Schulchronik der 61. Grundschule „Heinrich Schütz“

Vom kleinen Dorfschulhaus in Rochwitz 1882 bis zum Neubau 2018. Tippe auf ein Jahr, um mehr zu erfahren.

Seit etwa 1895 schlug die Schuluhr auf dem Dach jede halbe Stunde. Hier zeigt sie die Zeit von jetzt.

  1. Das Dorfschulhaus
  2. 1882Rochwitz baut sein eigenes Schulhaus
    • Darlehen: 9.000 Mark
    • 67 Schüler
    • 1 Lehrer

    Im Sommer 1882 baute die Gemeinde Rochwitz mit einem Darlehen von 9000 Mark ihr eigenes Schulhaus für zweiklassigen Betrieb – mit Klassenraum, Garderobe, Lehrmittelraum und Lehrerwohnung.

    Damals gab es 67 Schüler und Schülerinnen, getrennt in Unter- und Oberklasse, und nur einen Lehrer: Herrn Peschel.

  3. 1889Oberlehrer Max Schneider übernimmt
    • 90 Kinder

    1889 übernahm Oberlehrer Max Schneider die Schule mit 90 Kindern. Bei seinem Umzug von Weißig nach Rochwitz gab es hier noch keine befestigte Straße – das Fuhrwerk versank bis zu den Achsen im Schlamm.

    Oberlehrer Schneider mit Kollegen
    In der Mitte Oberlehrer Schneider mit Kollegen beim Sonntagsbier. Foto: Sammlung Karl Richter
  4. 1894 & 1900Anbauten und eine Warmwasserheizung
    • ca. 200 Schüler
    • 3 Lehrer

    Durch den Bau neuer Ortsteile stieg um die Jahrhundertwende die Bevölkerungs- und damit die Schülerzahl rasant an. Die Schule musste 1894 und 1900 durch Anbauten erweitert werden.

    Statt eiserner Öfen in jedem Klassenzimmer gab es nun eine Warmwasserheizungsanlage. Die rund 200 Schüler wurden von 3 Lehrern unterrichtet.

  5. um 1895Die Schuluhr auf dem Dach

    Oberlehrer Max Schneider sorgte auch dafür, dass die Kinder endlich pünktlich zur Schule kamen: Er initiierte den Bau einer Schuluhr auf dem Dach.

    Ihr Glockenschlag verkündete jede halbe Stunde ganz genau und zuverlässig, wie spät es war.

  6. Volksschule in Dresden
  7. 1921Rochwitz wird Teil von Dresden

    Seit 1921 gehört Rochwitz zu Dresden. In Sachsen wurde die allgemeine Volksschule mit einheitlichen Lehrplänen eingeführt.

  8. 1922Die 61. Volksschule Dresden
    • 6 Klassenzimmer

    1922 wurde wieder angebaut. Die Schule hatte nun 6 Klassenzimmer und wurde zur 61. Volksschule Dresden.

  9. 1935Kanalisation und ein Werkraum

    1935 wurde die Schule an die Kanalisation angeschlossen. In dieser Zeit wurde auch ein Werkraum gebaut.

  10. Nachkriegszeit und DDR
  11. 1945Quartier für sowjetische Soldaten

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schulgebäude zunächst als Quartier für sowjetische Soldaten genutzt. Nach deren Abzug richteten die Einwohner und Lehrer von Rochwitz es wieder für den Unterricht her.

  12. 1945/46Übervolle Klassen

    Die Klassen waren stark überfüllt, denn durch die Zerstörung Dresdens war die Einwohnerzahl von Rochwitz enorm angestiegen.

  13. 1976Zehnklassige Polytechnische Oberschule

    Aus der achtklassigen Schule wurde 1976 eine zehnklassige Polytechnische Oberschule (POS).

  14. 1984Der Name „Heinrich Schütz“

    1984 erhielt die Schule den Namen „Heinrich Schütz“ – nach dem bedeutendsten deutschen Komponisten des Frühbarocks, der im 17. Jahrhundert in Dresden wirkte. Dies geschah unter dem Motto „36 Jahre sozialistische Kulturpolitik – Heinrich Schütz-Ehrung in der DDR“.

    1985 folgte das „Bach-Händel-Schütz-Jahr“ der DDR, ein zentrales kulturelles Ereignis zum 300. Geburtstag von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel sowie zum 400. Geburtstag von Heinrich Schütz.

  15. Grundschule bis heute
  16. 1992Die 61. Grundschule „Heinrich Schütz“

    Nach dem Mauerfall und der politischen Wende 1989 wurde das Schulwesen in Sachsen 1992 neu geordnet. Die Rochwitzer Schule wurde zur 61. Grundschule „Heinrich Schütz“ mit einzügigem Betrieb.

  17. 2013Das alte Schulhaus muss weichen

    Im Oktober 2013 stand fest, dass das alte Schulgebäude den Anforderungen nicht mehr genügt und abgerissen werden muss.

  18. 2016–2018Der Neubau mit Turnhalle

    In den Jahren 2016 bis 2018 entstand der moderne Neubau mit Turnhalle und Außenanlagen.

  19. HeuteUhrwerk und Uhrengiebel erinnern an früher

    Das historische Uhrwerk der Schuluhr aus den 1890er-Jahren kann man jetzt in einer Vitrine vor dem Eingang bewundern.

    Als Erinnerung an das alte Schulhaus fand der sorgsam restaurierte Uhrengiebel aus Sandstein gegenüber an der Hutbergstraße einen neuen Platz.