Namensgebung

Ein Hauch von Geschichte weht seit dem 21. November 2016 durch die Korridore der Schule. Nicht nur in Form einer Ausstellung vom Sächsischen Staatsarchiv. Unsere Schule hat nun einen neuen Namen mit einer alten Tradition. Eine sehr alte an die Messestadt geknüpfte Tradition des Wirtschaftens und Handelns, des Bildungsbürgertums und der Kultur. Unsere Schule ist nun mit dem Namen Christian Gottlob Frege verknüpft.

Und was machte eine Schule mit so einem neuen stolzen Namen? Natürlich eine "historische Großoffensive" in Sachen Frege. Schülerinnen  und Schüler aller Klassen durften (und manchmal auch sollten) sich mit diesem "Macher" schon am 18. November 2016 auseinandersetzen - einen ganzen Tag lang, am eingängig genannten "Fregetag". Im Vorfeld der offiziellen Namensverleihung mit wichtigen Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens war natürlich die ganze Schule aufgerufen, sich genauestens mit ihrem Namenspatron auseinanderzusetzen.

Wer war dieser Mann? Aus einem Pfarrerssohn (so erklärt sich vielleicht der zweite Vorname Gottlob) wurde in einem kurzen Menschenleben ein internationaler Banker und Businessman. Er und seine Nachfahren prägten Leipzig. Welche Energie, welche Durchsetzungskraft muss er wohl gehabt haben, dass er sich am Ende seines erfolgreichen Lebens als stattlicher Herr standesgemäß von einem Maler kunstfertig in Szene und damit ein Denkmal setzen lassen konnte?

Nicht nur dieser Frage, wurde am "Fregetag" nachgegangen, sondern auch historischen Zeitbezügen wurde Raum gegeben - mit vielen Fragen und Antworten in einer liebevoll vorbereiteten Fregemappe. Ein 5-Stunden-Projekt über eine historische Persönlichkeit kann selbst für Erwachsene anspruchsvoll sein. Dank der mit didaktischem Feingefühl erstellten "Fregemappe" von Frau Lange und Frau Barthel wurde auch das Basteln nicht vergessen:

Apropos anspruchsvoll. Der Schule ist es doch gelungen, anlässlich des neuen Namens eine beeindruckende Ausstellung von Profis ins Haus zu holen! Gleich im Erdgeschoss hängt nun eine sehr ausgesuchte Ausstellung zum letztjährigen 300. Geburtstag unseres Namensgebers - erarbeitet vom Staatsarchiv für eine Ausstellung in der Deutschen Bank. In unserer Schule hängen nur nicht die Originale!

Nun kommen wir zu der Namenszeremonie am 21. November 2016 selbst. Zeremonie ist schon das richtige Wort. Eine Tafel mit dem neuen Namen wurde feierlich enthüllt. Ein Portrait Freges wurde enthüllt. Und zuvor wurden, wie oben erwähnt, einige Reden gehalten. Und Musik im Hause stimmte schon im Vorfeld auf Feierliches ein.

Dank des musikalischen Engagements von Thomas Schinköth am Keyboard, Frank Schmiedl an der Gitarre und Detlef Ott am Saxophon wurden die Besucherinnen und Besucher am, man kann es gerne wiederholen, 21. November 2016 elegant auf die Veranstaltung im Erdgeschoss eingestimmt.

Vielleicht haben sich dabei einige Kolleginnen und Kollegen an die Zeiten erinnert, als aus drei Schulen eine gemacht wurde und ein die komplizierte Zeit zusammenfassender Name die Runde machte: "Wir sind die Mittelschule Portitz in Thekla aus Mockau!"

Rechtsanwalt Hubertus Wetzel, ein Nachfahre von Christian Gottlob Frege und Gattin, Frau Klöter, Vertreterin der Stadt Leipzig, Herr Ahnicke, Vertreter der Sächsischen Bildungsagentur, Herr Jäger vom Sächsischen Staatsarchiv und Herr Gasse, Landtagsabgeordneter gaben sich an diesem Nachmittag die Ehre und adelten mit ihrer Anteilnahme das Bestreben unsere Schule, dem großen Namen gerecht zu werden.

