In der 2. Ferienwoche im Februar stand eine vielseitige Erkundung der Berufe Industriekeramiker, Keramiker und Stuckateur im Mittelpunkt.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten umfassende Einblicke in die praktischen Arbeitsfelder dieser Berufe und konnten wichtige Fachprozesse kennenlernen.
Als erstes ging es um das Mischungsverhältnisse und die Vorbereitungen. Die Schülerinnen und Schüler lernten, welche Verhältnisse bei der Herstellung keramischer Materialien und Formmassen üblich sind, worauf bei der Mischung geachtet wird und wie die Konsistenz die Formgebung beeinflusst. Dann wurden die Formteile und die Gießtechnik ins Blickfeld genommen. Es wurde erläutert, wie Materialien in Formen gegossen werden, welche Schritte notwendig sind, um eine gute Oberflächenqualität zu erreichen, und welche Sicherheitshinweise zu beachten sind. Beim Verarbeitungsprozesse erfuhren die Schülerinnen und Schüler wichtige Aspekte über das Rühren, das Vermeiden von Luftblasen, die richtige Formhandhabung und das Einbringen der Massen in die Formen. Nun erläuterte man ihnen die Trocknungs- und Entformungsvorgänge, wie die Trocknungszeiten, die Einflussfaktoren auf die Trocknung, z.B. Materialdicke, Luftzirkulation sowie der Prozess des behutsamen Entformens der gegossenen Figuren standen im Fokus. Zum Schluss ging es um Nachbearbeitung der Figuren. Nach dem Aushärten erfolgte die Entnahme aus der Form, sowie die anschließende Bearbeitung der entstandenen Figuren. Hierzu gehörten Schleifen, Reinigen, ggf. Glätten und weitere abschließende Arbeitsschritte, die die Qualität des Endprodukts sichern.
Die Schülerinnen und Schüler hatten dann natürlich noch die Gelegenheit, sich über die drei Berufe ausgiebig zu informieren. Dazu wurden Steckbriefe genutzt, die typische Aufgabenbereiche, Ausbildungsvoraussetzungen, Arbeitsorte und Perspektiven skizzieren. Zusätzlich kam moderne Technologie zum Einsatz: VR-Brillen ermöglichten realitätsnahe Einblicke in Arbeitsabläufe, Werkzeuge und Arbeitsumgebungen der jeweiligen Berufe. Ziel des Angebotes war es, ein umfassendes Verständnis für die praktischen Arbeitsabläufe in Industriekeramik, Keramik und Stuckherstellung zu vermitteln und die Neugier der Schülerinnen und Schüler für handwerkliche Berufe zu wecken. Durch die Kombination aus theoretischer Information, praktischen Demonstrationen und digitalen Unterstützungen konnten sie verschiedene Berufswege kennenlernen und sich gezielt informieren, welche Fähigkeiten und Lernwege für eine spätere Berufswahl sinnvoll sind.