Die Wetterstation der Schule „Am Leubnitzbach“

Wenn man über den Klimawandel spricht, geht es dabei auch immer wieder um das Wetter. Dieser stets wechselnde atmosphärische Zustand, den wir täglich erleben, wird durch Temperatur, Niederschlag, Wind, Luftdruck und andere Merkmale beschrieben. Um Aussagen zum Klima zu treffen, muss man Wetterdaten über einen längeren Zeitraum auswerten.

Seit dem 01. März 2021 stellt unsere Schule Wetterdaten zur Verfügung. Dank der Unterstützung des Fördervereins der Schule „Am Leubnitzbach“ konnten wir eine semiprofessionelle Wetterstation anschaffen. Sie übermittelt zuverlässig Messwerte wie Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Niederschlagsmenge.

Die Daten können den Schülerinnen und Schülern einen interessanten Einblick in das Wettergeschehen vor Ort liefern. Vor allem im Fach Geographie und Informatik (Datenauswertung) werden sich viele Anknüpfungspunkte für die Einbindung der Wetterstation in den Unterricht ergeben. 

Eine Übersicht der Wetterstation Klotzsche aus den Jahren 1961 bis 2020 ist hier zu sehen.

Wetterdaten Mai 2021

Der Trend des deutlich zu kühlen Aprils setzte sich im Mai fort. Ein umfangreicher Tiefdruckkomplex über Nordeuropa sorgte, kurz unterbrochen von sommerlichen Werten, für stetige Zufuhr kühler Atlantikluft. Die Temperaturspanne reichte von 3,0 °C bis 30,6 °C. Mit 13,0 °C lag die  Monatsmitteltemperatur im Mai um 0,1 K unter dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung sogar -1,0 K. Der niederschlagsreiche Mai war für die Natur ein Segen und kam der anfänglichen Wachstumsphase der Pflanzen zugute. Er übertraf mit 76 mm den Klimawert von 63 mm (1961 bis 1990) deutlich. Zuletzt war das im Jahr 2014 der Fall (114 mm). Die höchste Tagessumme wurde am 13.05. mit 18,8 mm registriert. Es gab insgesamt 19 Regentage.

Wetterdaten März 2021

Der März 2021 hat sich oft sonnig und insgesamt zu trocken gezeigt. Es gab ein häufiges Auf und Ab der Temperaturen.
Von winterlichen Phasen bis hin zu bereits frühsommerlicher Witterung war alles dabei. Am 06. zeigte das Thermometer noch einen
Tiefstwert von minus 6,4 Grad an. Doch in den letzten Monatstagen gab es dann einen eindrucksvollen Durchbruch des Frühlings
mit bereits frühsommerlichen Höchstwerten. Am 31. wurde schließlich die 25-Grad-Marke geknackt. Vor allem das Monatsende war von Trockenheit geprägt. In der Monatsmitte brachte Tiefdruckeinfluss wiederholt nennenswerte Regenfälle. Unterm Strich reichte es im Mittel für rund 29 Liter pro Quadratmeter. Das sind rund 30 Prozent weniger als sonst üblich.

Wetterdaten Juni 2021

Der Juni war geprägt von viel Sonnenschein und der ersten Hitzewelle des Jahres. Mit 21,4 °C lag das Mittel um 4,9 K über der Referenzperiode 1961-1990. Im Vergleich zur wärmeren Vergleichsperiode 1991-2020 betrug die Abweichung +4,1 K. Die sommerlichen, zur Monatsmitte hin hochsommerlichen Werte mit 3 Tropennächten (Tmin ≥ 20 °C) und 8 heißen Tagen (Tmax ≥ 30 °C) führten zum zweitwärmsten Juni (2019: 22,1 °C) seit Messbeginn. Am 19.06. kletterte das Thermometer mit 37,1 °C am höchsten. Der Juni übertraf mit rund 91 mm sein Niederschlagssoll (75 mm) der Referenzperiode 1961-1990 deutlich. Verglichen mit der Periode 1991-2020 lag das Plus sogar bei 28 mm. Heranziehende Tiefdruckgebiete führten zu heftigen Gewittern mit kräftigen Niederschlägen. Die höchste Tagesmenge wurde am 30.06. mit 24 mm gemessen. Es gab insgesamt 10 Regentage.

Wetterdaten April 2021

Der März endete mit sommerlichen Werten und sorgte am 1. April mit 21,8 °C für einen warmen Start in den Monat. Doch das war nicht von langer Dauer. Meridionale Großwetterlagen sorgten für den kältesten April seit 1997. Insgesamt wurden 7 Frosttage verzeichnet. Am Ende lag die Monatsmitteltemperatur bei 7,2 °C und war damit gegenüber dem Mittel von 1961 bis 1990 um -0,9 K, von 1991 bis 2020 sogar um - 2,5 K zu kalt. Seit 13 Jahren hat mit einer Ausnahme (2018) kein April mehr den Normalwert von 53 mm (1961-1990) erreicht. Im letzten Jahr waren es in DD-Klotzsche sogar nur 2 mm. Mit 35 mm konnte der April 2021 seinen Sollwert nur zu 66 % erfüllen. Die negative Abweichung im Vergleich zum Mittel von 1991 bis 2020 lag jedoch nur bei 2 % Prozent. Klicke zur Vergrößerung auf das Bild.