Erasmus+ in Dänemark
Von schüchtern zu „fluent“ in wenigen Tagen
Im Rahmen unseres Erasmus+ Projekts ging es für uns vom 19.04.-25.04.2026 nach Dänemark – genauer gesagt nach Odense und an die Schule Højby Skole. Schon bei der Ankunft war klar: Diese Woche würde alles andere als gewöhnlich werden.
Untergebracht waren wir in dänischen Gastfamilien, die uns nicht nur freundlich aufgenommen haben, sondern uns auch einen authentischen Einblick in ihren Alltag ermöglichten. Zwischen hyggeligen Abenden, neuen Essgewohnheiten und ersten vorsichtigen Gesprächen auf Englisch begann das Abenteuer.
Apropos Englisch: Die ersten Tage waren geprägt von einer gewissen… sagen wir mal… kreativen Zurückhaltung. Doch erstaunlicherweise legte sich diese schneller als gedacht. Schon nach kurzer Zeit wurde aus schüchternem Gestammel selbstbewusstes Drauflosreden – und zwar nicht nur mit den dänischen Austauschpartnern, sondern (man glaubt es kaum) sogar mit den eigenen deutschen Freundinnen und Freunden. Wer hätte gedacht, dass Erasmus+ plötzlich zur englischsprachigen Parallelwelt wird?
Neben dem Schulalltag an der Højby Skole – der sich durch eine offene Atmosphäre und viel Eigenverantwortung auszeichnete – stand vor allem das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. In internationalen Gruppen arbeiteten wir an Projekten, bei denen wir konkrete Probleme identifizierten und kreative Lösungen entwickelten. So entstanden Ideen wie das Upcycling von Kleidung oder eine „Spielzeugzelle“ – ganz nach dem Vorbild einer Bücherzelle, nur eben für Spielsachen. Am Ende der Woche präsentierten wir unsere Ergebnisse – natürlich auf Englisch – und konnten zeigen, wie vielseitig und alltagsnah nachhaltiges Handeln sein kann.
Doch es blieb nicht nur bei theoretischen Ansätzen: Nachhaltigkeit wurde auch ganz praktisch erlebt. Wir kochten gemeinsam mit Kräutern aus dem schuleigenen Garten und stellten sogar unser eigenes Papier her.
Neben der Projektarbeit standen auch spannende Ausflüge auf dem Programm. Ein Highlight war unser Besuch in Kopenhagen, wo wir die dänische Hauptstadt erkundeten und das Großstadtleben auf uns wirken ließen.
Natürlich durfte auch Odense selbst nicht zu kurz kommen. Bei einem Besuch im Rathaus wurden wir unerwartet zu stillen Beobachtern mehrerer Hochzeiten. Aufgeregte Brautpaare, elegante Kleidung und diese besondere Stimmung kurz vor dem „Ja-Wort“ – fast schon filmreif. Für einen kurzen Moment fühlten wir uns wie Statisten in einer romantischen Komödie.
Die Woche in Dänemark hat uns nicht nur sprachlich vorangebracht, sondern auch persönlich wachsen lassen. Neue Freundschaften, mehr Selbstbewusstsein und die Erkenntnis, dass man manchmal einfach drauflosreden muss – all das nehmen wir mit nach Hause.
Ein großes Dankeschön geht an unsere Gastgeber, die Schule Højby Skole und alle, die dieses Erlebnis möglich gemacht haben.
Eines ist sicher: Diese Reise werden wir so schnell nicht vergessen.