Sucht -und Gewaltprävention


Veranstaltungen im Rahmen der Sucht – und Gewaltprävention im Schuljahr 2016/17

 

Der beste Weg Schüler zu stärken und sie zu befähigen ist die Implementierung des Programms

„Lions Quest – Erwachsen werden“ mit einer zusätzlichen Wochenstunde. In dieser erlernen die Schüler soziale Kompetenzen anhand der Aufarbeitung des Geschehens im Alltag.

Dieser Unterricht fördert nicht nur ihre eigenen Kompetenzen, sondern er trägt auch wesentlich zur Teambildung bei.

Dieses Programm bewährte sich seit vielen Jahren, so dass es in jüngster Vergangenheit unter dem Titel „Erwachsen handeln“ für die Berufsschulen fortgeschrieben wurde.

 

Weitere Veranstaltungen sollen auf praktische Weise die dort behandelten Inhalte intensivieren.

 

So erlebten die Klassen 6 – 10 in den letzten beiden Jahren einen zweitägigen Grundkurs in Gewaltprävention. Sie erlernten durch gezielte Körperübungen und den bewussten Einsatz Mimik und Gestik, wie sie sich bei drohenden körperlichen Auseinandersetzungen selbst behaupten können.

Sie analysieren ihr eigenes Verhalten, nachdem ihnen der Spiegel vorgehalten wurde und diskutieren über die Möglichkeiten der Verhinderung von Konflikten.

Die 6. Klassen erlebten diesen Kurs am Ende des vergangenen Schuljahres im August 2016.

Sie werden in einer Nachmittagsveranstaltung das Gelernte im zweiten Halbjahr auffrischen.

 

In Zusammenarbeit mit der Polizei erhalten unsere 5. Klassen am 02.03./03.03.2017 ebenfalls eine Ausbildung in Selbstbehauptung als Gewaltprävention.

 

Am 30.03.2017 erhalten die 9. Klassen eine Ausbildung zum Thema Medien und Recht durch die Präventionsabteilung der Polizei.

 

Zwei achte Klassen führten zu Beginn des Schuljahres eine Orientierungsfahrt durch, auf der sie sich unter der Anleitung von Fachleuten mit selbstgewählten Teilthemen aus dem übergeordneten Thema „Pubertät“ intensiv in Workshops beschäftigten.

An einem außerschulischen Lernort fanden sie die notwendige Ruhe und Konzentration, sich auf sich selbst zu besinnen, sich auf verschiedenste Methoden einzulassen und sich und die gesamte Klasse zu stärken. Erarbeitet die Klasse für sich ein gutes Klassenklima, strahlt dies auf die gesamte Schule aus.

Die dritte achte Klasse wird sich am 08.03.2017 in einem Workshop mit dem Thema „ Vielfalt lieben – Toleranz leben!“ auseinandersetzen.

 

Unsere Schule beteiligte sich in den vergangenen Jahren mehrfach erfolgreich am Wettbewerb Schule der Toleranz“.

In diesem Jahr steht dieser Wettbewerb im Zeichen der Flüchtlingsproblematik.

Da bei uns seit März 2016 22 ausländische Schüler in einer DaZ (Deutsch als Zweitsprache) lernen, bot sich für uns eine erneute Beteiligung an.

Dafür bearbeiten die Schüler einer achten Klasse und die Schüler der DaZ – Klasse ein gemeinsames Thema.

Verschiedenste Ziele werden verfolgt:

Erlangen von Fachwissen über unterschiedliche Kulturkreise

gegenseitiges Kennenlernen und damit Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten

gemeinsame Aktivitäten zur raschen Einbindung der DaZ – Schüler in den Schulalltag

weitere Entwicklung der emphatischen Fähigkeiten

gemeinsames Arbeiten an Teilprojekten - Aufdeckung der unterschiedlichen Sichtweisen auf das Thema – Entdecken der Stärken jedes Einzelnen

Weiterentwicklung der Präsentationsfähigkeiten, um die Ergebnisse vor einer Jury selbstbewusst darbieten zu können.

 

Die Schüler der DaZ –Klasse erhalten eine Schulung über die Rechte und Pflichten in Deutschland durch die Präventionsabteilung der Polizei am 03.04.2017.

