KULTUR.FORSCHER!

Kultur.Forscher! ist ein bundesweites Programm der PwC-Stiftung Jugend-Bildung-Kultur und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, das Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I dabei unterstützt, sich aktiv mit ihrer kulturellen Lebenswelt auseinanderzusetzen. Kultur.Forscher! will neue Ansätze forschenden Lernens entwickeln und gezielt stärken.

Begonnen hat die Forschungsarbeit in den Neigungskursen Kunst, Medien und Sport, mit dem Ziel, den KULTUR.FORSCHER!-Gedanken zu verankern. Zudem war damit eine Vernetzung der Kurse und deren Inhalten angestrebt.

Jeder Kurs forscht in seinem kulturellen Themenbereich (Medien, Kunst, Bewegung). Unterstützung erhalten die Grünauer Kultur.Forscher! von den Kunstvermittlerinnen Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK). Die GfZK ist der kulurelle Kooperationspartner im Rahmen des Programms an der 94. Oberschule.

Im Vordergrund der Forschungsarbeit steht,den eigenen Lebensraum (Leipzig Grünau) zu erkunden. Unter der Fragestellung „Was hat Kultur mit mir und meinem Lebensraum zu tun?“, kommen die SchülerInnen nicht nur kulturellen Bereichen näher, sondern hinterfragen ihre eigenen Einstellungen und Bedürfnisse.

 

Fragend machen sich die SchülerInnen auf den Weg, um die Schule als Raum für Kultur zu öffnen.

 

KULTUR.FORSCHER!

UEBEL&NEISS erobert den OLYMP!!!

DER OLYMP – die Nominierten stehen fest

„Aus über 200 Endrundenbewerbungen hat die unabhängige Jury des Kinder zum Olymp!-Wettbewerbs sechs Beiträge für den neugeschaffenen Preis DER OLYMP – Zukunftspreis für Kulturbildung nominiert, der in den Kategorien „Programme kultureller Bildung“ und „Kulturelles Schulprofil“ verliehen wird.“

http://www.kulturstiftung.de/im-olymp-zukunftspreis-fuer-kulturbildung-verliehen/

Am 08.08.2016 war es dann soweit, das spannende Geheimnis, ob wir den Olymp bis ganz nach oben schaffen, wurde gelüftet. Dieser Schritt fehlte zwar, dennoch waren wir sehr stolz ein Preisgeld von 1000 EUR entgegenzunehmen. In der Kategorie „Programme mit kultureller Bildung“ haben wir uns mit zwei weiteren tollen Projekten auf die Bühne des Konzerthauses am Gendarmenmarkt in Berlin begeben und den Worten der Jury gelauscht.

VOTUM der Jury:

"Selten wird bei einem Programm konsequent von den Lebenswelten und Fragen der Jugendlichen im Kontext ihres Quartiers ausgegangen und partizipativ und damit verbunden wirklich ergebnisoffen umgesetzt. Zudem wird die Auseinandersetzung in kluger und unterschiedlicher Weise öffentlich gemacht, zum einen über den Verkauf der Produkte im Museumsshop, zum anderen durch eine pop-up-store-Aktion.
Obwohl Form und Inhalt fern der Schule erscheint, ist das Projekt nachhaltig in Schule und Unterricht integriert. Die produktive Auseinandersetzung mit Mode als partizipatives Thema zudem mit Experten (Designern), welches beiläufig erwähnt der Pädagogisierung der jugendlichen Lebenswelten entgegen wirkt, bindet vielfältige Themen, wie Genderfragen, Fair Trade mit ein. Demzufolge wird weit mehr als angewandte Kunst vermittelt, sondern hat das Potential über den Kunstunterricht hinaus behandelt zu werden. Die auch unerwarteten Erfahrungen werden umfassend reflektiert."

Ein wunderbarer Erfolg finden alle Beteiligten, echt UEBEL NEISS !!!!

2014

UEBEL&NEISS goes BUSINESS

 

Das Modelabel UEBEL & NEISS geht in die nächste Runde. Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen der haben in diesem Schuljahr ein Unternehmen gegründet, um UEBEL & NEISS weiterzuentwickeln.

