Überall ist Geschichte versteckt!
Ein Geschichtsprojekt der Klassen 5b und 5c
Geschichte begegnet uns nicht nur in Büchern, Museen oder alten Bauwerken. Sie ist überall zu finden – manchmal sogar ganz unerwartet im Keller, auf dem Dachboden, in der Garage oder direkt vor der eigenen Haustür. Jeder Gegenstand und jedes Gebäude hat eine Vergangenheit und kann uns etwas über frühere Zeiten, Menschen und Lebensweisen erzählen.
Mit dieser Erkenntnis starteten die Klassen 5b und 5c ein besonderes Projekt im Geschichtsunterricht. Die Schülerinnen und Schüler suchten zu Hause einen Gegenstand oder ein historisch interessantes Objekt aus. Da Gebäude, alte Motorräder und andere große Fundstücke aufgrund ihrer Größe natürlich nicht mit in den Unterricht gebracht werden konnten, wurden zu Hause Fotos gemacht, die anschließend über LernSax eingereicht und in der Klasse gezeigt wurden.
Anschließend gingen die jungen Forscherinnen und Forscher ihrer persönlichen Familiengeschichte auf den Grund. Sie befragten ihre Familien: Wem hatte der Gegenstand früher gehört? Wofür wurde er benutzt? Woher kam er? Wie alt war er ungefähr? Auch der Fundort wurde festgehalten. Auf diese Weise wurden aus scheinbar alltäglichen Dingen spannende historische Quellen.
Für die Präsentation schlüpften die Schülerinnen und Schüler in die „Haut“ ihres Gegenstandes. Sie erzählten seine Geschichte aus seiner eigenen Sicht und ließen ihn für zwei bis drei Minuten lebendig werden. So berichteten die Gegenstände von ihren früheren Besitzerinnen und Besitzern, ihrem Einsatz und den Erlebnissen, die sie im Laufe der Zeit gesammelt hatten.
Die Vielfalt der mitgebrachten und fotografierten Gegenstände war beeindruckend: Alte Fotoapparate, Radlertrikots, Medaillen, Kaffeemühlen, historische Gebäude, alte Motorräder und viele weitere persönliche Erinnerungsstücke fanden ihren Weg in den Unterricht. Jeder Gegenstand erzählte eine eigene Geschichte und eröffnete einen besonderen Blick auf vergangene Zeiten.
Im Rahmen der Präsentationen ordneten die Schülerinnen und Schüler ihre Gegenstände außerdem einer passenden Quellenart zu. Dabei vertieften sie spielerisch und praktisch die im Unterricht behandelten Inhalte. Gleichzeitig übten sie das freie Sprechen, einen sicheren Auftritt, deutliche und betonte Sprache, eine passende Körpersprache sowie den Blickkontakt mit dem Publikum.
Das Projekt machte deutlich, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und persönliche Lebensgeschichte miteinander verbunden sind. Die Schülerinnen und Schüler lernten, historische Spuren in ihrer eigenen Umgebung wahrzunehmen und die Bedeutung von Gegenständen, Häusern und Erinnerungsstücken für die Heimatgeschichte zu erkennen.
Überall ist Geschichte versteckt – man muss nur genau hinsehen!
Forker – Fachlehrer Geschichte