Klasse 10 im Hygienemuseum (09. 2020)

 

Wie und was essen wir in 30 Jahren? - Die 10. Klassen des WHGs besuchen die Sonderausstellung "Future Food" im DHMD

 

Future Food - Essen für die Welt von morgen
Deutsches Hygiene-Museum Dresden
30. Mai 2020 - 21. Feb 2021

 

Zwei Augenzeugenberichte aus den Klassen 10a und 10b geben Einblick in die Ausstellung.

 

 

Das Essen der Zukunft?!

 

Future Food - Essen für die Welt von morgen. Wenn man diese Worte hört, bekommt man gleich die verrücktesten Vorstellungen und die futuristischsten Ideen. Doch was bringt uns die Ausstellung „Future Food“, welche momentan im Deutschen Hygiene-Museum Dresden zu sehen ist, darüber bei?

 

Die Klassenstufe 10 des WHGs wollte dies herausfinden und hat sich am 18.9.2020 auf den Weg gemacht. Frühs ging es mit dem Zug nach Dresden und dann ins Museum, um eine Führung durch die Ausstellung zu machen.

 

Im ersten Raum ging es mehr um nachhaltiges Essen und Prüfsiegel, wie zum Beispiel Bio oder Fair Trade. Es ging also nicht wirklich um die Zukunft. Positiv war, dass Roboter vorgestellt wurden, welche in naher Zukunft bzw. in der heutigen Zeit schon eingesetzt werden, um die Landwirtschaft zu erleichtern. Noch im selben Raum wurde uns, am Beispiel des Flughafens New York, vor Augen geführt, wie hoch die Rate der Essensverschwendungen ist. Ein Bild hat wirklich Eindruck hinterlassen. Auf diesem war ein Raum voller Essen zu sehen.  All das Essen hätte noch verwendet werden können, stattdessen wird es komplett vernichtet und das alle 48 Stunden. Dies führt einem wieder vor Augen, wie verschwenderisch wir mit unserem Essen eigentlich umgehen.

 

In dem nächsten Raum ging es darum, wo unser Essen eigentlich herkommt. Dies wurde am Beispiel von Soja, Zucker und Hühnerfleisch verdeutlicht. Wir haben uns speziell das Beispiel Hühnerfleisch angesehen. Es wurde gezeigt, wo es produziert wird, wohin es exportiert wird und woher es importiert wird. Am interessantesten war der Vergleich von einem Huhn früher und heutzutage. Die Hühner werden immer größer gezüchtet und sind fast doppelt so groß wie damals. Da die Hühner so gezüchtet werden, dass sie mehr Brust haben, weil die meisten Menschen Hühnerbrust bevorzugen, ist dies für die Hühner schlecht. Ihr Gewicht wird so nach vorn verlagert und sie haben Probleme aufrecht zu gehen.

 

Im dritten und letzten Raum, ging es um die Zutaten des Essens. Zum Beispiel wie viel Zucker in unseren Lebensmitteln ist. Auch konnte hier etwas praktisch gearbeitet werden, zum Beispiel konnte man an Umfragen teilnehmen, welche sich um den wöchentlichen Fleischkonsum gedreht haben oder worauf man beim Einkaufen der Lebensmittel wert legt. Im zweiten Abschnitt dieses Raumes wurden die Essenstrends der Zukunft angesprochen. Ein hervorragendes Beispiel war hier das aus Asien stammende „Mukbang“, wobei man vor laufender Kamera und einem sehr sensiblen Mikrofon so viel wie möglich in den Mund nimmt und diese „Essgeräusche“ aufgenommen werden. Diese haben angeblich eine beruhigende Wirkung, wir fanden es allerdings etwas komisch.

 

Alles in allem war die Ausstellung zwar interessant, jedoch wurde der Zukunftsaspekt ziemlich vernachlässigt. Es wurde eher die heutige Situation geschildert und wie schlecht wir mit unserem Essen umgehen. Wir hätten uns gewünscht, dass man mehr über das Essen in der Zukunft erfahren hätte. Essen wir in der Zukunft vielleicht Insekten oder Blätter? Essen wir in der Zukunft gesünder oder gibt es in der Zukunft überhaupt noch unser heutiges Essen?

 

Wir wissen es nicht, aber wir hätten uns gewünscht die zu erfahren, auch wenn es wahrscheinlich nur Spekulationen gewesen wären.

