Fiesta de fin de proyecto - Abschlussfeier zum schulartübergreifende Projekt „ Dr. Maria Reiche – eine Dresdnerin in Peru“

Am 06. Februar 2014 endet mit einer Abschlussfeier das schulartübergreifende Projekt  „ Dr. Maria Reiche – eine Dresdnerin in Peru“.

Über 1 ½ Jahre beschäftigten sich Schüler aus dem Gymnasium Romain Rolland Dresden, der Oberschule Weixdorf und dem Förderschulzentrum Makkarenko Dresden mit dem Leben und Forschen von Maria Reiche. In dieser Zeit lernten einige Schüler Spanisch oder waren in der AG Keramik künstlerisch tätig und andere fanden sich zu einer Theatergruppe zusammen. So entstand z.B. im Förderschulzentrum „Makkarenko“ eine Wand, an der die entstandenen Keramikarbeiten der Schüler präsentiert werden und im Gymnasium Romain Rolland wird eine kleine Bibliothek zum Leben und Wirken der Maria Reiche eingerichtet. Die meisten teilnehmenden Schüler der Oberschule Weixdorf entschieden sich für das Theaterprojekt und erarbeiteten mit ihren Leiterinnen Christiane Oelschlegel und Pilar Bergner ein Theaterstück über das Leben und Forschen von Dr. Maria Reiche.

Zum Projekt gehörte auch ein Besuch der peruanischen Botschaft in Berlin, was für die Schüler ein toller Höhepunkt war.

Zum Abschluss des Projektes gestalteten die Schüler gemeinsam mit den Projektverantwortlichen ein peruanisches Buffet. Die Präsentation des Theaterstückes, in das auch eine kleine Multimediashow eingebettet war, stellte den Höhepunkt des Abends dar und wurde mit großem Applaus belohnt. Abschließend erhielten die Schüler ein Zertifikat und nochmal großen Applaus der Gäste.

Bilder zum Vergrößerung und Präsentation anklicken:

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Maria Reiche studierte an der TU Dresden und legte 1928 ihr Staatsexamen in Mathematik, Physik und Geographie ab. Da war sie 25 Jahre alt. Vier Jahre später nahm sie beim deutschen Konsul in Peru eine Stelle als Hauslehrerin an. 1939 hörte sie vom Wissenschaftler Paul Kozok das erste Mail von den sogenannten Nazca-Linien, die 1924 entdeckt worden waren. Sie wurde von ihm gebeten, für ihn einige Messungen vorzunehmen. 1946 begann sie allein und ohne Unterstützung die Nazca-Linien zu untersuchen. Im Laufe der Zeit hat Dr. Maria Reiche etwa 50 Figuren und 1000 Linien entdeckt und vermessen. Weltbekannt machten sie die Großaufnahmen der Nazca-Linien im Jahre 1955. Sie ließ sich dabei an die Kufen eines Helikopters binden, um diese berühmten Luftaufnahmen zu machen.

Anfang der 70er Jahre entwickelten sich die Nazca-Linien zu einer Touristenattraktion. Dr. Maria Reiche engagierte sich sehr für den Schutz und die Erhaltung der Nazca-Linien und bewirkte, dass1994  die Linien und Bodenzeichnungen von Nazca und Pampa de Jumana in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen wurden.

U.Möller/S.Turba