 

Auf dem Gebiet der Suchtprävention unterstützen uns die Fachleute des Drahtseil e. V., die auch Drogen konsumierende Jugendliche und deren Eltern beraten und betreuen, wenn sie das wünschen.

 

Seit 2003 bieten wir für die Eltern ein Seminar zur Suchtprävention an, auf dem der Leiter der Suchtberatungsstelle den Eltern Wissen vermittelt und sie für dieses Problem sensibilisiert.

Leider greift der Drogenkonsum in unserer Gesellschaft immer stärker um sich, erfasst alle gesellschaftlichen Schichten. Der Gebrauch von Cannabis wird in den Medien stark bagatellisiert und unseren Jugendlichen wird ein sehr verzerrtes Bild vermittelt.

Deshalb sind Kenntnisse auf diesem Gebiet wichtig. Kenntnisse über Drogen, deren Aussehen, Wirkungsweise, Erreichbarkeit, aktuelle Situation in Leipzig…

Die Eltern erhalten Hinweise, woran sie erkennen können, dass ihr Kind den geradlinigen Weg verlassen könnte und sie ihrem Kind helfend zur Seite stehen sollten. Auch wie diese Hilfe aussehen könnte, wird erklärt.

Obwohl wir immer ca. 140 Elternhäuser der Klassenstufen 6 – 9 schriftlich einladen, nehmen jedes Jahr verschwindend wenige Eltern dieses Angebot an.

Da wir Suchtprävention als eine unserer Aufgaben sehen, halten wir dieses Seminar auch für die wenigen interessierten Eltern aufrecht und freuen uns, wenn deren Feedback immer sehr positiv ausfällt.

Schüler, deren Eltern sich informieren, haben großes Glück: sie haben starke Eltern an ihrer Seite und das führt zu ihrer persönlichen Stärkung. Sie werden in die Lage versetzt, sich selbst und anderen helfen zu können.

In diesem Schuljahr fand das Seminar am 14.11.2016 statt. Selbstverständlich war es auch für interessierte Eltern der anderen Klassenstufen offen.

Eines unserer Ziele besteht auch darin, die Eltern zu befähigen, sich selbst und anderen helfen zu können, sich zusammen zu finden und den gemeinsamen Austausch zu pflegen.

Denn wir dürfen nie vergessen:

In unserem Grundgesetz, Artikel 6, Absatz 2 steht geschrieben:

„Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“

 

 

Die Klasse 8b besuchte in diesem Schuljahr am 02.12.2016 einen Workshop zu diesem Thema bei Drahtseil e. V.

 

Die Klasse 9b hatte am 14.11.2016 die besondere Gelegenheit, in der Soteria –Klinik (Entzugsklinik) in kleinen Gruppen mit Patienten sprechen zu dürfen, die seit Jahren gegen die Sucht ankämpfen. Sie berichteten erstaunlich offen, wie sie in die Sucht gelangten, von oft mehreren Versuchen mit professioneller Hilfe wieder davon loszukommen, von den gesundheitlichen und sozialen Folgen der Sucht für sich und ihre Familien und Freunde.

Dieser Besuch wirkte sich auf unsere Schüler aus. Bei einer Rückblende wurde deutlich, dass sie sich jedes Detail der Aussagen merken konnten. Sie sprachen davon, wie geschockt sie von den Erzählungen der Patienten waren.

Wir hoffen, sie können unter diesen Eindrücken die richtigen Konsequenzen für ihr Leben ziehen.

Diese Veranstaltung wurde von unserer Beratungslehrerin organisiert.

 

Die drei siebten Klassen werden sich im März mit der Thematik auseinandersetzen. Gemeinsam mit ihren Klassenleitern besuchen sie das Drogenkabinett der Polizei in Paunsdorf. Sie erfahren, welche Drogen im Umlauf sind, wie sie wirken, welche Ursachen in eine Sucht führen können und welche rechtlichen Konsequenzen wegen Drogenbesitzes und Drogenvertriebes drohen.

Sie lernen Hilfsangebote und Beratungsstellen kennen.

