch kommen, zum Buch und den Beweggründen. Johannes Herwig kommt beim jungen Publikum an. Nicht grundlos nutzen etliche die Gelegenheit, um noch ein Autogramm zu erhaschen.

 

Herwig selbst nimmt den Trubel um sein Werk gelassen. Dass ausgerechnet sein Roman diesen Bildungsauftrag erfährt, konnte er anfangs selbst nicht glauben. „Ich dachte, das sei Spam“, erinnert sich der Autor an den Augenblick, als die wegweisende E-Mail vom Landesamt für Schule und Bildung in seinem Postfach auftauchte. Vielleicht sind es genau diese Momente, von denen Herwig erzählt, die auch seinem Publikum zeigen: Manchmal kommt das Schöne im Leben unverhofft.

 

Verena Schulenburg