Marketing, Management und Produktion – so eine Schülerfirma will gut organisiert sein. Wie es auch in anderen Betrieben üblich ist, wurden die verschiedenen Aufgaben von den Schülerinnen und Schülern untereinander aufgeteilt und es wird zu festen Zeiten gearbeitet. So gibt es eine Gruppe, die die Geschäftsleitung übernimmt. Hier wurde ein Business Plan erstellt und wie in einer Genossenschaft Mitglieder angeworben und Anteile verkauft. Zwei weitere Gruppen entwickelten zusammen mit Tristan Schulze und Franziska Eichhorn das Design – für Tücher und T-Shirts. So wurden z.B. bei den T-Shirts Überlegungen dazu angestellt, was die gängige Mode ist, ob und wie sie den Stadtteil präsentiert und wie man sich selbst mit dem Kleidungsstück identifiziert.

Natürlich zeigen die jungen Unternehmer ihre Kollektion auch der Öffentlichkeit.

 

 

Pop-up-store mit und am PEP

Am 15.07.2014 eröffnete zum ersten Mal der UEBEL&NEISS-PopUp-Store – und zwar für einen Tag!

An diesem wunderbaren, sonnigen Tag gab es bei uns die Premiere des unfassbar stylischen UEBEL&NEISS-Videos zu sehen!
Unsere Freunde von der Offenen Siebdruckwerkstatt stellten Material und Expertise zur Verfügung, so dass jede/r eigene UEBEL&NEISS-T-shirts oder-Beutel bedrucken konnte!
UEBEL&NEISS-Style-Träger/innen kamen bei einem professionellen Foto-Shooting voll auf ihre Kosten!
Und Breakdancer und Tanzlehrer Matthias zeigte, was er kann und lud alle Zuschauer zum Mitmachen ein – sehr waghalsig, aber cool!

 

 

 

2013

VICTIM - Das erste Imagevideo zu UEBEL&NEISS

Zu einem krassen Label gehört auch eine ordentliche Performance.

Mit Tristan und Matthias Buckl (alias Beat Bohème) entwickelten die SchülerInnen in Gruppen kleine Choreografien. Zu einem Video geschnitten und mit eigen produziertem Sound von Tristan hinterlegt, entstand ein Clip, der den Hintergrund des Labels perfekt zum Ausdruck bringt.

Schaut selbst!!!

UEBEL&NEISS™ – † VICTIM † – (official 2014 showreel) from Mister Hello on Vimeo.

Die schnellste Reise durch Z

Seit September arbeiten 11 Jugendliche im Neigungskurs Kunst an der Erstellung von Handpuppen und kleinen Spielszenen. Begleitet werden sie dabei von der Figuren- und Objektspielerin Franziska Merkel. Im Zentrum der Charakterentwicklung stehen Vorstellungen, Wünsche und Interessen der Jugendlichen, die sie spielerisch und gestalterisch in das Aussehen und die Aktion ihres jeweiligen Puppenkopfes einfließen lassen.
Als Spielumgebung fungiert Zastávka, der Ort, in den der Neubau der GfZK in der aktuellen Ausstellung verwandelt wurde.

 

Hurra! Unser Projekt ist in der Endrunde von “Kinder zum Olymp – Schulen kooperieren mit Kultur”

UEBEL&NEISS is born!!!

Im vergangenen Schuljahr setzten sich die SchülerInnen mit ihrem unmittelbaren Umfeld auseinander. Nachdem Orte für Jugendkultur in Grünau untersucht wurden, geht es nun um den Stadtteil an sich, wie das Leben aussieht und wie es sich festhalten und darstellen lässt. Ziel ist es eine spannende Form der Abbildung zu finden.

Der Kurs beginnt mit Untersuchungen unweit der Schule. An einem Platz im Wohngebiet wird geschaut, wie der Ort aussieht und wie sich Menschen dort verhalten. Es werden Fotos und Zeichnungen gemacht. Die Fotos stellen den gesamten Platz dar und werden im Nachhinein so aufgeklebt und geschlossen, dass man die Umgebung als Panorama nachvollziehen kann.

Weiterhin erstellen die Jugendlichen Profile von Orte außerhalb ihres Stadtteils, z. B. von Haltestellen und besuchen die Galerie für Zeitgenössische Kunst. Hier lernen sie Kunstwerke in der Ausstellung “Aneignung der Gegenwart” kennen, die auf ganz unterschiedliche Weise Menschen und Orte darstellen.