Termine:           Klasse 7b:        07.03.2017

                        Klasse 7a:        08.03.2017        /      Klasse 7c:          09.03.2017

Die Klassen 6 setzten ihre Ausbildung fort und knüpften an das in Klasse 5 erlebte Antiaggressionstraining mit einem interaktiven Theaterstück  „Besser ich!“ an.

Mit dieser Methode erarbeiteten sie sich weitere Strategien zur Selbstbehauptung und für ein optimales Konfliktmanagement.

Diese Veranstaltung fand für die Klasse 6a am 08.02.2017 und für die Klasse 6b am 20.01.2017 in der Schule im Rahmen der Reihe „Theater im Klassenzimmer“ statt.

 

Die Klassen 7 beteiligen sich am Nichtraucherwettbewerb, in dem sie sich selbst kontrollieren und vor allem sehr ehrlich sein müssen.

 

Zwei unserer Kolleginnen unterzogen sich vor einigen Jahren der speziellen Fortbildung zum Thema „Mobbing“.

Da uns bekannt ist, dass Schüler, die gemobbt werden oder sich gemobbt fühlen, Gefahr laufen, sich das Leben mit Drogen verschönern zu wollen, gaben diese Kollegen ihr erworbenes Wissen als Multiplikatoren an alle Lehrer des Kollegiums weiter.

Um mit den Schülern methodisch vielseitig dieses Thema zu behandeln, stehen uns sogenannte Mobbingkoffer mit ausgesuchten Materialien zur Verfügung.

 

Seit 2004 werden von unserer Schulsozialarbeiterin Schüler der 8. – 10. Klassen zu Streitschlichtern ausgebildet. Freiwillig unterziehen sie sich der einjährigen Ausbildung außerhalb des Unterrichts, um dann die Lehrer und Schüler bei der Bewältigung von Konflikten unterstützen zu können.

Diese Schüler sind uns eine große Hilfe. Sie sorgen verstärkt für ein normgerechtes Miteinander, mischen sich ein, sind direkter Ansprechpartner. Die Ausbildung tut auch etwas für sie selbst:

Stärkung der Selbstkompetenz, des Selbstvertrauens, der sozialen Kompetenz und der Achtung und Anerkennung. Jeder Ausbildungsbetrieb wird sich freuen, Schulabgänger mit solchen Erfahrungen zu bekommen!

Die Streitschlichter stellten sich zu Beginn des Schuljahres in den 5. Klassen vor, sprachen über ihren Weg zum Streitschlichter und ihre Aufgaben und Möglichkeiten als Streitschlichter.

Auf diese Weise sorgen sie für ihren eigenen Nachwuchs!

 

 

Mit unserem Babyprojekt, welches seit mehreren Jahren in den Klassen 9 im Lions – Quest – Unterricht  gemeinsam vom Klassenleiter und der Schulsozialarbeiterin umgesetzt wird, reagieren wir auf eine weitere gesellschaftliche Erscheinung: Teenageschwangerschaften!

Auch an unserer Schule mussten wir Erfahrungen damit machen.

In diesem Kurs erleben die Schüler im Umgang mit computergesteuerten Babypuppen, wie stressig der Alltag mit einem Kind sein kann, insbesondere dann, wenn die Lebensumstände, in das das Kind hineingeboren wird, ungeklärt und ungesichert sind.

Der Kurs umfasst jedoch weit mehr. Themen, die beleuchtet werden sind:

            Liebe – Partnerschaft – Verhütung – Verantwortung – Verlauf einer Schwangerschaft –

               Einfluss von Drogen auf Mutter und Kind – gesellschaftliche Unterstützungsmöglichkeiten –

Antragsverfahren  für Gewährung von Unterstützungen – Veränderung der eigenen Lebens…..

Das Programm für diesen Kurs entwickelten unsere Kollegen in Zusammenarbeit mit den Schülern. Dabei werden viele Möglichkeiten, die die Stadt Leipzig oder andere Vereine und Institutionen bieten, kennengelernt und besucht.

Schüler, die den Kurs in den vergangenen Jahren erlebten, sprachen sich sehr wertschätzend über den Sinn dieses Kurses für ihre eigene Entwicklung aus.

 

Die Klasse 9a plant für die Projektwoche im April 2017 die Beschäftigung mit Suchtprävention, Schwerpunktthema: Alkohol.

