Einleitung
Im Zeitraum vom 25.03.2026 bis zum 27.03.2026 unternahmen die Klassen 9a und 9b eine dreitägige Exkursion nach Krakau in Polen. Ziel dieser Klassenfahrt war es, sich intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und insbesondere die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zu besuchen.
Neben diesem zentralen Programmpunkt bot die Fahrt auch die Möglichkeit, die historische Stadt Krakau kennenzulernen und mehr über die Kultur und Geschichte Polens zu erfahren. Durch verschiedene Führungen und gemeinsame Aktivitäten erhielten wir viele neue Eindrücke und konnten unser Wissen aus dem Unterricht vertiefen.
Tag 1: Anreise und Zwischenstopps
Am ersten Tag unserer Klassenfahrt starteten wir um 10 Uhr mit dem Bus in Richtung Polen. Auf dem Weg nach Breslau legten wir eine Pause ein, bevor wir dort ankamen. In Breslau bekamen wir von einem unserer Busfahrer, der auch Deutsch sprach, eine kleine Stadtführung. Dabei zeigte er uns unter anderem den Marktplatz und erzählte uns interessante historische Hintergründe zur Stadt.
Anschließend hatten wir etwa zwei Stunden Freizeit, die wir individuell nutzen konnten. Viele von uns erkundeten die Stadt oder besuchten ein Einkaufszentrum. Besonders auffällig waren die vielen kleinen Bronzefiguren (Zwerge), die überall in der Stadt verteilt sind und eine besondere Bedeutung für Breslau haben.
Am Abend fuhren wir weiter zum Radiosender Gleiwitz, den wir uns im Dunkeln anschauten. Frau Gärtner erklärte uns dort noch einmal die historischen Hintergründe dieses Ortes. Danach hielten wir noch an einem Einkaufszentrum, um zu Abend zu essen. Schließlich erreichten wir gegen 22 Uhr unser Hotel in Krakau.
Tag 2: Stadtführung Krakau und Schindlers Fabrik
Am zweiten Tag starteten wir nach dem Frühstück gegen 9 Uhr mit dem Bus in die Innenstadt von Krakau. Dort nahmen wir an einer Stadtführung teil und lernten viel über die Geschichte und Kultur der Stadt. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Marienkirche, die viele von uns sehr beeindruckte.
Im Anschluss hatten wir etwa drei Stunden Freizeit in einem großen Einkaufszentrum. Dort konnten wir essen, shoppen oder einfach den Nachmittag nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten.
Danach gingen wir gemeinsam zur ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler. Dort wurden wir in Gruppen eingeteilt und nahmen an einer Führung durch die Ausstellung teil.
Diese war sehr informativ und eindrucksvoll. Besonders bewegend war es, das originale Büro Schindlers zu sehen sowie die Namen und Bilder der Menschen, die er gerettet hat.
Am Abend fuhren wir noch einmal zu einem Einkaufszentrum, um zu essen, bevor wir zurück ins Hotel gebracht wurden.
Tag 3: Besuch der Gedenkstätte Auschwitz und Rückreise
Am dritten Tag frühstückten wir zwischen 7 und 8 Uhr, packten unsere Sachen und fuhren anschließend gegen 9 Uhr nach Auschwitz. Nach etwa einer Stunde Busfahrt kamen wir dort an.
Vor Ort wurden wir in Gruppen eingeteilt und gingen durch die Sicherheitskontrolle, bevor die Führung begann. Während der Besichtigung der ehemaligen Lagergebäude erhielten wir über Kopfhörer viele Informationen von unserem Guide. Die Ausstellung war sehr eindrucksvoll und emotional, besonders die Räume mit persönlichen Gegenständen der Opfer wie Schuhe, Haare und Koffer.
Anschließend fuhren wir weiter nach Auschwitz-Birkenau. Dort sahen wir unter anderem die Gleise, über die die Züge früher ins Lager fuhren, sowie die Unterkünfte, in denen die Menschen leben mussten. Auch dieser Teil des Besuchs war sehr bewegend und hat bei vielen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Nach dem Besuch traten wir die Rückreise an. Unterwegs machten wir eine längere Pause zum Essen, bevor wir weiter nach Hause fuhren.
Fazit
Insgesamt war es eine sehr gelungene Klassenfahrt, bei der wir viele neue Eindrücke sammeln konnten. Neben interessanten und schönen Erlebnissen in den Städten war vor allem der Besuch in Auschwitz prägend und hat uns die Geschichte auf eine sehr eindrückliche Weise nähergebracht.
Der Wechsel zwischen historischen Programmpunkten und Freizeit war gut ausgewogen und angenehm gestaltet. Auch wenn wir in Auschwitz-Birkenau nicht alles sehen konnten, war der Besuch dennoch sehr lehrreich.
Ein besonderer Dank gilt unseren Lehrern, den begleitenden Eltern sowie allen Organisatoren, die diese Fahrt möglich gemacht haben. Wir haben in diesen drei Tagen viel gelernt und nehmen viele wichtige Eindrücke mit.
Autorin: L. Gabriel (9a)