In Zusammenarbeit mit dem Designer Tristan Schulze von HELLO STUDIOS wird eine Darstellungsform gefunden, die  in Richtung Modelabel oder Modekollektion geht. Recherchefragen zu Beginn sind:
Was kann das alles sein – ein Modelabel?
Was wird kommuniziert?
Wie werden Botschaften transportiert?
Was gehört dazu – Name, Farbe, Bilder?

Es wird darüber diskutiert, was Mode bedeutet, welche Botschaften über T-Shirts und Klamottenformen übertragen werden können, was die Schülerinnen selbst wichtig finden und was ihnen zu peinlich wäre, anzuziehen und warum. Was bedeutet es, diese Sprüche, die im Alltag oft gedankenlos daher gesagt werden, auf dem eigenen T-Shirt geschrieben zu tragen. Warum sind die Sprüche einerseits so lustig oder andererseits besonders geschmacklos. Wo hört der Spaß auf?

Die Kids erhalten den Auftrag  Stile in Modeblogs zu untersuchen sowieBilder von Passanten und Freunden zu machen. Im Anschluss an die Recherche entstandenen Entwürfe, bei denen alles möglich sein sollte. Diese wurden in der Gruppe ausgewertet.

Der Recherchephase folgt die Umsetzung. Dazu wird der Kurs in zwei Gruppen geteilt – die Entwicklungsgruppe und die Recherchegruppe.
Erstere ist für die gestalterische Umsetzung des Modelabels zuständig, also für Farben und Formen, Entwürfe und Druck. In kleinen Gruppen bearbeiten die Jugendlichen die Schwerpunkte Farbkombinationen/-stimmungen, Typografie/Schrifttypen und Namen/Titel.

Größter Erfolg der heutigen Session:  es wurde der Labelname gefunden! UEBEL&NEISS


Die zweite Gruppe kümmert sich um den ideellen und theoretischen Überbau des Labels. Dazu untersuchen sie ihre eigene Kleidung und überlegen woher die Sachen, die sie tragen, stammen. Dabei wird schnell klar, dass entgegen der ersten Annahme, dass die T-Shirts, Hosen und Jacken in Leipzig oder Berlin produziert werden, auf den Etiketten Länder wie China oder Bangladesch zu lesen sind.

Im Zuge der Recherche zum Thema Mode und Textilindustrie sowie der eigenen Entwicklung einer T-Shirt-Kollektion besuchten wir die Leipziger Modedesignerin Franziska Eichhorn in ihrem Atelier im Westwerk.
Franziska zeigte neben den Kollektionen auch, wie ein Kleidungsstück konzipiert, der Schnitt auf den Stoff gebracht und die einzelnen Teile zusammen genäht werden.  

Nun wird gedruckt.

Die Leipziger d.i.y. Siebdruckwerkstatt Offensiwe hat uns dazu einen Nachmittag ermöglicht, an dem wir verschiedene Farben und Styles ausprobieren konnten. Felix und Hannes gaben zu anfangs eine kleine Einführung in die Technik des Siebdrucks.

2012

I love Grünau

Seit Februar 2012 ist das Projekt GALERIE 94 Teil der bundesweiten Initiative KULTUR.FORSCHER!.

Die Schüler/innen werden im Neigungskurs ihren Stadtteil Leipzig Grünau unter der Fragestellung „Was hat Kultur mit mir und meinem Lebensraum zu tun?“ erkunden und erforschen.

Die ersten Schritte begannen mit einem Rundgang durch das Wohnviertel Grünau, in dem die meisten der Jugendlichen zu Hause sind. Im Vorfeld erstellte die Gruppe eine Liste von Einrichtungen, die sie mit “Kultur” verbinden. Besucht wurden folgende Orte: Jugendclub “Arena” (gleich neben der Schule), Kinder- und Jugendtreff Leipzig Grünau (ehemals “Kirschberghaus”), Jugendclub “Kübel” (Sitz der Mobilen Jugendarbeit Leipzig e.V.), Heizhaus (Skate- und Jugendzentrum Leipzig) und das Kinder- und Jugendtheater Theatrium.

Erste Ideen, was mit den gesammelten Informationen passieren soll, sind: eine Zeitung, eine  Internetpräsentation, Flyer und/oder Poster, die über die (kulturellen) Möglichkeiten für Jugendliche in Grünau informieren und Tipps geben.