 

Die Klassen 6 und 7 erleben mit dem Verein „Brücken bauen“ sehr beeindruckende Nachmittage.

Hier treffen sie mit behinderten Menschen in unserer Turnhalle zusammen, erleben wie diese mit ihren teils sehr starken Einschränkungen umgehen und die Freude am Leben nicht verloren haben.

Die Schüler dürfen im Rollstuhl fahren, um nachempfinden zu können, mit welchen Hürden im Alltag ein behinderter Mensch kämpfen muss. Sie lernen sich in diese Menschen hinein zu versetzen und entwickeln Verständnis und Hilfsbereitschaft.

 

Für unsere Schüler und Eltern sind wir immer ansprechbar und nehmen uns viel Zeit für Gespräche.

Wir sind auch mutig genug, in Gesprächen oder über Elternbriefe brisante Themen anzusprechen und müssen nicht selten den Missmut der Gesprächspartner in Kauf nehmen.

 

 

 

So versuchen wir in jedem Schuljahr die Unterrichtsthemen aus den angesprochenen Bereichen zu ergänzen und damit den Schülern die Inhalte und deren Auswirkungen auf ihr eigenes Leben bewusster zu machen.

Wir reagieren auf aktuelle Erscheinungen in der Gesellschaft und insbesondere an unserer Schule.

Die allseitige Ausbildung unserer Schüler und damit ihre beste Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben ist unser erklärtes Ziel.

 

Durch unser GTA – Programm werden uns diese zusätzlichen Möglichkeiten eröffnet.

 

Die WHO definierte 1994 den Begriff Lebenskompetenzen wie folgt:

 

„Lebenskompetenzen sind diejenigen Fähigkeiten, die einen angemessenen Umgang sowohl mit unseren Mitmenschen als auch mit den Problemen und Stresssituationen im alltäglichen Leben ermöglichen.

Solche Fähigkeiten sind bedeutsam für die Stärkung der psychosozialen Kompetenz.“

 

Daraus leiten wir unsere Zielstellung ab:

 

Veranstaltungen im Rahmen der Sucht – und Gewaltprävention im Schuljahr 2016/17

 

Der beste Weg Schüler zu stärken und sie zu befähigen ist die Implementierung des Programms

„Lions Quest – Erwachsen werden“ mit einer zusätzlichen Wochenstunde. In dieser erlernen die Schüler soziale Kompetenzen anhand der Aufarbeitung des Geschehens im Alltag.

Dieser Unterricht fördert nicht nur ihre eigenen Kompetenzen, sondern er trägt auch wesentlich zur Teambildung bei.

Dieses Programm bewährte sich seit vielen Jahren, so dass es in jüngster Vergangenheit unter dem Titel „Erwachsen handeln“ für die Berufsschulen fortgeschrieben wurde.

 

Weitere Veranstaltungen sollen auf praktische Weise die dort behandelten Inhalte intensivieren.

 

So erlebten die Klassen 6 – 10 in den letzten beiden Jahren einen zweitägigen Grundkurs in Gewaltprävention. Sie erlernten durch gezielte Körperübungen und den bewussten Einsatz Mimik und Gestik, wie sie sich bei drohenden körperlichen Auseinandersetzungen selbst behaupten können.

Sie analysieren ihr eigenes Verhalten, nachdem ihnen der Spiegel vorgehalten wurde und diskutieren über die Möglichkeiten der Verhinderung von Konflikten.

Die 6. Klassen erlebten diesen Kurs am Ende des vergangenen Schuljahres im August 2016.

Sie werden in einer Nachmittagsveranstaltung das Gelernte im zweiten Halbjahr auffrischen.

 

In Zusammenarbeit mit der Polizei erhalten unsere 5. Klassen am 02.03./03.03.2017 ebenfalls eine Ausbildung in Selbstbehauptung als Gewaltprävention.

 

Am 30.03.2017 erhalten die 9. Klassen eine Ausbildung zum Thema Medien und Recht durch die Präventionsabteilung der Polizei.

