Berufsorientierung

1.   Berufskunde im Unterricht

-    in Anlehnung an den Berufswahlpass für Ober- und Hauptschulen bildet der neuerarbeitete Ordner „Mein Ordner Leben und Arbeit“ die inhaltliche Grundlage für die Gestaltung/ Umsetzung der Berufsorientierung im Unterricht.

-    gemeinsam mit dem Schüler oder der Schülerin werden Interessen in Bezug auf Arbeitsorte und berufliche Tätigkeiten erarbeitet.

-    der Schüler lernt sich und seine Kompetenzen realistisch einzuschätzen, erhält wichtige Informationen zum Arbeitsschutz, Bewerbungstraining, erarbeitet gemeinsam im Unterricht eine Packliste für die Arbeitstasche etc. (siehe Inhalte des MOLA - Ordners)

-    systematische Einführung/ Vorbereitung im Verlauf der Vorbereitungswoche, Wie kann der Fachunterricht sinnvoll in das Konzept integriert werden … („roter Faden für das spätere Leben …“)

 

2.   Wegetraining/ Begleitung

-    Wie komme ich an meinen Arbeits-/ Praktikumsplatz? Welche Verkehrsmittel muss ich benutzen? Wie lese ich den Busfahrplan? Wie funktioniert ein Fahrkartenautomat?

-    Beantragung von Hilfen, Zusammenarbeit mit Ämtern (z. B. Wie beantrage ich eine Wertmarke, Wie verlängere ich meine Wertmarke? Welche Verträge kann ich abschließen? Rechtskunde für Menschen mit geistiger Behinderung, Kooperation mit Vormund etc.

-    Reaktivierung des Trainingswohnen: Vorbereitung auf einen möglichst selbstständigen (Berufs-)Alltag

 

3. Blockpraktikum an der WfbM

-    umfasst in der Regel eine Zeitspanne von ein bis zwei Wochen.

-    Idealfall: 2 Wochen

-    individuelle Regelungen möglich: Einzelpraktikum möglich

-    Schüler/ Schülerin nehmen am Arbeitsalltag der Werkstatt teil. Oft werden sie aufgeteilt und in bestehende kleine Arbeitsgruppen integriert und von einem Ausbilder angeleitet

 

4. Praxistage

-    geeignete Schüler und Schülerinnen absolvieren ein Praktikum in einem Unternehmen der freien Wirtschaft. Das Praktikum umfasst eine Dauer von maximal sieben Arbeitsstunden am Tag und wird im Rahmen       der Schulzeit abgeleistet.

-    bis heute sind dabei Kooperationen mit verschiedensten Branchen entstanden

-    die Jugendlichen werden vorab sorgfältig ausgewählt und auf die neuen Aufgaben und die damit verbundenen Basiskompetenzen (Busplan kennen, Uhrzeit einhalten etc.) vorbereitet.

-    Praktikum wird durch den Schüler/ die Schülerin eigenständig protokolliert und vom Betrieb gegengezeichnet

-    während des Praktikums wird der Schüler/ die Schülerin beratend von der Schule begleitet/ ideal sind persönliche Hospitationen durch die Schule an der Praktikumseinrichtung

-    halbjährlich erhält der Schüler bzw. die Schülerin eine Beurteilung durch die Praktikumseinrichtung

-    im Rahmen seines Praktikums führt und verwaltet der/ die Jugendliche seine persönliche Praktikumsmappe, in welcher er seine Tätigkeiten dokumentieren muss

 

5. Individuelle Berufsberatung

-    gemeinsam mit dem Integrationsfachdienst Sachsen/ Meißen wird versucht, geeignete Schüler in Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse auf dem freien Arbeitsmarkt zu vermitteln.

-    geschulte Mitarbeiter des Integrationsfachdienstes besuchen in Absprache und nach erteilter Genehmigung durch Personensorgeberechtigte geeignete Jugendliche in der Schule und ermitteln gemeinsam ihre         beruflichen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten.

-    sie unterstützen sie bei der Suche nach einem geeigneten Arbeits- oder Praktikumsplatz, vermitteln Kontakte zu Arbeitgebern oder unterstützen und begleiten bei Bewerbung oder Einarbeitung.

-    nach Zuarbeit durch die Schule, erstellt die Agentur für Arbeit anhand von Gesprächen und kurzen Kompetenztests ein Entwicklungsprofil des Schülers/ der Schülerin

-    auf dessen Basis wird in Auswertungsgesprächen die optimalen Berufsperspektiven besprochen.

-    durch die Schule werden die Schüler und Schülerinnen auf die zum Ende der Schulzeit anstehenden Kompetenztest der Agentur für Arbeit vorbereitet

 

6. Schulinterne Praxiskurse

-    heißt: kein „Tag der Arbeit“ im Klassenverband, sondern Lernen in Praxismodulen

-    ein Praxismodul umfasst eine Zeitspanne von einem Schuljahr

-    jeweils an einem festgelegten Wochentag lernen die Werkstufenschüler/-innen nicht im Klassenverband, sondern in Kurskleingruppen

-    innerhalb dieser Kursgruppe erlernen die Teilnehmer/-innen im Praxismodul wichtige berufsvorbereitende Kompetenzen

-    das jeweilige Modul wird mit einem Zertifikat abgeschlossen

-    Folgende Praxismodule sind im Rahmen der dreijährigen Berufsorientierung aktuell zu durchlaufen:

    Modul 1: Holz-/ und Metallarbeiten

    Modul 2: Hausmeisterservice/ Landschaftspflege/ Schulgelände

    Modul 3: Eigenständig durch das Leben