Dresden - Indien 2023
Unvergessliche Tage in Indien
Nach dem Besuch unserer indischen Austauschschüler und Austauschschülerinnen stieg bei uns zunehmend die Vorfreude auf unsere Reise nach Jaipur, die „pinke Stadt“, die wir vom 27. September bis 11. Oktober 2023 antreten durften. Voller Aufregung und unwissend darüber, was uns erwarten würde, kamen wir nach einem mehrstündigen Flug in Neu-Delhi an, wo uns bereits die erste Überraschung erwartete.
Denn erstaunt über die selbst nachts so warme und feuchte Luft entdeckten wir noch erstaunter den Bus der uns nach Jaipur bringen sollte. Trotz des mangelnden Platzes und entgegen mancher Erwartungen kamen wir gut und mit allen, mehr oder weniger sicher auf dem Dach angebrachten, Koffern in Jaipur an, wo wir von unseren Gastfamilien unglaublich herzlich begrüßt wurden.
Bereits innerhalb der ersten Tage unseres Aufenthalts stellten sich die Bedingungen dieser ersten abenteuerlichen Fahrt als ganz normal heraus, denn die Kapazität von Fahrzeugen wurde nicht selten überstrapaziert und die Sicherheitsgurte übernahmen eher eine dekorative Funktion. Zur Kommunikation im Straßenverkehr wurden die Hupen verwendet. Recht schnell konnten wir uns an dem Motto „Die Lücke im Verkehr, nach der du suchst, existiert nicht“ orientieren, weshalb wir über die Fürsorglichkeit unserer Austauschschüler, die uns teilweise wortwörtlich an die Hand nahmen, sehr dankbar waren.
Auch beim Essen hatten wir einen Vorsatz an den es sich zu halten galt: „Cook it, peel it or forget it“ – nur gekochte und geschälte Lebensmittel. Das machte es teilweise schwieriger, die reichlichen Angebote der indischen Schüler und ihrer Gastfamilien ohnehin schon schweren Herzens abzulehnen. Doch das stellte keinesfalls unsere Erfahrungen mit der traditionellen indischen Küche in Abrede, die wir sowohl bei der eigenen als auch bei anderen Gastfamilien, in Restaurants und in Tempelgaststätten genießen durften, auch wenn wir aus unserer täglichen Lunchbox eher die Banane und das Päckchen Mangosaft bevorzugten.
Trotz unseres eng getakteten Zeitplans, dessen Treff- und Ausgangspunkt immer die Subodh Public School war, wurden neben dem Programm für die gesamte Gruppe wurde auch reichlich Zeit eingeplant, die wir individuell mit unseren Austauschschülern und -schülerinnen verbringen konnten. So hatten wir beispielsweise die Möglichkeit, mit ihnen auf Märkte, in Kinos, Einkaufszentren und sogar Vergnügungsparks zu gehen. Neben all diesen bereichernden Erfahrungen, die uns das alltägliche Leben unserer Austauschschüler nahebringen konnten, stellte auch die Besichtigung mehrerer Sehenswürdigkeiten wahrhaftige Highlights dar. So beeindruckte uns beispielsweise das Hawa Mahal, der „Palast der Winde“, der sich imposant und doch geschickt zwischen die Häuser Jaipurs einfügt. Auch der Besuch des Jal Mahal, dem normalerweise für die Öffentlichkeit unzugänglichen „Wasserpalast“, tatsächlich ein Palast inmitten eines Sees, war für uns sehr beeindruckend und gerade daher umso mehr außergewöhnlich, weshalb wir auch für diese Möglichkeit besonders dankbar sind. Nicht zu vergessen stellte das Taj Mahal ebenfalls einen Höhepunkt unserer Indienreise dar, da wir das beeindruckende Gebäude aus weißem Marmor zur Sonnenuntergangszeit betrachten konnten, was die Atmosphäre umso schöner machte.
Insgesamt war diese ereignisreiche Reise mit all ihren einzigartigen Möglichkeiten zum Austausch mit neuen Menschen und neuem Wissen gleichzeitig eine Möglichkeit des
kulturellen Austauschs, der andere Perspektiven und Lebensrealitäten eröffnet und unsere Sicht auf die Welt erweitert hat. Dankbar für die bereichernden Erfahrungen, die wir machen durften, werden wir noch lange von ihnen zehren können.
Henriette Karg, Florentine Leps