 

Zwei achte Klassen führten zu Beginn des Schuljahres eine Orientierungsfahrt durch, auf der sie sich unter der Anleitung von Fachleuten mit selbstgewählten Teilthemen aus dem übergeordneten Thema „Pubertät“ intensiv in Workshops beschäftigten.

An einem außerschulischen Lernort fanden sie die notwendige Ruhe und Konzentration, sich auf sich selbst zu besinnen, sich auf verschiedenste Methoden einzulassen und sich und die gesamte Klasse zu stärken. Erarbeitet die Klasse für sich ein gutes Klassenklima, strahlt dies auf die gesamte Schule aus.

Die dritte achte Klasse wird sich am 08.03.2017 in einem Workshop mit dem Thema „ Vielfalt lieben – Toleranz leben!“ auseinandersetzen.

 

Unsere Schule beteiligte sich in den vergangenen Jahren mehrfach erfolgreich am Wettbewerb Schule der Toleranz“.

In diesem Jahr steht dieser Wettbewerb im Zeichen der Flüchtlingsproblematik.

Da bei uns seit März 2016 22 ausländische Schüler in einer DaZ (Deutsch als Zweitsprache) lernen, bot sich für uns eine erneute Beteiligung an.

Dafür bearbeiten die Schüler einer achten Klasse und die Schüler der DaZ – Klasse ein gemeinsames Thema.

Verschiedenste Ziele werden verfolgt:

Erlangen von Fachwissen über unterschiedliche Kulturkreise

gegenseitiges Kennenlernen und damit Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten

gemeinsame Aktivitäten zur raschen Einbindung der DaZ – Schüler in den Schulalltag

weitere Entwicklung der emphatischen Fähigkeiten

gemeinsames Arbeiten an Teilprojekten - Aufdeckung der unterschiedlichen Sichtweisen auf das Thema – Entdecken der Stärken jedes Einzelnen

Weiterentwicklung der Präsentationsfähigkeiten, um die Ergebnisse vor einer Jury selbstbewusst darbieten zu können.

 

Die Schüler der DaZ –Klasse erhalten eine Schulung über die Rechte und Pflichten in Deutschland durch die Präventionsabteilung der Polizei am 03.04.2017.

 

Auf dem Gebiet der Suchtprävention unterstützen uns die Fachleute des Drahtseil e. V., die auch Drogen konsumierende Jugendliche und deren Eltern beraten und betreuen, wenn sie das wünschen.

 

Seit 2003 bieten wir für die Eltern ein Seminar zur Suchtprävention an, auf dem der Leiter der Suchtberatungsstelle den Eltern Wissen vermittelt und sie für dieses Problem sensibilisiert.

Leider greift der Drogenkonsum in unserer Gesellschaft immer stärker um sich, erfasst alle gesellschaftlichen Schichten. Der Gebrauch von Cannabis wird in den Medien stark bagatellisiert und unseren Jugendlichen wird ein sehr verzerrtes Bild vermittelt.

Deshalb sind Kenntnisse auf diesem Gebiet wichtig. Kenntnisse über Drogen, deren Aussehen, Wirkungsweise, Erreichbarkeit, aktuelle Situation in Leipzig…

Die Eltern erhalten Hinweise, woran sie erkennen können, dass ihr Kind den geradlinigen Weg verlassen könnte und sie ihrem Kind helfend zur Seite stehen sollten. Auch wie diese Hilfe aussehen könnte, wird erklärt.

Obwohl wir immer ca. 140 Elternhäuser der Klassenstufen 6 – 9 schriftlich einladen, nehmen jedes Jahr verschwindend wenige Eltern dieses Angebot an.

Da wir Suchtprävention als eine unserer Aufgaben sehen, halten wir dieses Seminar auch für die wenigen interessierten Eltern aufrecht und freuen uns, wenn deren Feedback immer sehr positiv ausfällt.

Schüler, deren Eltern sich informieren, haben großes Glück: sie haben starke Eltern an ihrer Seite und das führt zu ihrer persönlichen Stärkung. Sie werden in die Lage versetzt, sich selbst und anderen helfen zu können.

In diesem Schuljahr fand das Seminar am 14.11.2016 statt. Selbstverständlich war es auch für interessierte Eltern der anderen Klassenstufen offen.

