Stationsarbeit

Eine Reise ins antike Griechenland - Ganz ohne Zeitmaschine

In nur einer Woche alles über die olympischen Spiele, die griechischen Städte und die Götterwelt erfahren? Ist es da überhaupt noch möglich, dabei Spaß zu haben?

Stimmengewirr, aufgeschlagene Atlanten, und neugierige Gesichter - genau das beobachte ich, als ich während des fächerverbindenden Unterrichts die Stationsarbeit der Klassenstufe 5 auf der 1. Etage besuche. Wie jedes Jahr beschäftigen sich die 5. Klassen mit dem Thema Antikes Griechenland. Jede Klasse wird dazu in fünf Gruppen eingeteilt, die sich jeden Tag mit einen anderen Teilgebiet beschäftigen. Auf dem Stundenplan stehen vier Fächer: Tanz, Sport, Kunst und die Stationsarbeit. Am letzten Tag der Woche treten die Gruppen im olympischen Wettkampf gegeneinander an.

Besonders interessant finde ich die Stationen. Die Schüler/-innen arbeiten in Zweier- oder Dreiergruppen und können ihren Platz selbst auswählen. Obwohl es im Raum teilweise laut ist, arbeiten alle gezielt zusammen. Die Kinder suchen Informationen über das griechische Leben, Götter und Städte im Arbeitsblättern und Atlanten oder fragen die Lehrkraft um Hilfe. Nach jeder erledigten Aufgabe werden die Ergebnisse in ein Lapbook eingeklebt. Wer alle fünf Stationen schafft, darf zusätzlich noch mehr Wahlstationen bearbeiten oder Bücher lesen.

Natürlich will ich wissen, wie den Kindern diese Art von Unterricht gefällt. "Die Aufgaben sind leicht und machen Spaß" sagt eine Schülerinnen. Eine Mitschülerin ergänzt: "So einen Unterricht würden wir gerne immer haben". Auch die meisten anderen Mitschülern sind dieser Meinung. Besonders beeindruckt mich die entspannte und freundliche Atmosphäre. Alle helfen sich gegenseitig und lernen mit Freude.

Diese Unterrichtsform zeigt mir, dass die Geschichte nicht nur aus den Büchern besteht, sie kann durch spannende Stationen lebendig werden.

 

(Alisa, Kl. 7/4)