Oberschule Bischofswerda 

Wikinger statt Wunderkerzen

„Feste in England“ geht in die zweite Runde

Nachdem unsere Schülerinnen und Schüler im letzten Jahr die geheimnisvolle Bonfire Night kennengelernt hatten, wurde es in diesem Jahr deutlich nordischer: Das „Viking Festival“ stand auf dem Programm! Und so verwandelte sich unsere Klassenstufe 6 an nur einem Tag in Fachleute für Nordmänner und -frauen.

Doch wer waren diese Wikinger eigentlich? Die Kinder fanden heraus, dass es sich keineswegs nur um wilde Krieger mit Hörnerhelmen handelte (die übrigens ein Mythos sind!). Wikinger glaubten an viele Götter wie Odin und Thor und stellten sich vor, dass gefallene Krieger in die sagenhafte Halle Walhalla einziehen. Sie waren nicht nur gefürchtete Eroberer, die mit ihren schnellen Schiffen weite Teile Europas erreichten, sondern auch geschickte Händler, Entdecker und Handwerker. Besonders spannend: Ihre Schrift bestand aus sogenannten Runen – geheimnisvolle Zeichen, die die Schülerinnen und Schüler sogar selbst zu entschlüsseln versuchten.

Ein echtes Highlight war der Bau eigener Langboote. Hier waren Geschick, Kreativität und auch ein bisschen Schnelligkeit gefragt. Es wurde geklebt, gefaltet und gestaltet – mit beeindruckenden Ergebnissen. Parallel dazu kam auch der Englischunterricht nicht zu kurz: In Einzel- oder Partnerarbeit entstanden Plakate. Und wer könnte das besser anleiten als unser englischer Import höchstpersönlich. Schließlich endet ihr Name auf -by und sie stammt aus der Nähe von York.

Da die Klassen bunt gemischt waren, mussten sich alle neu organisieren – eine zusätzliche Herausforderung, denn schließlich ging es auch um Noten. Wer sich richtig ins Zeug legte, konnte mit einem sehr guten Gefühl in die wohlverdienten Ferien starten.

Währenddessen lief im Hintergrund unser „persönlicher Cateringservice“ auf Hochtouren. Mit viel Einsatz wurde geschnippelt, gerührt und angerichtet – ein großes Dankeschön dafür! Und was kam bei den Wikingern auf den Tisch? Ganz bodenständig: Brot, Honig, Käse, Joghurt, Äpfel, Möhren sowie Hafer- und Grießbrei. Gegessen wurde stilecht auf dem Schulhof – mit den Fingern und ohne Teller. Dazu gab es Saft und Milch.

Natürlich durfte auch das obligatorische Gruppenfoto nicht fehlen. Vom 1. Obergeschoss aus wurde alles perfekt in Szene gesetzt – schließlich sollte jeder mit drauf sein!

Neben dem Essen gab es viele weitere Angebote: Flechtfrisuren ausprobieren, Spiele spielen oder Runen übersetzen – Möglichkeiten waren da. Doch nach der sechsten Stunde wurden selbst die lautesten Wikingerklänge von etwas übertönt: den Osterferien! Die riefen am Ende doch lauter als Walhalla, und so leerte sich der Hof schneller als gedacht.

Fazit: Ein rundum gelungener Tag mit Spaß, Kreativität und spannenden Einblicken – auch wenn in der zeitlichen Planung noch ein bisschen Luft nach oben ist. Aber mal ehrlich: Ohne ein kleines bisschen Chaos wäre es doch gar nicht unsere Klassenstufe 6, oder?

Team Burnby&Francke&Lorenz