Eines unserer Ziele besteht auch darin, die Eltern zu befähigen, sich selbst und anderen helfen zu können, sich zusammen zu finden und den gemeinsamen Austausch zu pflegen.

Denn wir dürfen nie vergessen:

In unserem Grundgesetz, Artikel 6, Absatz 2 steht geschrieben:

„Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“

 

 

Die Klasse 8b besuchte in diesem Schuljahr am 02.12.2016 einen Workshop zu diesem Thema bei Drahtseil e. V.

 

Die Klasse 9b hatte am 14.11.2016 die besondere Gelegenheit, in der Soteria –Klinik (Entzugsklinik) in kleinen Gruppen mit Patienten sprechen zu dürfen, die seit Jahren gegen die Sucht ankämpfen. Sie berichteten erstaunlich offen, wie sie in die Sucht gelangten, von oft mehreren Versuchen mit professioneller Hilfe wieder davon loszukommen, von den gesundheitlichen und sozialen Folgen der Sucht für sich und ihre Familien und Freunde.

Dieser Besuch wirkte sich auf unsere Schüler aus. Bei einer Rückblende wurde deutlich, dass sie sich jedes Detail der Aussagen merken konnten. Sie sprachen davon, wie geschockt sie von den Erzählungen der Patienten waren.

Wir hoffen, sie können unter diesen Eindrücken die richtigen Konsequenzen für ihr Leben ziehen.

Diese Veranstaltung wurde von unserer Beratungslehrerin organisiert.

 

Die drei siebten Klassen werden sich im März mit der Thematik auseinandersetzen. Gemeinsam mit ihren Klassenleitern besuchen sie das Drogenkabinett der Polizei in Paunsdorf. Sie erfahren, welche Drogen im Umlauf sind, wie sie wirken, welche Ursachen in eine Sucht führen können und welche rechtlichen Konsequenzen wegen Drogenbesitzes und Drogenvertriebes drohen.

Sie lernen Hilfsangebote und Beratungsstellen kennen.

Termine:           Klasse 7b:        07.03.2017

                        Klasse 7a:        08.03.2017        /      Klasse 7c:          09.03.2017

Die Klassen 6 setzten ihre Ausbildung fort und knüpften an das in Klasse 5 erlebte Antiaggressionstraining mit einem interaktiven Theaterstück  „Besser ich!“ an.

Mit dieser Methode erarbeiteten sie sich weitere Strategien zur Selbstbehauptung und für ein optimales Konfliktmanagement.

Diese Veranstaltung fand für die Klasse 6a am 08.02.2017 und für die Klasse 6b am 20.01.2017 in der Schule im Rahmen der Reihe „Theater im Klassenzimmer“ statt.

 

Die Klassen 7 beteiligen sich am Nichtraucherwettbewerb, in dem sie sich selbst kontrollieren und vor allem sehr ehrlich sein müssen.

 

Zwei unserer Kolleginnen unterzogen sich vor einigen Jahren der speziellen Fortbildung zum Thema „Mobbing“.

Da uns bekannt ist, dass Schüler, die gemobbt werden oder sich gemobbt fühlen, Gefahr laufen, sich das Leben mit Drogen verschönern zu wollen, gaben diese Kollegen ihr erworbenes Wissen als Multiplikatoren an alle Lehrer des Kollegiums weiter.

Um mit den Schülern methodisch vielseitig dieses Thema zu behandeln, stehen uns sogenannte Mobbingkoffer mit ausgesuchten Materialien zur Verfügung.

 

Seit 2004 werden von unserer Schulsozialarbeiterin Schüler der 8. – 10. Klassen zu Streitschlichtern ausgebildet. Freiwillig unterziehen sie sich der einjährigen Ausbildung außerhalb des Unterrichts, um dann die Lehrer und Schüler bei der Bewältigung von Konflikten unterstützen zu können.

Diese Schüler sind uns eine große Hilfe. Sie sorgen verstärkt für ein normgerechtes Miteinander, mischen sich ein, sind direkter Ansprechpartner. Die Ausbildung tut auch etwas für sie selbst:

Stärkung der Selbstkompetenz, des Selbstvertrauens, der sozialen Kompetenz und der Achtung und Anerkennung. Jeder Ausbildungsbetrieb wird sich freuen, Schulabgänger mit solchen Erfahrungen zu bekommen!