Wie auch unsere ehemalige Schuldirektorin Frau Rauschenbach in ihrer Eröffnungsrede hervorhob, hat ein großer Teil unserer Schülergemeinschaft auch oft mit Umwegen, Umorientierungen und Abbrüchen in der Ausbildungsphase zu tun: "Das macht ihn für uns sympathisch und zu einer Identifikationsfigur."

Sie bezog sich dabei auf ein interessantes Zitat aus dem Lebenslauf Freges:

Ich erkannte, wie nötig es sei, gegen jemand (gemeint sind seine Lehrmeister) demütig und dienstfertig zu sein. Diese beiden Worte sind eigentlich die Basis meines Glückes gewesen.

Und weiter Frau Rauschenbach mit unerschütterlicher Hoffnung: "Genau das wünschten wir uns als Lehrer heut wieder mehr!"

Die Direktorin weiß aber um die Prioritäten: "Natürlich ist uns auch der Banker für Leipzig wichtig. Denn ohne Moos nix los." So fiel in ihrer Rede auch der Begriff für Frege: "Fugger von Leipzig", den der  Nachfahre Herr Wetzel gerne in seiner nachfolgenden beeindruckenden Rede aufgriff.

Emilia Grau und Lisa Schönigen als Sängerinnen und Isabella Lang an der Gitarre lockerten die Reden der Gäste musikalisch feinfühlig auf, die sich sehr anteilnehmend und wert­schätzend mit ihren Grußworten an uns alle wandten. So ein Innehalten im Alltagsgeschäft war sicher für einige Kolleginnen und Kollegen inspirierend.

Natürlich ist eine "dreihundertundeinste" Geburtstagsfeier und erste Namensgebung nichts ohne eine Geburtstagstorte, die von Herrn Wetzel und der Schulelternsprecherin Frau Reimsbach angeschnitten wurde. Warum sie? Von ihr kam die Idee und dann später eine gute Entscheidung dafür in der Arbeitsgruppe. 

Nun kann der Name der Schule mit Leben erfüllt werden. Dazu braucht es viel Engagement, aber an diesem Abend auch erst einmal ein Stück Torte und ein paar gute Gespräche.

Sie bezog sich dabei auf ein interessantes Zitat aus dem Lebenslauf Freges:

Ich erkannte, wie nötig es sei, gegen jemand (gemeint sind seine Lehrmeister) demütig und dienstfertig zu sein. Diese beiden Worte sind eigentlich die Basis meines Glückes gewesen.

Und weiter Frau Rauschenbach mit unerschütterlicher Hoffnung: "Genau das wünschten wir uns als Lehrer heut wieder mehr!"

Die Direktorin weiß aber um die Prioritäten: "Natürlich ist uns auch der Banker für Leipzig wichtig. Denn ohne Moos nix los." So fiel in ihrer Rede auch der Begriff für Frege: "Fugger von Leipzig", den der  Nachfahre Herr Wetzel gerne in seiner nachfolgenden beeindruckenden Rede aufgriff.

Emilia Grau und Lisa Schönigen als Sängerinnen und Isabella Lang an der Gitarre lockerten die Reden der Gäste musikalisch feinfühlig auf, die sich sehr anteilnehmend und wert­schätzend mit ihren Grußworten an uns alle wandten. So ein Innehalten im Alltagsgeschäft war sicher für den einen oder anderen Kollegen inspirierend.

Natürlich ist eine "dreihundertundeinste" Geburtstagsfeier und erste Namensgebung nichts ohne eine Geburtstagstorte, die von Herrn Wetzel und der Schulelternsprecherin Frau Reimsbach angeschnitten wurde. Warum sie? Von ihr kam die Idee und dann später eine gute Entscheidung dafür in der Arbeitsgruppe. 

Nun kann der Name der Schule mit Leben erfüllt werden. Dazu braucht es viel Engagement, aber an diesem Abend auch erst einmal ein Stück Torte und ein paar gute Gespräche.