Am Ende steht fest, es soll ein Stadtteilplan werden, wo Jugendliche für Jugendliche fünf ausgewählte Einrichtungen vorstellen und empfehlen. Der Plan wird “I love Grünau – triff Dich hier!” heißen.
Für die grafische Umsetzung haben wir uns professionelle Unterstützung eingeladen: die Grafikerin Katrin Hanusch. Die Aufgabe ist nun, für alle bisher gesammelten Informationen Bilder und Symbole zu finden, die dann später auf dem Stadtteilplan die Empfehlungen der Schülerinnen und Schüler visualisieren werden. Dafür gilt es zunächst zu überlegen, welches Bild/welches Symbol welche Botschaft vermitteln kann, ohne erklärenden Text. Gemeinsam werden Bewertungskriterien für die Einrichtungen bestimmt und Punkte vergeben. Neben dem Spaß und Entspannungsfaktor spielen Sauberkeit und Menschlichkeit eine große Rolle. Aber wie findet man am besten geeignete Bilder, die genau das ausdrücken? Katrin hat dafür eine Vielzahl an farbigen Papieren und Formen mitgebracht und lässt nun alle assoziieren. Was verbindet man mit gelb, grün oder rot? Nach diesen Übungen skizziert jede/r Motive entsprechend der Bewertungskategorien und am Ende wurde viel diskutiert und demokratisch abgestimmt, welches Bild den Anforderungen am besten entspricht.

2011

KAPUTT - wie alles begann!!!

Im Schuljahr 2011/12 wurde der erste Neigungskurs Kunst unter der Leitung von Frau Bittner ins Leben gerufen. Ziel sollte es sein, eine Ausstellungsfläche in den Schulfluren zu schaffen, die es den Schülern ermöglicht, ihre eigenen Werke zu präsentieren. Den Kursteilnehmern wurde schnell klar, dass ihr Schulhaus sich weder für die Ausstellung von Bildern eignet, noch wollten sie ihre Werke anbringen, da die Gefahr zu groß ist, dass sie alsbald zerstört werden.

An diesem Punkt musste Hilfe herbei, die sich mit Ausstellungflächen besser auskennt. Die Kunstvermittlerinnen der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK), Alexandra Friedrich und Lena Seik, wurden als Experten ins Boot geholt. In einem ersten Schritt wurden die beiden von den Schülern durch das Gebäude geführt, um das Ausmaß des Missstandes deutlich zu machen.

Löcher und Schmierereien an den Wänden, zerstörte Bilder, stinkende Toiletten, kaputte Türen, undichte Fenster und und und und…! Die Zahl der negativen Begegnungen war groß. Dennoch wollten die Schüler ihren Gedanken nicht ganz verwerfen und so entstand die Idee, den Zustand der Schule zum Inhalt einer Ausstellung zu machen.

Wie macht man das aber? Was kann man präsentieren? Wie stellt man aus? Wie machen das Künstler? …. Mit diesen Fragen fuhren die Schüler in die GfZK und schauten sich zunächst an, wie Zeitgenössische Kunst in Ausstellungräumen präsentiert werden kann. Mit einer groben Orientierung ging es zurück in die Schule. Zustände wurden fotografiert, dokumentiert, gezeichnet und beschrieben… nun wurden die Ergebnisse in Präsentationsformen gebracht. Es entstand beispielsweise ein Fotoroman, eine Fotowand, eine Rauminstallation, auch eine Geruchsbox wurde gebaut, um den Geruch der Toiletten nachzuempfinden. Zudem gestalteten die Schüler ein Modell ihrer Schule als Zukunftsvision.

Und dann war es soweit! Zur Ausstellungseröffnung wurden nicht nur Eltern und Schüler eingeladen, sondern auch Vertreter der Sächsischen Bildungsagentur, der Stadt Leipzig, des Kulturamtes der Stadt Leipzig sowie Pressevertreter.

Die Ausstellung „KAPUTT - Unser Schulhaus – Bestandsaufnahme und Zukunftsvision“ machte zunächst aufmerksam und ermöglichte durch die finanzielle Unterstützung des Jugendamts die Renovierung einer der, als Ausstellungsfläche vorgesehenen, Schulflure. Dem Ziel einer dauerhaften Inbetriebnahme der Flächen und Flure als Ausstellungs- und Präsentationsmöglichkeit unter dem Label GALERIE 94, welches von den Schülern eigenverantwortlich organisiert, betrieben und mit Aktionen belebt wird, kamen alle somit ein Stück näher.