Im Rahmen der Praxisberatung an unserer Oberschule fand in den Ferien das „Ferienangebot: Maler“ statt. Ziel dieses Angebots war es, den Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in die Tätigkeit eines Malers und Lackierers zu ermöglichen und ihnen zugleich wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, Planung und Organisation zu vermitteln. Für das Projekt nutzten die Teilnehmenden ihr eigenes Klassenzimmer, das im Rahmen des Ferienangebots farblich neugestaltet werden sollte. Dadurch war die Motivation besonders hoch, denn sie arbeiteten an einem Raum, den sie täglich selbst nutzen.
Zu Beginn des Projekts wurden die benötigten Materialien und Werkzeuge vorgestellt. Die Schülerinnen und Schüler lernten verschiedene Pinsel, Farbrollen, Abstreifgitter, Farbwanne, Kreppband und Abdeckfolie kennen und erfuhren, wofür diese eingesetzt werden. Auch die unterschiedlichen Farbsorten wurden erklärt, sodass deutlich wurde, welche Eigenschaften Wandfarben besitzen und worauf bei deren Verwendung zu achten ist.
Anschließend erfolgte eine Einweisung in die Tätigkeit selbst. Dabei wurde Schritt für Schritt erläutert, wie professionelle Malerarbeiten durchgeführt werden und welche Sicherheits- und Sauberkeitsregeln am Arbeitsplatz einzuhalten sind. Besonders betont wurde, dass sorgfältiges Arbeiten und eine gute Vorbereitung entscheidend für ein gelungenes Ergebnis sind. Bevor mit dem Streichen begonnen werden konnte, stand daher die Vorbereitung des Klassenraumes im Mittelpunkt. Gemeinsam klebten die Schülerinnen und Schüler die Wände sorgfältig ab, deckten den Fußboden mit Folie ab und sicherten Möbel sowie Unterrichtsmaterialien, um sie vor Farbspritzern zu schützen. Schon in dieser Phase zeigte sich, wie wichtig Absprachen und Teamarbeit sind, damit alle Arbeitsschritte reibungslos ineinandergreifen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts war das Anmischen der Farbe. Die Jugendlichen lernten, dass die richtige Konsistenz entscheidend für ein gleichmäßiges Streichergebnis ist. Es wurde erklärt, wie die Farbe gründlich umgerührt wird und worauf bei einer eventuellen Verdünnung zu achten ist. Auch das Abschätzen der benötigten Farbmenge spielte eine Rolle, da eine gute Planung unnötige Materialverschwendung verhindert. Nachdem der Fachmann die einzelnen Arbeitsschritte sowie die richtige Technik beim Streichen vorgeführt hatte – vom sauberen Arbeiten an Kanten mit dem Pinsel bis zum gleichmäßigen Auftragen der Farbe mit der Rolle – konnten die Schülerinnen und Schüler selbstständig tätig werden.
Mit den vorgegebenen Materialien setzten sie die geplanten Arbeiten eigenständig um, teilten Aufgaben untereinander auf und unterstützten sich gegenseitig. Schritt für Schritt verwandelten sie ihr Klassenzimmer durch die neue Farbgestaltung in einen freundlicheren und individuelleren Lernraum. Dabei übernahmen sie Verantwortung für ihre jeweiligen Arbeitsbereiche und achteten darauf, die zuvor besprochenen Qualitätsmerkmale einzuhalten. Am Ende des Projekts konnten alle Beteiligten nicht nur auf ein neu gestaltetes Klassenzimmer, sondern auch auf wertvolle praktische Erfahrungen zurückblicken. Das Ferienangebot bot ihnen die Möglichkeit, die Tätigkeit eines Malers und Lackierers kennenzulernen, ihre Teamfähigkeit zu stärken sowie Planungs- und Organisationskompetenzen weiterzuentwickeln und eine vorgegebene Arbeitsaufgabe eigenständig umzusetzen.