Die Streitschlichter stellten sich zu Beginn des Schuljahres in den 5. Klassen vor, sprachen über ihren Weg zum Streitschlichter und ihre Aufgaben und Möglichkeiten als Streitschlichter.

Auf diese Weise sorgen sie für ihren eigenen Nachwuchs!

 

 

Mit unserem Babyprojekt, welches seit mehreren Jahren in den Klassen 9 im Lions – Quest – Unterricht  gemeinsam vom Klassenleiter und der Schulsozialarbeiterin umgesetzt wird, reagieren wir auf eine weitere gesellschaftliche Erscheinung: Teenageschwangerschaften!

Auch an unserer Schule mussten wir Erfahrungen damit machen.

In diesem Kurs erleben die Schüler im Umgang mit computergesteuerten Babypuppen, wie stressig der Alltag mit einem Kind sein kann, insbesondere dann, wenn die Lebensumstände, in das das Kind hineingeboren wird, ungeklärt und ungesichert sind.

Der Kurs umfasst jedoch weit mehr. Themen, die beleuchtet werden sind:

            Liebe – Partnerschaft – Verhütung – Verantwortung – Verlauf einer Schwangerschaft –

               Einfluss von Drogen auf Mutter und Kind – gesellschaftliche Unterstützungsmöglichkeiten –

Antragsverfahren  für Gewährung von Unterstützungen – Veränderung der eigenen Lebens…..

Das Programm für diesen Kurs entwickelten unsere Kollegen in Zusammenarbeit mit den Schülern. Dabei werden viele Möglichkeiten, die die Stadt Leipzig oder andere Vereine und Institutionen bieten, kennengelernt und besucht.

Schüler, die den Kurs in den vergangenen Jahren erlebten, sprachen sich sehr wertschätzend über den Sinn dieses Kurses für ihre eigene Entwicklung aus.

 

Die Klasse 9a plant für die Projektwoche im April 2017 die Beschäftigung mit Suchtprävention, Schwerpunktthema: Alkohol.

 

Die Klassen 6 und 7 erleben mit dem Verein „Brücken bauen“ sehr beeindruckende Nachmittage.

Hier treffen sie mit behinderten Menschen in unserer Turnhalle zusammen, erleben wie diese mit ihren teils sehr starken Einschränkungen umgehen und die Freude am Leben nicht verloren haben.

Die Schüler dürfen im Rollstuhl fahren, um nachempfinden zu können, mit welchen Hürden im Alltag ein behinderter Mensch kämpfen muss. Sie lernen sich in diese Menschen hinein zu versetzen und entwickeln Verständnis und Hilfsbereitschaft.

 

Für unsere Schüler und Eltern sind wir immer ansprechbar und nehmen uns viel Zeit für Gespräche.

Wir sind auch mutig genug, in Gesprächen oder über Elternbriefe brisante Themen anzusprechen und müssen nicht selten den Missmut der Gesprächspartner in Kauf nehmen.

 

 

 

So versuchen wir in jedem Schuljahr die Unterrichtsthemen aus den angesprochenen Bereichen zu ergänzen und damit den Schülern die Inhalte und deren Auswirkungen auf ihr eigenes Leben bewusster zu machen.

Wir reagieren auf aktuelle Erscheinungen in der Gesellschaft und insbesondere an unserer Schule.

Die allseitige Ausbildung unserer Schüler und damit ihre beste Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben ist unser erklärtes Ziel.

 

Durch unser GTA – Programm werden uns diese zusätzlichen Möglichkeiten eröffnet.

 

Die WHO definierte 1994 den Begriff Lebenskompetenzen wie folgt:

 

„Lebenskompetenzen sind diejenigen Fähigkeiten, die einen angemessenen Umgang sowohl mit unseren Mitmenschen als auch mit den Problemen und Stresssituationen im alltäglichen Leben ermöglichen.

Solche Fähigkeiten sind bedeutsam für die Stärkung der psychosozialen Kompetenz.“

 

Daraus leiten wir unsere Zielstellung ab:

Die Förderung der Lebenskompetenzen der Schüler ist die beste

Suchtprävention!