 

Jedem der sich nicht daran stört, dass es eigentlich eine Ausstellung über die Gegenwart ist, dem ist der Besuch wirklich empfohlen. Wer jedoch nur wegen des Zukunftsaspekts gehen würde, wäre sehr enttäuscht.

 

-- Niklas Schneider, Christoph Tischer, Sandy und Vivien Baum (10a)

 

 

Future Food - Essen für die Welt von morgen


Eine Ausstellung mit Blick über den Tellerrand


Essen ist schon von je her eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen des Menschen. Mittlerweile hat sich das einseitige Essen aus der früheren Zeit zu einem vielfältigen Angebot an Nahrungsmitteln entwickelt. Doch wie wird es wohl in der Zukunft aussehen? Wie wird das Essen produziert werden und vor allem was wird sich an der zukünftigen Welternährung verändern?                                                                                                                                           


Diese Themen werden in der Ausstellung „Future Food“ des Deutschen Hygienemuseums intensiv angesprochen. Aufgrund unserer Interessen fuhren wir, die Schüler der Klassenstufe 10, am 18.September 2020 ins Hygienemuseum nach Dresden. Da nicht nur wir, sondern auch zukünftige Generationen bei diesem Thema involviert sind, beschäftigt sich die aktuelle Sonderausstellung mit einer der größten, schwierigsten und häufig kontrovers diskutierten Herausforderungen unserer Zeit. Future Food widmet sich nicht nur Themen wie der globalen Verteilungsgerechtigkeit, der vegetarischen Ernährung oder der Macht der großen Lebensmittelkonzerne, sondern befasst sich zudem mit den Visionen einer zukünftigen Ernährung sowie mit der Rolle der Konsumgesellschaft und jedes einzelnen. Um der Thematik näherzukommen, ist die Problematik des Essens in der Zukunft in vier Bild-und Wissensräume, genauer gesagt Produzieren, Handeln, Wählen und Essen untergliedert. Die Verfolgung der Lebensmittel und somit der Inhalt des Themengebiets wird mit Hilfe von drei Kapiteln, vom Stall oder Feld bis auf den Tisch, veranschaulicht. Vom Labor über das Feld und die globalen Märkte bis hin zum Kauf im Supermarkt und den letztlichen Konsum beleuchtet die Ausstellung, was aus Praxis und Theorie des Essens geworden ist und vor allem werden wird. Es geht um die soziale Bedeutung sowie die gesellschaftliche Bedeutung des Essens ebenso um seine Rolle in der Politik und im Handeln, in den Religionen und in den künftigen „Digital Food Cultures“.                         


Jedoch stellt sich die Frage, inwieweit sich unser Essverhalten bzw. unser Lifestyle verändern müsste, um die stets wachsende Bevölkerung ernähren zu können. Im Großen und Ganzen wird die Zukunft der Ernährung von politischen Weichenstellungen, also Maßnahmen und Entscheidungen, durch die eine zukünftige Entwicklung vorherbestimmt wird, aber auch von persönlichen Entscheidungen abhängen. Eine Ansicht, die diese Frage nochmals anspricht, ist der ständige Fleischkonsum. Durch die Massentierhaltung wird billiges Fleisch, welches nicht nur der Umwelt sowie Gesundheit schadet, sondern auch sehr umstritten ist, auf den Markt zum Verkauf gebracht. Deshalb entwickelte sich Fleisch von einem Genussmittel und kulturell breit akzeptierten zu einem als problematisch empfundenen Lebensmittel. Früher galt zum Beispiel der Schinken als Wohlstandssymbol, was dem heutigen Menschen als „normal“ erscheint.


Die Ausstellung „Future Food“ versucht die einzelnen Konfliktthemen durch den Einsatz von interaktiven Medien, Videoinstallationen, wissenschaftlichen Prototypen sowie künstlerischen Positionen zu veranschaulichen.


Um auf die Anfangsfragen zurückzukommen, kann man zusammenfassend sagen, dass bereits zahlreiche Ideen beziehungsweise Pläne von Wissenschaftlern etc. vorliegen, jedoch die zukünftige Ernährung von politischen sowie persönlichen Entscheidungen abhängig ist.


-- Lisa Becker, Sophia Wendt (10b)

 

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