Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Mit diesem Siegel reiht sich das Hans-Erlwein-Gymnasium in ein bundesweites Netzwerk von über 800 Schulen in ganz Deutschland ein, die diese Plakette durch eine Unterschriftenaktion erworben haben. Wir sind damit die 44. Schule in Sachsen und runden die deutsche Gesamtschülerzahl auf 500.000 Schüler und Schülerinnen auf. Jeder Schüler hat mit seiner Unterschrift folgende Punkte unterschrieben:

 

1.    Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

 

2.    Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen

ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.

 

3.    Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

 

Dieser Titel ist daher nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Verpflichtung!

 

Eine Auszeichnung dafür, dass in den letzten Jahren die Organisatoren des „Toleranztages“ daran gearbeitet haben die Schülerschaft über die Themen Diskriminierung, Rassismus und Courage aufzuklären. Wir (ORGA-TEAM) wollen auch weiterhin für ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander werben.

 

Juliane Seifert (Beauftragte der Landeskoordination) sagte bei der Verleihung am 23. November 2010: „Gut, dass nach wie vor eine Mehrheit in unserer Gesellschaft es als eine Tugend anerkennt, gegen Rassismus, Nationalismus und menschenverachtende Einstellungen Position zu beziehen. […] Auch die Schulen sind davor nicht sicher. Ein Gymnasium mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu sein, heißt nicht, dass so etwas nicht mehr vorkommen kann. Es bedeutet aber, sich offen damit auseinanderzusetzen, wenn solche Vorfälle auftreten."

 

Doch wie gesagt, ist der Titel nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung, in unserem Engagement nicht müde zu werden und weiterhin mit dem „Toleranztag“ eine langfristige und kontinuierliche Auseinandersetzung an unserer Schule aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln.

Dazu gehören Mut, Entschlossenheit, Tatendrang und ein Ziel, dass sich jeder Schüler setzen muss.

 

 

 

Denny Schneider, Juliane Seifert (Landeskoordination) & Johanna Paul