Gefangen im Netz?

27.02.2012

Gefangen im Netz?

Diese Frage konnten sich die Schüler der Klassen 7 bis 10 während eines Theaterstückes, das für sie in der Turnhalle von zwei jungen Schauspielern aufgeführt wurde, stellen und jeder für sich beantworten.

Passend am letzten Schultag vor den Winterferien wurde ihnen durch das Stück „Romeo added Julia“ von Dominique Berg spielerisch erklärt, welche Regeln sie beachten sollten, wenn sie nicht im Netz gefangen sein wollen.

 

Es wurde die Geschichte eines 27jährigen jungen Mannes erzählt, der keinen geregelten Tagesablauf kennt: irgendwann hat er ausgeschlafen, ohne sich zu waschen und ordentlich zu frühstücken, setzt er sich an seinen Rechner und spielt Ballerspiele oder chattet. Dabei gibt er sich als eine völlig andere Person aus. Er beschreibt sich als attraktiv und äußerst erfolgreich. Diese Phasen werden ungewollt unterbrochen, um Vorstellungsgespräche wahrzunehmen, zu denen das Amt ihn schickt. Mitunter hat er das Gefühl, er müsse sich endlich ernsthaft um eine Ausbildung oder einen Job kümmern, doch seine Bequemlichkeit und seine fehlende Ausdauer verdrängen diese Gefühlsregungen sehr rasch.

Im Chat lernt er eine junge Frau kennen, die gerade wegen des Studiums nach Berlin in die erste, von den Eltern finanzierte eigene Wohnung gezogen ist. Sie ist total begeistert vom pulsierenden Leben in der Hauptstadt, das vor allem nachts viele tolle Angebote für junge Leute eröffnet.

Sie möchte schnell Leute kennenlernen und ihr Leben genießen. Die Kontrollanrufe ihrer Mutter nerven sie, deshalb gibt sie an, alles im Griff zu haben.

Sie ist total fasziniert von ihrem Chatpartner und verliebt sich in ihn. Sie wird nur noch von ihren Gedanken an ihn beherrscht. In ihrer Euphorie gibt sie alle persönlichen Daten, inclusive Fotos, von sich preis.

Nur um sich mit ihrem virtuellen Freund treffen zu können, sagt sie alle Termine ab und gibt sogar ihr Studium auf.

Am Schluss steht der Eklat: „der Freund“ besucht sie zu Hause, sie wundert sich bereits über sein Aussehen, welches nicht ihren Vorstellungen entspricht, es kommt zu Rangeleien, die für das Mädchen tödlich enden.

 

Einige Schüler zeigten sich entsetzt über die grenzenlose Naivität, mit der sich beide Akteure im Netz bewegten. Das sind die, die die Regeln auch um ihrer eigenen Sicherheit willen anerkennen und beachten. Für diese Schüler ist das Netz ein in der heutigen Zeit unverzichtbares Informations- und Kommunikationsmittel. Sie haben gelernt, es zu handhaben!

Anderen wiederum sollte bewusst gemacht werden, dass sie selbst bereits solche Fehler begangen haben, die die zwischenmenschlichen Beziehungen zu ihren Freunden sehr belasteten: Gerüchte verbreiten, sich in der vermeintlichen Anonymität beschimpfen und sich gegenseitig bedrohen, Handynummern ohne Einwilligung des Betroffenen weiterreichen, sich im Netz oder per Handy zu jeder Tages- und Nachtzeit terrorisieren …..

Die Folgen daraus sind immens und belasten den Schulalltag erheblich. Jeder geht aus solchen Prozessen als Verlierer hervor!

Deshalb sollte dieses Zweipersonenstück jeden Einzelnen zum Nachdenken und zum Reflektieren seines Handelns bringen.

Probleme, die immer wieder auftreten, weil sie zum Leben gehören, sollten immer persönlich geklärt werden. Im Gespräch kann ich Vieles erkennen, was das Netz verbirgt. Ich sehe meinem Gegenüber in die Augen und kann seine Gefühlsregungen bemerken. Seine Körperhaltung verrät mir, wie es in ihm aussieht. Durch meine Beobachtungen bin ich bereit, mich in meinen Gesprächspartner hineinzuversetzen und mich auf ihn einzustellen.

Das könnten die ersten Lösungsschritte im Konflikt sein!

Aber:  Das erfordert Mut und den echten Willen, das Problem anpacken zu wollen. Im Netz hören die meisten Schüler an der Stelle auf, an der sie ihren Frust abgeladen haben. Damit wird der Konflikt nur verstärkt.

 

Einige unserer Schüler der Klassen 7 arbeiten in diesem Schuljahr im Projekt „ Gefangen im Netz“ und lernen dort Vieles über den normalen Informatikunterricht hinaus. Sie werden die beschriebenen Fehler vielleicht nicht machen.

 

Für interessierte Eltern gibt es auch in diesem Jahr zu diesem hochaktuellen Problemkreis ein Elternseminar, in dem zahlreiche Tipps und Tricks verraten werden, wie die Kinder und Jugendlichen durch ihre Eltern kontrolliert beschützt werden können.

Also, liebe Eltern, wenn auch Sie in manchen Dingen unsicher sind, könnte eine Teilnahme dies ändern!

(Haberecht)

 
 
 
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