Lernen mit- und voneinander: Fortbildung trifft Community

 

Die in UndiMeS entwicklete Fortbildung gliedert sich in ein Gesamtkonzept ein, welches sich aus unterschiedlichen Elementen zusammensetzt. Alle wirken aufeinander und miteinander, sodass auf Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Basis ein reflektiertes, zielgruppenorientieres, innovatives und letztlich erfolgreiches Fortbildugnsangebot entwickelt wird. 

Die Fortbildung beruht auf drei Säulen, die auf innovative Weise Wissenserwerb und Kompetenzförderung mit Community-Arbeit verknüpfen:

Der Wissenserwerb erfolgt kleinteilig in Form von Mikro-Lerneinheiten (vgl. Hug 2010), die in kurzer Zeit bearbeitet werden können. Insofern ist das punktuelle spezifische Lernen ebenso möglich, wie die langfristig angelegte Wissensvermittlung (vgl. Daschner & Hanisch, 2019).

 

Hug, T. (2010). Mikrolernen: Konzeptionelle Überlegungen Und Anwendungsbeispiele. MedienPädagogik. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 8, 221-38. Abgerufen am 17.02.2021 von https://www.medienpaed.com/article/view/945
Daschner, P., & Hanisch, R. (Hrsg.). (2019). Lehrkräftefortbildung in Deutschland. Bestandsaufnahme und Orientierung. Ein Projekt des Deutschen Vereins zur Förderung der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung e.V. (DVLfB). Weinheim: Beltz Juventa.

Die Kompetenzförderung erfolgt durch Übung und Reflexion im Sinne des pädagogischen Doppeldeckers (vgl. Herbst et al. 2019, S. 56). Die Arbeit mit digitalen Medien im Rahmen der Fortbildung und die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Digitalen in Selbstreflexions- und Übungsaufgaben unterstützen den Erwerb medienpädagogischer Kompetenz.

 

Herbst, S., Müller, M., Schulz, S., & Schulze-Achatz, S. (2019). Bericht. Veränderungen von Bildung durch die Digitalisierung und neue Anforderungen an alle Bildungsbeteiligte. Technische Universität Dresden, Deutschland. Abgerufen am 26.05.2021 von nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-336479

Die Community regt den Transfer und die Gruppenreflexion zur effektiven Implementierung neuartiger digitaler Aktivitäten in die Praxis an und ermöglicht auf diese Weise nachhaltige Vernetzung und Reflexion. Hier sollen die Aufgaben direkt, z. B. in Form eines Beitrages, oder mit Community-Mitgliedern kooperativ gelöst werden. Ziel ist zum einen, den sozialen Prozess des Lernens zu unterstützen. Zum anderen soll mit Hilfe der Interaktionskomponente noch mehr die nachhaltige Implementierung der erlernten Handlungen erreicht werden (Hurrelmann, Bauer 2018, S.14).

Die Teilnahme an der Community ist geprägt durch den gemeinsamen Lerngegenstand und eine vergleichbare Qualifikation der Mitglieder. Die Teilnehmenden kommen in der Community freiwillig oder instruiert zusammen, um gemeinsam Lösungen für Herausforderungen ihrer professionellen Praxis oder die Bearbeitung von Lerninhalten zu bewältigen. Die Wissensverteilung erfolgt dabei durch individuell erstellte Inhalte, die geteilt und reviewt werden. Die Community ist selbstverwaltet durch ihre Mitglieder.

Hurrelmann, K.; Bauer, U. (2018): Einführung in die Sozialisationstheorie. Das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung. Weinheim Basel: Beltz Verlag. 12. Auflage 

Organisatorische Qualitätsmerkmale

"Es gibt Belege dafür, dass der Unterrichtserfolg bei gut qualifizierten Lehrkräften drei- bis viermal höher ist als bei schlechter qualifizierten" (Daschner 2018, S. 26). In diesem Zusammenhang bleibt die Frage zu klären, was eine "gute" und wirksame Fortbildung auszeichnet. Aus diesem Grund wurden organisationalen Qualitätsmerkmale für eine Online- Fortbildung recherchiert.

Das online-Fortbildungsangebot ist innovativ, in Bezug auf Zusatzwert und Effektivität.

Das Produkt ist für die Zielgruppe über geeignete Kanäle erreichbar. 

Technische Voraussetzungen 

Das Produkt funktioniert unabhängig von Betriebssystemen und Browsern und ist nicht an die Nutzung bestimmter Endgeräte gebunden, beschränkt sich aber auf einen online Zugang. 

Zugangsvoraussetzungen 

Für die Nutzung des Produktes sind keine umfangreichen Medienkompetenzen oder Basiswissen im Bereich "Unterrichten mit digitalen Medien" notwendig.

Das digitale Medium sorgt durch technische und organisatorische Maßnahmen dafür, dass Daten nicht verloren gehen, nicht manipuliert und nicht gestohlen werden.

Dauer und Zeit der Fortbildung, insbesondere die aktive Lernzeit stehen in einem angemessenen Verhältnis zum Fortbildungsziel und den Inhalten. Es wird ein Mikro-Lernen angestrebt.

Die Online-Fortbildung verfügt über die Möglichkeit, den Lernfortschritt der Teilnehmenden zu beobachten und zu bewerten.  

Das gelernte Wissen wird getestet. 

Eine Evaluation des Fortbildungsangebots findet statt. 

Das Produkt wird durch einen strategischen Partner weitergeführt.  

Die Online-Fortbildung kann in andere Bildungskonzepte übernommen werden. 

Daschner, P. (2018). Stiefkind der Bildungspolitik. Erziehung und Wissenschaft Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft GEW, 2018 (12). Abgerufen am 26.05.2021 von https://www.gew.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=72936&token=3c7fe0b4e7f3585e13840f1a26cc88537ecbbfd1&sdownload=&n=EW_12_2018.pdf