Oberschule Königstein 

Natur auf der Schulbank: Oberschule Königstein will Nationalpark-Schule werden

Pilotprojekt läuft vorerst zwei Jahre - Naturverständnis soll auch Bindung zur Heimat stärken

2. Offizieller Start zum Pilotprojekt Nationalparkschule: Direktorin Ulrike Cizek der Oberschule Königstein, Dr. Sabine Stab, Leiterin des Nationalparkzentrums der LANU, Bürgermeister Tobias Kummer und Dr. Dietrich Butter, Leiter der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz vereinbaren die Zusammenarbeit mit Perspektiven für die Königsteiner Schüler und den Nationalpark. / Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Marko Förster
. Schüler der Oberschule Königstein starten vor der Schrammsteinkulisse mit Schwung ins Pilotprojekt Nationalpark-Schule. Peter Krüger-Günter und Wolfgang Goth von der Umweltbildung der Nationalparkverwaltung unterstützen sie dabei. / Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Marko Förster

 

 

Mit Schwung betraten 18 Fünftklässler aus Königstein heute symbolisch den Nationalpark - und feierten damit den ersten Schritt ihrer Bildungseinrichtung als angehende Nationalpark-Schule. Begleitet von ihrem Lehrer Tino Hortsch und Umweltbildnern des Nationalparks unternahmen sie anschließend eine Exkursion Richtung Schrammsteine.

 

Die Nationalparkverwaltung startete mit dieser Aktion in ein neues Pilotprojekt, das als Kooperation mit der Oberschule Königstein, der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt mit ihrem Nationalparkzentrum und der Stadtverwaltung Königstein vorerst zwei Jahre laufen soll.

"Wir wollen in dieser Zeit den Nationalpark und die Natur der Region als Themen fest in unserem Schulalltag verankern", erklärte Schulleiterin Ulrike Cizek. Nicht nur auf Exkursionen oder in speziellen Arbeitsgruppen werden Schüler die Natur dann hautnah erleben.

"Zusammen mit den Schülern wollen wir fächerübergreifend arbeiten und interessante Projekte gestalten."

 

Was genau bedeutet zum Beispiel Nationalpark? Welchen Naturschatz habe ich denn da vor der Haustür? Im Bio-Unterricht, in Ethik oder Kunst werden in den nächsten zwei Jahren konkrete Ideen umgesetzt. Nach der Pilotphase könnte die Oberschule dann mit dem Titel "Nationalpark-Schule" zertifiziert werden.

 Immerhin liegt sie nahe am Schutzgebiet, in täglicher Sichtweite des Nationalpark-Wahrzeichens Lilienstein.

 

Alle Kooperationspartner wollen damit einen regen Austausch starten und das Engagement junger Menschen in Sachen Natur- und Umweltschutz anregen. "Wir freuen uns, mit dem Projekt Nationalpark-Schulen die Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt zu rücken. Wer sich schon als junger Mensch mit Natur und Landschaft verbunden fühlt, stärkt schließlich auch die Bindung an seine Heimat", sagte Dr. Dietrich Butter, Leiter der Nationalparkverwaltung.

 

In einigen wenigen Nationalparks deutschlandweit - etwa in der Eifel und im Schwarzwald - existieren bereits Nationalpark-Schulen. Diese besonderen Partnerschaften befruchten sich gegenseitig: Die Umweltbildung in den Schutzgebieten erhält neue Impulse und die Schüler der Partnerschulen erweitern ihr Naturverständnis über den Bio-Unterricht hinaus.

 

Text: Peter Mayr