Projekt Achtsamkeit - Klasse 7
Achtsamkeit - bei mir sein, wahrnehmen und handeln
„Achtsamkeit kann bedeuten, den Moment bewusst wahrzunehmen, bevor man auf ihn reagiert.“
Mit diesem Gedanken starteten alle Klassen der 7. Jahrgangsstufe in einen besonderen Projekttag rund um Achtsamkeit und Erste Hilfe. Was bedeutet es eigentlich, gedanklich bei sich selbst zu sein? Wie nehme ich meinen Körper und meine Gefühle bewusst wahr? Und was kann ich tun, wenn es mir selbst oder jemand anderem nicht gut geht?
In verschiedenen Übungen zur Körperwahrnehmung konnten die Schülerinnen und Schüler ausprobieren, die Aufmerksamkeit bewusst auf den eigenen Körper zu lenken – auf Atmung, Haltung, Anspannung und Entspannung. Dabei gab es auch überraschende Erkenntnisse: Unser Gehirn verarbeitet ständig unzählige Informationen, von denen uns nur ein kleiner Teil überhaupt bewusst wird. Achtsamkeit kann helfen, die eigene Aufmerksamkeit gezielter zu lenken.
Auch die Frage, was in unserem Kopf passiert, wenn Gefühle besonders stark werden, spielte eine Rolle. Was macht Stress mit dem Gehirn? Warum fühlen wir uns manchmal plötzlich angespannt, unruhig oder überfordert? Und welche Strategien können helfen, in solchen Momenten wieder etwas mehr Ruhe und Kontrolle zu gewinnen?
Dann wurde es ganz praktisch: Im DRK-Crashkurs beschäftigten sich die Klassen mit den W-Fragen, der stabilen Seitenlage und der Reanimation. Außerdem lernten sie die App what3words kennen, mit der sich ein genauer Standort schnell und eindeutig angeben lässt. Wissen, das vielleicht irgendwann einmal wichtiger wird als gedacht.
Auch die Gesundheit kam nicht zu kurz. Schlaf, Bewegung, Erholung und Pausen beeinflussen unter anderem Konzentration, Stimmung und Leistungsfähigkeit. Manchmal ist eine Pause also tatsächlich produktiver als „noch schnell weitermachen“.
Der Projekttag verband damit zwei wichtige Fragen: Wie kann ich gut auf mich selbst achten – und wie kann ich für andere da sein? Achtsamkeit wurde dabei nicht als etwas Abgehobenes verstanden, sondern als etwas ganz Praktisches: wahrnehmen, innehalten, bewusst handeln und Verantwortung übernehmen.
Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis des Tages: Wir können nicht immer bestimmen, was passiert. Aber wir können lernen, bewusster wahrzunehmen, was gerade passiert – und was wir daraus machen.
Oder kurz gesagt: Augen auf. Kopf an. Herz dabei. Und wenn’s darauf ankommt: handeln können.