An einem Sommer-Regen-Urlaubstag besuchte ich mal wieder die schöne Hansestadt Stralsund. Mein eigentliches Ziel war das neueröffnete Deutsche Meeresmuseum. Danach ging es natürlich auf Entdeckungsreise durch die wunderschöne Altstadt von Stralsund. Nun habe ich hier schon vor einem knappen Jahr von den vielen alten und neuen Beschriftungen von Geschäften in Stralsund berichtet und wollte dies ja nicht wiederholen. Also hieß es Augen auf für neue Entdeckungen und dazu mussten auch andere Weg gegangen werden.
Die ersten typografischen Entdeckungen gab es schon im neuen Deutsche Meeresmuseum. Dies ist ja in einem alten Kirchenbau der Katharinenkirche, die zum ehemaligen Dominikaner Kloster St. Katharin gehört, untergebracht. Das ist wirklich eine spannende Location. Die Kirche wurde vor der Neueröffnung aufwendig saniert. Eine alte Inschrift aus einer Mischung aus Altschwedisch und Platt-Deutsch wurde dabei liebevoll freigelegt und restauriert. Sie befindet sich an einem Pfeiler einer Kirchenwand. Inhaltlich geht es dabei um die Reparation des Zug- und Vorratshauses. Die Inschrift stammt aus den Jahren 1786/87. Gleich daneben sind noch die Überreste eines Rad- oder Weihekreuzes zu sehen. Diese Kreuze findet man in vielen Kirchen im Norden und ich habe auch schon darüber berichtet.
An den Toiletten im Keller dann ein ganz moderne Entdeckung. Die Türen der Toiletten sind neben den Buchstaben D (für Damen) und H (für Herren) auch mit kleinen Symbolen gekennzeichnet. Beim D ist es natürlich eine Nixe und beim H (das musste ich erstmal :) googeln) der Nix, den man natürlich auch Wassermann nennen könnte.
Dann ging es raus aus dem Museum und rein ins Innenstadtleben.
Was gab es hier noch neues zu entdecken und zu sehen?
Natürlich wieder alte Geschäftsbeschriftungen und natürlich in Gold. Diese Beschriftung vom Hotel Schleelehof zeigt sich in einer sehr schönen alten serifenlosen Schrift.
Sonst gab es ausnahmsweise viel Lettering und handschriftlich gestaltete Schilder.
Meine absoluten Lieblingsfundstücke an diesem Tag in Stralsund waren die beiden Schilder der Familien Pech/Fiedelius in einem Hauseingang einer Seitenstraße, die man auch leicht übersehen könnte.
Das waren die neuen typografischen Fundstücke in Stralsund. Eigentlich sollte ja noch ein wichtiges Fundstück dazu kommen. In der schwedischen RUNOR-Datenbank (ein Datenbanksystem für Runen-Denkmale) ist eine Runenfund aus der Insel Rügen verzeichnet. Dieser stammt aus Ralswiek, dem Ort wo die jährlichen Störtebeker Festspiele stattfinden. Dieses Runen-Denkmal soll sich im Kulturhistorischen Museum Stralsund befinden. Leider wird das Museum immer noch renoviert und restauriert. So konnte ich dieses Fundstück mit der RUNOR-Nummer DE VK; 297 leider noch nicht sehen.
Also muss es nochmal nach Stralsund gehen - wahrscheinlich im nächsten Jahr.























