Werkstufe

Die Werkstufe – Lernen für das Leben und die Zukunft

Die Werkstufe bildet den letzten Abschnitt der schulischen Bildung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Nach erfolgreichem Abschluss der Oberstufe wechseln unsere Schülerinnen und Schüler in der Regel an das Werkstufenzentrum in der Anhalter Straße 1. Dort setzen sie ihren individuellen Bildungsweg in einer neuen Lernumgebung fort.

Unsere derzeitige Werkstufenklasse ist bereits an das Werkstufenzentrum umgezogen und wird dort weiter unterrichtet. Zukünftig werden alle Schülerinnen und Schüler nach Abschluss der Oberstufe diesen Schritt gehen.

Das Werkstufenzentrum bietet den Jugendlichen ein berufsschulähnliches Lernumfeld, in dem sie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickeln und vertiefen können. Der Unterricht erfolgt auf Grundlage des sächsischen Lehrplans für Werkstufen. Im Mittelpunkt stehen die Vorbereitung auf das Arbeitsleben, die Förderung der Selbstständigkeit und die Entwicklung persönlicher Lebensperspektiven.

Lernen für die Arbeitswelt und ein selbstbestimmtes Leben

Die Inhalte der Werkstufe orientieren sich an der Lebenswelt und den individuellen Bedürfnissen der Jugendlichen. Neben der Vertiefung grundlegender Kulturtechniken nimmt das praktische Lernen einen großen Stellenwert ein. In verschiedenen Arbeitsfeldern sammeln die Schülerinnen und Schüler Erfahrungen, entwickeln ihre Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit und lernen, Aufgaben zunehmend selbstständig und verantwortungsbewusst zu bewältigen.

Weitere wichtige Schwerpunkte sind:

  • Berufliche Orientierung: Kennenlernen verschiedener Arbeitsfelder, praktische Tätigkeiten und regelmäßige Betriebspraktika

  • Selbstständigkeit und Mobilität: Wege eigenständig bewältigen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen und sich sicher im öffentlichen Raum bewegen

  • Wohnen und Alltag: Verschiedene Wohnformen kennenlernen, lebenspraktische Fähigkeiten erweitern und den eigenen Alltag gestalten

  • Freizeit und Gemeinschaft: Eigene Interessen entdecken, Freizeit sinnvoll gestalten und soziale Kompetenzen stärken

  • Zukunftsplanung: Gemeinsam mit Eltern, Pädagogen und weiteren Partnern individuelle Perspektiven für die Zeit nach der Schule entwickeln

Ein wichtiger Bestandteil der Werkstufenarbeit ist der „Ordner Leben und Arbeiten“ (OLA), der die Jugendlichen bei ihrer persönlichen Entwicklung und beruflichen Orientierung begleitet.

Die Werkstufenzeit umfasst in der Regel das 10. bis 12. Schulbesuchsjahr. Am Ende dieser Zeit erhalten die Schülerinnen und Schüler am Werkstufenzentrum ihr Abgangszeugnis.

 

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